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2. Bundesliga: Böse Schlappe für Eintracht Frankfurt

Dämpfer für die Aufstiegsambitionen: Eintracht Frankfurt hat sein Spiel gegen den SC Paderborn deutlich verloren. Daraus konnte der FC St. Pauli mit einem enttäuschenden Remis gegen Braunschweig allerdings kaum Kapital schlagen.

Der SC Paderborn ist mit einem 4:2 gegen Eintracht Frankfurt in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach zwei sieglosen Partien sorgten Nick Proschwitz (6. Minute), Mehmet Kara (18.), Lukas Rupp (58.) und Jens Wemmer (64.) am Sonntag im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga wieder für einen Dreier. Die Gegentreffer erzielten Benjamin Köhler (26.) und Alexander Meier (42.). Vor 15.000 Zuschauern im Energieteam-Stadion war es bereits der 13. Saisonsieg für Paderborn. Der Bundesliga-Absteiger aus Frankfurt verlor durch die vierte Niederlage in dieser Spielzeit die Tabellenführung.

Nach dem 1:5 in Fürth und dem 2:2 gegen Dresden hatten sich die Paderborner einiges vorgenommen und legten flott los. Schon nach 18 Minuten stand es 2:0 durch den 15. Saisontreffer von Proschwitz und das Tor von Kara. Die Frankfurter verkrafteten den Doppelschlag gut. Mit einem herrlichen Freistoß aus 18 Metern in den Winkel schaffte Köhler den Anschlusstreffer und Meier nach unglücklicher Paderborner Abwehr aus Nahdistanz das 2:2.

Nach dem Wiederanpfiff war von dem Schwung der Hessen nichts mehr zu spüren - passiv und uninspiriert bewegten sie sich auf dem Platz. Diese Lethargie nutzten die Gastgeber konsequent. Nach einer Vorlage von Proschwitz rannte Rupp auf und davon und schoss das 3:2. Für die Vorentscheidung sorgte schließlich Innenverteidiger Wemmer, der eine schöne Einzelaktion mit dem 4:2 abschloss.

St. Pauli entäuscht gegen Braunschweig

Verpasst hat den Sprung an die Tabellenspitze der FC St. Pauli. Gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig kam das Team von André Schubert am Sonntag vor 24.784 Zuschauern am ausverkauften Millerntor nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus. Damit konnten die Hanseaten den Ausrutscher des bisherigen Tabellenführers Eintracht Frankfurt, der in Paderborn verlor, nicht nutzen. Sie fielen in der Tabelle sogar auf Rang drei hinter den neuen Primus Greuther Fürth und Frankfurt zurück.

Schubert schickte im Nord-Duell die Sieger-Elf vom 1:0 in Duisburg auf das Feld. St. Pauli hatte von Beginn an zwar mehr vom Spiel und kombinierte auch gefällig, kam aber kaum zu nennenswerten Torchancen. Die Gäste, die auf Kapitän Dennis Kruppke (Wadenprobleme) verzichten mussten, hielten dagegen, taten sich aber ebenfalls schwer.

Schubert reagierte und brachte in Petar Sliskovic (55.) und Mahir Saglik (72.) spät zwei echte Stürmer ins Spiel. Doch auch sie konnten die Entscheidung zugunsten des Kiez-Clubs nicht mehr herbeiführen. In der 69. Minute hatten die Hausherren sogar Glück, als Braunschweigs Marc Pfitzner eine hundertprozentige Chance vergab.

FSV Frankfurt kann doch noch siegen

Mit dem ersten Heimsieg seit dem 15. April 2011 hat der FSV Frankfurt den Aufwärtstrend des Karlsruher SC in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt und seinerseits die Abstiegsränge verlassen. Winterneuzugang Ilian Micanski (33. Minute) und Kapitän Samil Cinaz (43.) sorgten in einer dürftigen Partie mit ihren beiden Treffern für den insgesamt verdienten 2:1 (2:0)-Erfolg. Die Karlsruher kamen durch Simon Zoller (72.) am Sonntag vor 6089 Zuschauern nur noch zum Anschlusstreffer.

Überschattet wurde die Partie am Bornheimer Hang von einer schweren Verletzung Chadli Amris. Der Frankfurter Flügelspieler musste nach einem Zusammenprall in der 28. Minute mit Schien- und Wadenbeinbruch vom Platz getragen werden.

In einer schwachen ersten Hälfte kam von beiden Mannschaften zunächst wenig. Den in der Rückrunde zuvor noch ungeschlagenen Karlsruhern gelang in der Offensive nichts, Frankfurt genügte eine spärliche Leistung zur Führung. In der zweiten Halbzeit bäumte sich der KSC nochmals auf, doch der Treffer des eingewechselten Zoller genügte nicht.

be/DPA / DPA

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