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Attacke auf Dani Alves: Spanische Polizei nimmt Bananen-Werfer fest

Er erhielt vom FC Villarreal ein lebenslanges Stadion-Verbot, weil er nach Barça-Spieler Dani Alves mit einer Banane warf. Doch den 26-jährigen "Fan" erwartet nun eine weitaus höhere Strafe.

Harte Konsequenzen für den Urheber der Bananen-Attacke gegen Barça-Star Dani Alves: Wie mehrere spanische Zeitungen berichten, hat die Polizei den jungen Bananen-Werfer am Dienstagabend in der spanischen Stadt Villarreal festgenommen.

Den 26-Jährigen erwartet offenbar eine weitaus härtere Strafe als zuletzt angenommen: Der spanische Fußball-Erstligist FC Villarreal hatte erst am Dienstag angekündigt, dem Mann die Vereinsmitgliedschaft zu entziehen und gegen ihn ein Stadionverbot auf Lebenszeit zu verhängen. Er war mithilfe der Fans und der Polizei identifiziert worden. Doch dabei bleibt es offenbar nicht - der Mann muss sich nach Angaben der spanischen Medien wegen einer Straftat verantworten.

Viel Anerkennung für Alves

Der Zwischenfall beim Punktspiel zwischen Villarreal und dem FC Barcelona (2:3) hatte weltweite Proteste gegen Rassismus ausgelöst. Dani Alves äußerte am Dienstag die Hoffnung, dass die Proteste dazu beigetragen hätten, den Rassismus im Sport zu bekämpfen. "Ich freue mich darüber, dass ich in gewisser Hinsicht einen Beitrag leisten konnte, die Welt zu verbessern", sagte der Barça-Profi.

Alves hatte viel Anerkennung erhalten, weil er die nach ihm geworfene Banane aufgehoben, geschält und ein Stück abgebissen hatte, bevor er einen Eckball trat. Die Reaktion des Brasilianers war umso bemerkenswerter, als er im Januar vergangenen Jahres den Kampf gegen rassistische Provokation bereits als "verlorenen Krieg" bezeichnet hatte. Damals war er von Fans des Erzrivalen Real Madrid mit Affenlauten beleidigt worden.

Geplante Aktion von Alves und Neymar?

Unterdessen wurde auch die Vermutung geäußert, dass die Bananen-Aktion nicht spontan war, sondern geplant. Das Portal sport1.de berichtet, dass Alves und sein Teamkollege Neymar schon seit geraumer Zeit vorhatten, ein Zeichen gegen den Rassismus in Spanien zu setzen. Mit einer PR-Agentur habe man geplant, dass die nächste geworfene Banane von den Spielern aufgegessen werde.

Auch der Hashtag weareallmonkeys, unter dem zahlreiche Unterstützer in sozialen Medien seit Tagen Fotos mit geschälten Bananen posten, soll von der Agentur kreiert worden sein.

kis/DPA / DPA

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