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25. Spieltag: Bayern servieren Leverkusen ab

Bayern München hat einen seiner Verfolger locker abgeschüttelt: Mit 2:1 bezwang der Tabellenführer hoch verdient Bayer Leverkusen. Auch der HSV ließ beim 1:1-Remis in Wolfsburg Punkte liegen. Vier Spieler mussten den Platz vorzeitig verlassen. Stuttgart deklassierte Hansa Rostock mit 4:1.

Der FC Bayern München geht mit einem komfortablen Vorsprung auf die Verfolger in das letzte Viertel der Saison. Der Rekordmeister gab sich im Spitzenspiel der 25. Runde gegen Bayer Leverkusen keine Blöße und beendete mit dem 2:1-Sieg zugleich die Titelhoffnungen der Werksmannschaft. Den Kontakt zu den Bayern verloren hat der Hamburger SV, der am Samstag beim VfL Wolfsburg nicht über ein 1:1 hinauskam und bereits sieben Punkte zurückliegt. Mit einem Sieg am Sonntag bei Arminia Bielefeld könnte Werder Bremen wieder auf den zweiten Platz zurückkehren. Am Tabellenende wird die Lage für den MSV Duisburg und den 1. FC Nürnberg immer kritischer.

Drei Tage nach dem Einzug ins Pokal-Finale gelang dem FC Bayern gegen Lieblingsgegner Bayer Leverkusen ein weiterer Schritt zum 21. Meistertitel. Mit seinen Saisontoren Nummer 15 und 16 besiegelte Weltmeister Luca Toni den verdienten Erfolg der Münchner, die seit fast elf Monaten in der Allianz Arena in Bundesliga-Spielen unbesiegt sind.

Toni war hochgradig effektiv

Toptorjäger Toni war ein Muster an Effektivität: Zunächst staubte er nach einem feinen Zuspiel von Miroslav Klose ab, dann köpfte er nach einer Flanke von Philipp Lahm unbedrängt ein. Es waren seine ersten beiden Torchancen im Spiel. Der 15. Saisonsieg für die überlegenen Münchner war völlig verdient, Leverkusen war über weite Strecken harmlos, sorgte in der 83. Minute durch den Anschlusstreffer von Dimitri Bulykin aber noch einmal für Spannung.

Dem Hamburger SV glückte die erhoffte Revanche für den vor Wochen in Wolfsburg erlittenen Pokal-K.o. nur halb. Durch das 1:1 in der Volkswagen-Arena blieb der HSV immerhin zum zehnten Mal in Serie ungeschlagen und auf Champions League-Kurs. Auf die Bayern haben die Hamburger jetzt sieben Punkte Rückstand - zu viel, um noch ernsthaft in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen zu können. Ausgerechnet der Ex-Hamburger Danijel Ljuboja (52.) glich für den VfL die Führung der Gäste durch das Kopfball-Tor von Bastian Reinhardt (14.) aus.

Vier Platzverweise in zehn Minuten

Die Höhepunkte des Spiels aber waren die vier Feldverweise in zehn Minuten. Je eine Gelb-Rote Karte sahen der Wolfsburger Abwehrspieler Alexander Madlung (80.) und der erst sechs Minuten zuvor eingewechselte Hamburger Vincent Kompany (87.), wegen Unsportlichkeit zeigte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) den Streithähnen Grafite (Wolfsburg) und Joris Mathijsen (Hamburg/beide 90.) die Rote Karte.

Der VfB Stuttgart setzte seine Jagd nach einem internationalen Startplatz mit dem 4:1 gegen Hansa Rostock fort. Den deutschen Meister genügten zehn starke Minuten und Tore von Pavel Pardo (52./Handelfmeter) und Cacau (54.), um auch das sechste Spiel in Folge unbesiegt zu bleiben. Mit einem Eigentor brachte Mario Gomez (56.) die Rostocker noch einmal heran, doch dann traf der Nationalstürmer (87.) auch ins richtige Tor. Gomez' 15. Saisontreffer ließ Yildiray Bastürk (90.+3) sogar noch das 4:1 folgen.

Dortmund fiel in den alten Trott zurück

Nach dem Halbfinal-Sieg im DFB-Pokal gegen Jena fiel Borussia Dortmund in der Liga wieder in den alten Trott zurück. Beim 1:1 gegen den Karlsruher SC blieben die Westfalen zum vierten Mal nacheinander sieglos. Die BVB-Führung erzielte Mladen Petric mit einem direkt verwandelten Freistoß (24.). Es war das zwölfte Saisontor des kroatischen Nationalspielers. Sebastian Freis (63.) glich für den Aufsteiger aus Baden aus, der seine kurze Durststrecke überwunden zu haben scheint. Ein Tor der Dortmunder in der Nachspielzeit wurde wegen Abseits zu Recht nicht anerkannt.

Der 1. FC Nürnberg tritt im Abstiegskampf weiter auf der Stelle und wartet nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum noch immer auf den ersten Ligasieg seit dem 9. Dezember. Zvjezdan Misimovic gelang zwar schon in der 9. Minute der Ausgleich, nachdem Stanislav Sestak (5.) den VfL mit seinem zehnten Saisontreffer in Führung gebracht hatte, doch zu mehr reichte es für den "Club" nicht.

Duisburg auf dem Weg in die zweite Liga

Die Hoffnungen des MSV Duisburg auf den Verbleib im Fußball-Oberhaus erhielten durch das 1:1 gegen Hannover 96 einen weiteren Dämpfer. Obwohl Nationalspieler Mike Hanke bereits in der 5. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah, gingen die Niedersachsen durch Jiri Stajner (42.) in Führung. Michael Lamey (77.) verhinderte mit seinem Ausgleichstor die neunte Heimniederlage für die "Zebras".

DPA/SID/tis / DPA

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