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Afrika Cup: Ägypten holt den Titel-Hattrick

Riesenjubel in Ägypten: Durch einen 1:0-Sieg gegen Deutschlands WM-Gegner Ghana gewannen die Nordafrikaner zum dritten Mal in Folge den Afrika Cup. Bis kurz vor Schluss passierte im Finale allerdings nicht viel - dann wechselte Ägypten seinen Top-Torjäger ein.

Titelverteidiger Ägypten hat zum dritten Mal nacheinander den Afrika-Cup gewonnen. Die nicht für die Fußball-WM in Südafrika qualifizierten Nordafrikaner setzten sich am Sonntag im Endspiel gegen Deutschlands Gruppengegner Ghana mit 1:0 (0:0) durch und machten mit ihrem insgesamt siebten Titel als erstes Team den Hattrick bei dem Kontinental-Wettbewerb perfekt. Der eingewechselte Mohamed Gedo erzielte in Luanda fünf Minuten vor dem Ende den Siegtreffer für die "Pharaonen" (85.). Tags zuvor hatte Nigeria das Duell der WM-Teilnehmer gegen Algerien mit 1:0 gewonnen und die 27. Auflage des Afrika-Cups auf Platz drei beendet. Bei der WM trifft Deutschland am 23. Juni in Johannesburg auf Ghana.

"Jetzt feiert ganz Ägypten", sagte Angreifer Mohamed Zidan. Der Dortmunder Bundesliga-Profi hatte die Vorlage zum einzigen Treffer in einer spannenden, aber nicht hochklassigen Partie geliefert. "Wir kämpfen immer bis zum Schluss, glauben an uns haben großes Selbstvertrauen. Wir sind glücklich und stolz", sagte Zidan.

"Wir haben das gemacht, was wir wollten. Nach der verpassten WM- Qualifikation wollten wir hier unbedingt gewinnen, um es allen zu zeigen", sagte Verteidiger Wael Gomaa. Mittelfeldspieler Gedo krönte sich mit fünf Treffern zum besten Torschützen des Turniers. Der 37 Jahre alte Esam El Hadary wurde zum besten Torwart gewählt.

Am Tag vor dem Finale hatte die Afrikanische Fußball-Föderation (CAF) die Nationalmannschaft Togos von den nächsten beiden Turnieren ausgeschlossen. Damit reagierte die CAF auf die "Einmischung" der Regierung Togos, die nach einem Anschlag auf den Mannschaftsbus ihres Teams mit zwei Toten zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel des laufenden Turniers den Rückzug angeordnet hatte. Die CAF-Entscheidung löste bei den Betroffenen Empörung und völliges Unverständnis aus.

Während Auswahl-Coach Hubert Velud einen Einspruch gegen das Urteil ankündigte, forderte Star-Spieler Emmanuel Adebayor den Rücktritt von CAF-Chef Issa Hayatou. "Herr Hayatou hat viel für Afrika getan, aber nun muss er weg. Diese Entscheidung ist ungeheuerlich", sagte er der französischen Sportzeitung "L'Équipe".

"Das können wir nicht akzeptieren, wir müssen reagieren", forderte mit Nachdruck Velud nach dem Beschluss, in dessen Folge seine Auswahl erst in sechs Jahren wieder am Afrika-Cup teilnehmen dürfte. Sportminister Christophe Tchao kündigte auf der Webseite der Regierung in Lomé an, alle gesetzlichen Möglichkeiten für einen Einspruch gegen das harte CAF-Urteil prüfen zu wollen.

DPA

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