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Bundesliga im stern-Check Berechtigter Aufschrei bei Hertha BSC Berlin: Schiedsrichter bevorteilte RB Leipzig klar

Ungerechte Entscheidung: Schiedsrichter Tobias Stieler zeigt Hertha-Profi Deyovaisio Zeefuik
Ungerechte Entscheidung: Schiedsrichter Tobias Stieler zeigt Hertha-Profi Deyovaisio Zeefuik
© Jan Woitas / DPA
Hertha BSC hat das Spiel gegen RB Leipzig verloren – auch wegen einer falschen Schiedsrichter-Entscheidung. Es war ein weiterer Dämpfer für die Berliner auf dem Weg zum "Big-City-Klub". Im Revierderby war die Sache hingegen sportlich eindeutig.

So liefen die Spiele in der Fußball-Bundesliga

Alle Ergebnisse des 5. Spieltages und die Tabelle finden Sie hier im stern-Ticker.

Aufreger des Spieltages

"Dieses intensive Spiel hätte auch einen guten Schiedsrichter verdient gehabt, und das war heute einfach nicht der Fall", wetterte Hertha-Manager Michael Preetz nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig. Preetz legte noch einen drauf: "Mein Eindruck war darüber hinaus, dass er sich auch ein Stück weit über das Spiel gestellt hat. Im Fußball ist es eigentlich so, dass der Sport und die Leistung der beiden Mannschaften im Vordergrund stehen sollten... Den Eindruck hatte ich nicht." Meist ist es ziemlich billig, wenn Fußballer und Funktionäre nach einer Niederlage dem Schiedsrichter die Schuld geben – in diesem Fall nicht. Preetz regte sich vollkommen zurecht auf. Mit einer völlig überzogenen gelb-roten Karte für Außenverteidiger Deyovaisio Zeefuik kurz nach der Halbzeitpause beeinflusste Stieler das Spiel maßgeblich. Dass Zeefuik nur fünf Minuten spielte (er war erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden) sei nur nebenbei erwähnt. Dass Stieler die Hertha möglichweise auf dem Kieker hat, kann man auch an einer Entscheidung in den Schlussminuten ablesen. Jessic Ngankam grätsche Angelino von den Beinen, Stieler zückte sofort die rote Karte, woraufhin sich der Video-Referee meldete. Stieler schaute sich die Szene nochmals an und revidierte seine Entscheidung in Gelb. Immerhin. Hertha bringt das nun nichts mehr. Auf ihrem viel belächelten Weg zum "Big-City-Klub" (der Begriff stammt von Investor Lars Windhorst) ist der Verein erst einmal ins Straucheln geraten. Vier Niederlagen in fünf Spielen. Schau'n wir mal, wie sich das entwickelt.

Gewinner des Spieltages

Der BVB hat das Derby gegen Schalke überlegen 3:0 gewonnen. Damit gehört er automatisch zu den Gewinnern des Tages. Schalke hielt tapfer eine Halbzeit dagegen, aber dann war Schluss mit lustig. In der zweiten Halbzeit war der BVB eine Klasse besser. Nach der Pleite gegen Lazio Rom unter Woche in der Champions League ist Dortmund wieder obenauf und bildet mit den Bayern und Leipzig das Spitzentrio der Liga.

Verlierer des Spieltages

Die Schalker Misere dauert nun schon das ganze Jahr über an. 21 sieglose Spiele in Serie sind eine erbärmliche Quote, die Mannschaft liegt danieder. Wenn man etwas zur Verteidigung der Königsblauen sagen will, kann man darauf verweisen, dass sie bereits gegen das Spitzentrio gespielt hat, und da hätte vermutlich auch jede andere Mannschaft kaum Punkte geholt. Aber wer sich die Bude so dermaßen vollhauen lässt (8:0, 4:0 und 3:0) hat keine Argumente. Ob der neue Trainer Manuel Baum den Umschwung schafft? In seinen Worten sind "alle Themen mit Ball" für die Schalker Profis ein Problem. Das hört sich irgendwie nicht sehr hoffnungsvoll an.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Es gibt nix von den Bayern hier im Buli-Check, auch nicht von irgendwelchen irren Torrekorden, die ein gewisser Robert Lewandowski ständig neu aufstellt. Heute reden wir über einen famosen Hacken-Schlenzer von Julian Brandt auf Jadon Sancho, der zum 1:0 im Revierderby gegen Schalke führte. Sanchos Schuss wehrte Schalke-Keeper Frederik Rönnow noch ab, dem Nachschuss von Manuel Akanji musste er sich geschlagen geben. Der Treffer war also wegen seiner Entstehung besonders schön. Der Trick von Brandt sah mehr nach Strand- und Spaßfußball aus und nicht nach hitzigem Derby. Aber mit Schalke kann man so was im Moment machen.

Das Bild des Spieltages

Immerhin 4500 Fans ließen die Behörden in das Stadion an der Alten Försterei von Union Berlin
Immerhin 4500 Fans ließen die Behörden in das Stadion an der Alten Försterei von Union Berlin, obwohl die Corona- Infektionszahlen hoch sind in der Hauptstadt. Zum Revierderby im Dortmunder Signal-Iduna-Park waren 300 Zuschauer zugelassen, in die Münchner Allianz Arena durften gar keine. Das ist leider Realität in Deutschland, aber irgendwann wird sich das wieder ändern. Dauert leider noch ein bisschen. Durchhalten.
© Andreas Gora / Getty Images

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