Bayern-Gegner in der Champions League Juventus Turin triumphiert gegen Inter


Juventus Turin hat viel Selbstvertrauen für das entscheidende Duell gegen die Bayern in der Champions League getankt. Gegen Tabellenführer Inter Mailand gewann Juve verdient.

Jetzt wird es für die Bayern richtig schwer! Vor dem "Endspiel" um den Einzug ins Achtelfinale der Champions-League am Dienstag in Turin hat Juventus ein triumphales Comeback gefeiert. Der Rekordmeister besiegte im Top-Spiel der italienischen Serie A am Samstagabend Spitzenreiter Inter Mailand verdient mit 2:1 (1:1). "Jetzt kommen die Bayern dran!", kündigte Juve-Trainer Ciro Ferrara in der Hochstimmung des Erfolges den nächsten Coup an.

Nach zuvor zwei bitteren Niederlagen hat sich Juve mit dem Sieg im Top-Match aus der Krise geschossen und Italiens Liga kurz vor Weihnachten neue Spannung beschert. "Die Meisterschaft ist wieder offen", titelte der "Corriere dello Sport". Als Tabellendritter hat Juventus (30) nach 15 Spieltagen nur noch fünf Zähler Rückstand auf Titelverteidiger Inter (35). Der AC Mailand (31) rückte dank der Turiner Schützenhilfe und des grandiosen 3:0-Heimsiegs über Sampdoria Genua (24) sogar bis auf vier Punkte an seinen Lokalrivalen heran.

Trainer Ferrara: Hochverdienter Sieg


"Das war ein verdienter Sieg", meinte Trainer Ferrara begeistert. Vor lauter Freude dürfe seine Mannschaft aber nicht die Konzentration auf das "Finale" gegen die Bayern verlieren. "Unsere Gedanken sind jetzt schon beim Champions-League-Spiel", betonte Ferrara nach dem Abpfiff. Da saß Inter-Trainer José Mourinho noch verbarrikadiert in der Umkleidekabine. Der Portugiese erwies sich einmal mehr als schlechter Verlierer: Er flüchtete später kommentarlos aus dem Stadion, nachdem er in der 21. Minute schon wegen seiner heftigen Proteste auf die Tribüne verbannt worden war.

"Mou" wollte sich mit der bitteren Pleite gegen den Erzrivalen ebenso wenig abfinden wie Torwart Julio Cesar. Der Keeper beklagte sich über so "manchen nicht gegebenen Elfmeter". "Maskenmann" Giorgio Chiellini, der wegen eines vierfachen Nasenbruchs mit einem Gesichtsschutz spielte, brachte Juve in Führung (21. Minute). Inter-Stürmer Eto’o glich nur sechs Minuten später aus. Das umjubelte Siegtor erzielte Claudio Marchisio (58.).

Wieder rassistische Sprechchöre gegen Inters Balotelli


"Ein Meisterwerk!", gratulierte der "Corriere dello Sport". "Tuttosport" sah Turin danach "in Ekstase versinken". Die Turiner Freude wurde lediglich überschattet von rassistischen Fan-Sprechchören gegen den farbigen Inter-Stürmer Mario Balotelli und einer handfesten Rangelei auf dem Platz, nachdem Turins Felipe Melos (87.) vom Platz gestellt worden war. "Unser Wille hat heute gegen Inter den Ausschlag gegeben", meinte Matchwinner Marchisio und ergänzte: "So müssen wir jetzt weiter machen!" Turin ist bereit, der FC Bayern kann kommen.

Bernhard Krieger/DPA DPA

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