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DFB-Pokal: Fan-Randale bei Pokalspiel in Magdeburg - "Szenen, die wir nicht sehen wollen"

Das DFB-Pokalspiel zwischen Magdeburg und Eintracht Frankfurt stand kurz vor dem Abbruch. Fans drängten nach Ausschreitungen aufs Spielfeld. 

Nach der Pause unterbrach Schiedsrichter Markus Schmidt die DFB-Pokal-Partie in Magdeburg wegen Fan-Ausschreitungen.

Nach der Pause unterbrach Schiedsrichter Markus Schmidt die DFB-Pokal-Partie in Magdeburg wegen Fan-Ausschreitungen.

Die gute Nachricht zuerst: Das DFB-Pokalspiel Magdeburg - Frankfurt ist mittlerweile zuende gegangen, es musste nicht abgebrochen und wiederholt werden. Eintracht Frankfurt gewann gmit 4:3 im Elfmeterschießen.

In der 48. Minute sah es allerdings kurzzeitig so aus, als könne der Nachmittag auch ohne sportliches Ergebnis zuende gehen. Denn Frankfurt-Fans zündeten kurz nach der Pause Rauchbomben und Pyro-Fackeln, "kicker" und "Bild.de" berichten, einige seien in die Zuschauerränge geschossen worden. Die Magdeburg-Fans wiederum reagierten auf die Frankfurter Provokation und wollten den Rasen stürmen. Die Polizei marschierte vor dem Block auf und konnte das verhindern. Schiesdsrichter Markus Schmidt unterbrach das Spiel, schickte die Spieler in die Kabine. Nach knapp zehn Minuten konnte Schmidt allerdings wieder anpfeifen, nach dem drohenden Spielabbruch rissen sich auch die Fans zusammen.

"Das sind Szenen, die wir nicht sehen wollen"

Die Vereinsvertreter der Pokalgegner Eintracht Frankfurt und 1. FC Magdeburg haben die Ausschreitungen am Sonntag in Magdeburg verurteilt. "Das sind Szenen, die wir nicht sehen wollen. Die Polizei hat gut reagiert und deeskalierend gewirkt", sagte Fredi Bobic, der neue Vorstand Sport beim Fußball-Bundesligisten aus der Main-Metropole.

Auch Magdeburgs Trainer Jens Härtel sprach von "unwürdigen Bildern". Näher wollte er aber nicht auf die Zwischenfälle im Stadion eingehen. "Sonst bekommen diese Chaoten noch mehr Schlagzeilen", erklärte er.

DFB-Pokal: Überraschung in Lotte

Derweil muss Werder Bremen erneut eine bitte Erstrunden-Pleite im DFB-Pokal hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik unterlag am Sonntag verdient beim Drittliga-Aufsteiger Sportfreunde Lotte mit 1:2 (1:1) und hat bis zum Bundesliga-Auftakt am kommenden Freitag beim FC Bayern München noch viel Arbeit vor sich.

Matthias Rahn (8. Minute) und Andre Dej (54.) besiegelten vor der Lotter Rekordkulisse von 10 059 Zuschauern im ausverkauften Frimo-Stadion das frühe Aus der Norddeutschen. Zlatko Junuzovic (45.) hatte zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt.

Während Bremen seit 2011 bereits zum vierten Mal zum Pokalauftakt scheiterte, zog Lotte zum ersten Mal in der Clubgeschichte in die zweite Runde ein. In der Schlussphase (82.) sah der Bremer Fin Bartels nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. 

Alle weiteren Ergebnisse der ersten Runde im DFB-Pokal gibt es hier.

feh / DPA

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