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BUNDESLIGA: Dortmund: Führung auf Zeit

Das Team um Dortmunds Coach Matthias Sammer hat die Chance genutzt, und zumindest für einen Tag die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen.

Das Team um Dortmunds Coach Matthias Sammer hat die Chance genutzt, und zumindest für einen Tag die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Einen Tag vor dem Top-Spiel der 20. Runde zwischen Titelverteidiger FC Bayern München und dem bisherigen Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen kam der BVB am Samstag zwar über ein glückliches 1:1 (1:1) beim VfL Wolfsburg nicht hinaus. Dennoch liegen die Dortmunder mit 43 Punkten zunächst einmal vor Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern, der sich beim Abstiegskandidaten 1. FC Köln mit 1:0 (0:0) durchsetzte. Dagegen fiel der SV Werder Bremen durch das unerwartete 1:2 (1:0) gegen den VfB Stuttgart zurück.

Defensive Dortmunder

Borussia Dortmund ging schon in der 3. Minute durch Jörg Heinrich in Führung, dessen Flanke von Mitspieler Jan Koller knapp verpasst wurde und schließlich im Netz landete. Anschließend zog sich der BVB unverständlicher Weise zurück, der VfL übernahm das Kommando und Tomislav Maric schaffte mit seinem 10. Saisontor den Ausgleich. Allerdings war der von Schiedsrichter Markus Merk verhängte Strafstoß umstritten. Bis zum Spielende drückten die VW-Städter mächtig auf das Tempo und vergaben eine Reihe bester Torchancen. Für die nicht überzeugenden Westfalen bedeutete der Schlusspfiff die Erlösung.

»Rote Teufel« im Glück

Der 1. FC Kaiserslautern benötigte eine lange Anlaufzeit, um in Köln die wichtige Führung zu erzielen. Mit seinem achten Saisontor war es in der 56. Minute wieder einmal Jung-Nationalspieler Miroslaw Klose vorbehalten, das 1:0 für den FCK zu markieren. Anschließend drängte der 1. FC Köln auf den Ausgleich, doch die »Roten Teufel« brachten die knappe Führung mit Glück und Geschick über die Zeit.

Bremen stolpert

Mit seinem 100. Bundesliga-Treffer brachte Marco Bode den SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart in Führung. In der Folge hatten die Hanseaten weitere gute Einschussmöglichkeiten, die allerdings alle nicht genutzt wurden. Stattdessen besorgte erst Viorel Ganea den Ausgleich für die wackeren Schwaben, ehe Christian Tiffert sogar noch für den unerwarteten Gäste-Sieg sorgte.

Schalke brilliert

Weiter auf dem Vormarsch ist der FC Schalke 04. Eine Woche nach dem 5:1-Torfestival gegen Bayern München kamen die Knappen zu einem 2:0 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach, die sich allmählich auf den Abstiegskampf einstellen muss. Die Tore des Tages für die Schalker schossen der Belgier Marc Wilmots in der 1. und Gerald Asamoah in der letzten Minute.

Hertha ohne Fortune

Hertha BSC, am Mittwoch im Pokal überraschend am 1. FC Köln gescheitert, musste auch beim 1:1 (0:1) gegen den SC Freiburg einem Rückstand hinterher laufen. Alexander Iaschwili traf für den SCF, der erst nach der Pause den Ausgleich hinnehmen musste. Den brachte ausgerechnet der umstrittene Brasilianer Alex Alves an, dessen Schuss vom Freiburger Benjamin Kruse noch abgefälscht wurde.

HSV macht sich Luft

Auch in der unteren Tabellenhälfte machte der Hamburger SV durch das 2:1 (0:0) gegen den TSV 1860 München erheblich an Boden gut. Zwar schoss Sergej Barbarez zunächst einen Foulelfmeter nur an die Latte, zwölf Minuten später legte der Bosnier den Ball jedoch maßgerecht für Roy Präger auf, der zum Führungstreffer nur noch abzustauben brauchte. Neun Minuten vor dem Abpfiff machte dann Millionen-Einkauf Bernardo Romeo mit seinem Premieren-Treffer den eminent wichtigen HSV-Heimsieg perfekt. Daran änderte auch das späte Ehrentor durch Markus Weissenberger für die Gäste nichts mehr.

Auch der 1. FC Nürnberg sammelte wertvolle Punkte beim 2:0 (0:0) gegen den FC Energie Cottbus. Paulo Rink mit seinem ersten Pflichtspiel-Treffer für den 1. FCN und Jacek Krzynowek waren mit ihren Treffern hauptverantwortlich dafür, dass der »Club« den Anschluss an die Nicht-Abstiegszone fand.

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