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BUNDESLIGA: Bayers goldener Herbst

Bayer 04 Leverkusen hat von einem erneuten Patzer der Bayern profitiert und steht vor dem Gewinn der Herbstmeisterschaft. Die Bayer-Elf bezwang Nürnberg mit 4:2.

Bayer 04 Leverkusen hat von einem erneuten Patzer des FC Bayern München profitiert und steht vor dem Gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Klaus Toppmöller bezwang in einem packenden Spiel Aufsteiger 1. FC Nürnberg mit 4:2 und führt die Tabelle der Fußball-Bundesliga nach dem 16. Spieltag mit 39 Punkten an. Zweiter mit zwei Zählern Rückstand bleibt Borussia Dortmund durch einen 1:0-Heimerfolg gegen den Hamburger SV. Dagegen kamen die Bayern nicht über ein 3:3 gegen den VfL Wolfsburg hinaus und wurden vom siegreichen 1. FC Kaiserslautern (2:0 in Cottbus/34) vom dritten Platz verdrängt.

Starke Bayer-Elf

Ausgerechnet der für den Ex-Leverkusener Paulo Rink zum ersten Mal in der Anfangsformation stehende Barreto Cacau brachte Bayer an den Rand der ersten Heim-Niederlage. Zwei Mal sorgte der Amateurspieler aus der Bayern-Liga für die Führung der Nürnberger. Herausgefordert von starken Franken egalisierten die Gastgeber aber ohne den rot-gesperrten Nationallibero Jens Nowotny jeweils fast postwendend durch Zé Roberto und Zoltan Sebescen. Michael Ballack mit seinem neunten Saisontreffer und Auswahlkollege Oliver Neuville sicherten dem Champions-League-Teilnehmer den siebten Heimsieg.

Bayern können starken Auftakt nicht retten

Trotz eines Auftakts nach Maß blieb der FC Bayern München zum vierten Mal in Folge ohne Sieg. Claudio Pizzaro markierte das 1:0 nach präziser Flanke von Mehmet Scholl, der sein erstes Spiel nach mehrmonatiger Verletzungspause von Beginn an machte. Giovane Elber erhöhte nur sieben Minuten später zum 2:0. Kurz vor der Pause brachte Tomislav Maric die bis dahin zahmen »Wölfe« aber wieder zurück ins Spiel, ehe Dietmar Kühbauer zum 2:2 ausglich. Nach Pizzaros Ausgleich schlug abermals Maric in einem spannenden Match zu.

Standesgemäße Siege

Keine Blöße gaben sich Borussia Dortmund, der 1. FC Kaiserslautern und der SV Werder Bremen. Die zweitplatzierten Westfalen bezwangen den Hamburger SV mit 1:0 (1:0) und feierten durch ein Abstaubertor von Lars Ricken bereits den sechsten Sieg in Serie. Die Hanseaten verpassten es dagegen durch die fünfte Auswärtsniederlage, sich im Mittelfeld der Liga zu etablieren.

Unterdessen fertigten die Pfälzer den FC Energie Cottbus mit 2:0 ab. Olaf Marschall und Lincoln sorgten für das zwölfte sieglose Spiel der stark abstiegsbedrohten Lausitzer. Problemlos setzte sich der SV Werder beim FC St. Pauli am Millerntor mit 3:0 durch. Viktor Skripnik, Ailton und Tim Borowski sicherten der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf den neunten Sieg im zehnten Spiel.

Mönchengladbach ohne Chance

Die Hoffnung auf ein Ende der Erfolglosigkeit musste Borussia Mönchengladbach bei der 0:2-Heimniederlage gegen Hansa Rostock schnell beenden. René Rydlewicz erzielte das 1:0 für die Hanseaten, bei denen Interimstrainer Juri Schlünz einen gelungenen Einstand feierte. Vier Minuten später sah Stefan Korell außerdem die Rote Karte wegen einer Notbremse. Magnus Arvidsson besiegelte die siebte Gladbacher Niederlage im achten Spiel auf dem Bökelberg (Vereinsrekord).

Erste Stuttgarter Heimniederlage

Die erste Heimniederlage musste der VfB Stuttgart hinnehmen. Die Schwaben unterlagen dem TSV 1860 München mit 0:1. Schütze des goldenen Tores für die Münchner, die den dritten Sieg auf fremdem Feld in Folge feierten, war Didier Dheedene.

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