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Bayern München: Van Bommel keilt gegen Timoschtschuk

Mark van Bommel kämpft um seine Zukunft bei Bayern München: Eine mögliche Verpflichtung von Anatolij Timoschtschuk hält der Niederländer für "überflüssig" und richtet eine Kampansage an den Ukrainer. Auch die Personalie Lukas Podolski köchelt weiter.

Während Lukas Podolski längst mit Bayern München abgeschlossen hat und auf eine schnelles Ende des leidigen Themas drängt, kämpft Mark van Bommel vehement um seine Zukunft beim deutschen Fußball-Meister. Noch ist Wunschkandidat Anatolij Timoschtschuk noch gar nicht in München, da richtet van Bommel schon einmal eine deutliche Kampfansage an den Ukrainer, der spätestens im Sommer zu den Bayern wechseln soll.

"Er kann gerne kommen, dann sitzt er schön auf der Bank. Dafür werde ich sorgen", sagte der niederländische Nationalspieler im Trainingslager der Münchner in Dubai, wo die Bayern-Stars am Dienstag einen freien Nachmittag beim Hochseeangeln oder Squad-Fahren in der Wüste genossen. Deshalb sei der Transfer auch "überflüssig", richtete van Bommel klare Worte an die Verantwortlichen des FC Bayern.

Bleibt van Bommel?

Ob es allerdings überhaupt zu einem Zweikampf zwischen van Bommel und Timoschtschuk beim Rekordmeister kommen wird, ist momentan fraglich. Zum einen ist der Wechsel des Profis von Zenit St. Petersburg trotz aller Zuversicht von Manager Uli Hoeneß noch nicht in trockenen Tüchern. Zum anderen ist offen, ob van Bommel dem FC Bayern überhaupt erhalten bleibt.

Der Niederländer, dessen Kontrakt am Saisonende ausläuft, macht kein Hehl daraus, dass er mit dem angebotenen Einjahresvertrag gar nicht zufrieden ist. "Ich bin 31, fühle mich topfit und spüre, dass ich bei den großen Spielen locker mitspielen kann", sagte er: "Ich fühle mich sehr wohl, auch meine Familie. Sonst wäre ich schon weg. Ich würde gerne verlängern, aber nicht unter allen Bedingungen." Van Bommel fehlt vor allem die Planungssicherheit, zumal er noch einige Jahre auf hohem Niveau spielen will.

Bis Ende des Monats will der defensive Mittelfeldspieler, der trotz seiner zwischenzeitlichen Rolle als Ersatzspieler positiv auf die vergangenen Monate zurückblickt, eine Entscheidung treffen. Erst wenn sich mit den Bayern kein Konsens ergeben sollte, will er sich über möglich Alternativen Gedanken machen: "Bayern ist der erste Ansprechpartner."

Podolski ist zermürbt

Bei van Bommels Teamkollegen Lukas Podolski stellt sich die Situation komplett anders dar. Der Angreifer, zermürbt von seinem Dasein als Reservist, will lieber heute als morgen den Verein verlassen. "So oder so - ich möchte eine Entscheidung. Definitiv bis Ende des Monats", sagte der 23 Jahre alte Stürmer der Bild-Zeitung.

Noch ist weiterhin offen, wohin Podolski wechseln wird. Als Favorit gilt weiterhin Poldis Wunschverein, der 1. FC Köln. In den vergangenen Tagen war aber auch über ein Tauschgeschäft Podolski/Ivica Olic zwischen dem FC Bayern und dem Hamburger SV spekuliert worden.

Bei Bayern hat Podolski trotz eines Vertrags bis 2010 längst ganz schlechte Karten. Auch beim Trainingslager in Dubai fehlt der Angreifer wegen eines grippalen Infekts. Nach einer Untersuchung in München muss Podolski noch mindestens bis Mittwoch mit dem Training aussetzen. Ob er dann überhaupt noch ins Emirat am Persischen Golf nachkommen wird, ist fraglich.

Thomas Niklaus/SID / SID

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