Audi-Einstieg Neuer Geldsegen für die Bayern


Da bahnt sich ein Geldsegen für die Bayern an: Nach Informationen der "Bild" soll Audi knapp 100 Millionen Euro zahlen, um zehn Prozent Anteil an Robben, Ribéry und Co zu erwerben. Damit würde nach Adidas der zweite 10-Prozent-Investor einsteigen.

Knapp acht Jahre nach dem Einstieg von Adidas beim FC Bayern München wird über einen möglichen weiteren Millionen- Deal des deutschen Fußball-Rekordmeisters mit einem strategischen Partner spekuliert. Nach Medienberichten soll der Automobilkonzern Audi daran interessiert sein, ebenso wie der langjährige Ausrüster einen Anteil von zehn Prozent an der FC Bayern AG zu erwerben. Der Verein wollte sich am Samstag zu entsprechenden Medien-Berichten nicht äußern, wie Mediendirektor Markus Hörwick erklärte.

Gerüchte über den Einstieg eines weiteren Partners gibt es seit geraumer Zeit. Das Fachmagazin "Sponsors" hatte nun von dem angeblichen Audi-Interesse berichtet. Das Unternehmen aus Ingolstadt ist seit Sommer 2002 Bayern-Sponsor, rüstet unter anderem die Stars wie Franck Ribéry mit Autos aus. Laut "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe) könnte der Deal 100 Millionen Euro in die Kassen des Bundesliga- Krösus spülen und soll angeblich bei der Jahreshauptversammlung des Rekordmeisters im November offiziell verkündet werden.

Im Zuge des mehr als 300 Millionen teuren Baus der Allianz Arena hatte der FC Bayern seinen Fußball-Bereich vor sieben Jahren in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt und zehn Prozent seiner Anteile für 77 Millionen Euro an Adidas verkauft. "Ein Wahnsinnspreis", hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß anlässlich der Ankündigung des Einstiegs im September 2001 frohlockt. "So ein Stadion kostet Geld. Das braucht eine gewaltige finanzielle Substanz, die wir nicht haben", begründete Vereinspräsident Franz Beckenbauer seinerzeit den Adidas-Einstieg und die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, die im Februar 2002 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen worden war. Maximal 49 Prozent der Anteile kann der Verein veräußern.

Nachdem der Zweitligist TSV 1860 München nur noch Mieter in der Allianz Arena ist, muss der FC Bayern die immensen Stadion-Kosten alleine stemmen. Ein Verkauf weiterer Anteile könnte diese Last vermindern und dem Verein mehr finanziellen Spielraum im sportlichen Bereich verschaffen. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge hatte noch im vergangenen Monat erklärt, dass man "grundsätzlich" keinen weiteren Partner suche. "Wir würden uns mit diesem Thema nur dann auseinandersetzen, wenn so ein Partner perfekt zu dem FC Bayern passen würde wie Adidas. Also kein Scheich aus Dubai, kein Russe aus Moskau", erläuterte Rummenigge im August.

Audi-Sprecherin Iris Altig sprach von Spekulationen und verwies auf die bereits bestehende "enge Partnerschaft" des Ingolstädter Unternehmens mit dem FC Bayern München. Es gebe aber "auch immer wieder Überlegungen, wie diese neu belebt werden kann". Dem Aufsichtsrat des FC Bayern gehört auch der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Martin Winterkorn, an. Audi gehört zum VW-Konzern.


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