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Bundesliga: Siegloser Sonntag

Eine Niederlage vermied der VfL Wolfsburg, der einen 0:2-Rückstand beim VfL Bochum noch zum 2:2 ausgleichen konnte. Die Bochumer verpassten damit ihren ersten Saisonsieg. Das galt auch für Aufsteiger 1. FC Köln, der sich im zweiten Sonntagsspiel mit 1:1 von Eintracht Frankfurt trennte.

Dank einer Aufholjagd beim VfL Bochum hat der VfL Wolfsburg Anschluss an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga gehalten. Zum Abschluss den zweiten Spieltags lagen die Niedersachsen am Sonntagabend durch Treffer von Stanislav Sestak (12. Minute) und Christoph Dabrowski (50.) schon 0:2 zurück, ehe Ricardo Costa (51.) und Mahir Saglik (69.) noch ein 2:2-Unentschieden retteten. Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt 1:1. Der letztjährige Zweitliga-Torschützenkönig Milivoje Novakovic hatte die Führung für die Kölner Hausherren erzielt (33.), den Ausgleich markierte der Tscheche Martin Fenin (81.).

VfL Bochum gegen VfL Wolfsburg

Joker Mahir Saglik hat den VfL Wolfsburg auf Kurs gehalten. Der Neuzugang vom Drittligisten Wuppertaler SV erzielte am Sonntagabend beim 2:2 (0:1) in Bochum den Ausgleich für den UEFA-Cup-Teilnehmer und bewahrte das Magath-Team damit vor der ersten Saisonniederlage. Stanislav Sestak (12.) und Christoph Dabrowski (50.) hatten die Gastgeber vor 20.836 Zuschauern mit 2:0 in Führung gebracht. Ricardo Costa (51.) und Saglik (69.) trafen für die Gäste, die in der vergangenen Saison beide Duelle mit den Bochumern verloren hatten. Die Hausherren verpassten den ersten Heimsieg seit fast einem halben Jahr und sind nun Saison übergreifend vor eigenem Publikum bereits seit sieben Spielen ohne Dreier.

Angetrieben vom starken Paul Freier erwischten die Gastgeber den besseren Start. Nachdem Freier in der siebten Minute noch an VfL-Keeper Diego Benaglio gescheitert war, sorgte Sestak nach feinem Zuspiel von Daniel Imhof für die frühe Führung. "Wir haben nach dem 1:2 die Köpfe hängen gelassen. Das darf nicht passieren", ärgerte sich Freier. Von den so hoch gehandelten Wolfsburgern war dagegen in der ersten halben Stunde nichts zu sehen. Der VfL wirkte schläfrig und unkonzentriert. Wolfsburgs Trainer Felix Magath schickte deshalb bereits früh sämtliche Ersatzspieler zum Warmmachen.

Die Drohung wirkte, denn plötzlich übernahmen die Gäste das Kommando, wurden allerdings nicht gefährlich. Ohne den gesperrten Grafite und Edin Dzeko, der erst nach der Pause kam, fehlte den Wolfsburgern im Angriff die Durchschlagskraft.

Nach dem Seitenwechsel nahm das VfL-Duell deutlich mehr Fahrt auf. Zunächst köpfte Dabrowski nach Flanke von Mimoun Azaouagh aus Abseitsposition das 2:0, im Gegenzug verkürzte Costa für die Gäste aus dem Gewühl heraus auf 1:2. Mit der Einwechslung von Saglik und Dzeko setzte Magath im zweiten Durchgang voll auf Offensive. In der 69. Minute rechtfertigte Saglik das Vertrauen mit dem verdienten Ausgleich. Später hätte der 24-Jährige sogar die Führung erzielen können, vergab aber zwei Mal aus aussichtsreicher Position.

1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

Martin Fenin hat den 1. FC Köln um den ersten Sieg in der neuen Saison der Fußball-Bundesliga gebracht. Der tschechische Stürmer rettete Eintracht Frankfurt am Sonntagabend in der Partie beim Aufsteiger mit seinem Treffer in der 81. Minute zum 1:1-(0:1)- Endstand immerhin einen Punkt nach der Auftaktniederlage gegen Hertha BSC am vergangenen Wochenende. Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften RheinEnergieStadion hatte zuvor der Kölner Torjäger Milivoje Novakovic den Führungstreffer für die Gastgeber (33.) erzielt. Roda Antar vergab zudem einen Strafstoß für den FC (39.).

Christoph Daum, der erstmals seit 18 Jahren wieder als FC- Chefcoach bei einem Heimspiel auf der Bank saß und mit seinem 131. Einsatz neuer Rekordhalter des Clubs ist, musste sein Team nach der 1:2-Niederlage in Wolfsburg umstellen. Für den gesperrten Pierre Wome rückte Marvin Matip ins Team, Brecko übernahm Womes Position auf der linken Verteidigerseite. Zudem wollte Daum mit Winfried Sanou für Thomas Broich das Flügelspiel beleben.

Mit großer Laufbereitschaft und kämpferischem Einsatz übernahmen die Gastgeber auch zunächst die Initiative. Der Portugiese Petit mühte sich im Mittelfeld um Ordnung, doch gegen die vom früheren FC-Trainer Friedhelm Funkel defensiv eingestellten Frankfurter gab es für die Rheinländer zunächst kein Durchkommen. Erst nach 28 Minuten hatte Verteidiger Youssef Mohamad die erste Torgelegenheit, sein Kopfball verfehlte jedoch das Ziel.

Fünf Minuten später entwischte FC-Torjäger Novakovic nach einem Pass von Ümit Özat dann der Eintracht-Abwehr und erzielte den vielumjubelten Führungstreffer für die Kölner, die noch vor der Pause die Chance zum 2:0 vergaben. Nach einem Foul von Patrick Ochs an Novakovic entschied Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) auf Strafstoß. Allerdings vergab Antar die Möglichkeit und traf nur den Pfosten des Frankfurter Tores (39.).

Die Gäste hatten bis dahin wenig zu bieten, lediglich Ioannis Amanatidis sorgte im Eintracht-Angriff für Gefahr, blieb jedoch ohne klare Torchance gegen die von Pedro Geromel gut organisierte FC- Abwehrreihe. Auch Fenin, der diesmal den Vorzug vor Neuzugang Nikos Liberopoulos in der Frankfurter Offensive erhielt, blieb über weite Strecken blass. Erst in der Schlussphase blühte der junge Tscheche auf und erzielte nach Vorarbeit von Amanatidis per Kopf neun Minuten vor dem Ende den Ausgleich für die Hessen. "Das war eine Super- Vorarbeit", lobte Fenin seinen Angriffspartner.

DPA / DPA

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