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Bundesliga im stern-Check: Wer solche Spiele gewinnt, wird TROTZDEM NICHT Meister

Der BVB kommt gegen Berlin zweimal zurück, gewinnt am Ende eine sehr intensive Partie und bleibt an den Bayern dran. Wer solche Spiele gewinnt, wird Meister, heißt es dann gerne. Warum das in dieser Saison trotzdem nicht drin ist.

Die Spieler von Borussia Dortmund feiern mit ihren Fans den Last-Minute-Sieg gegen Berlin

Die Spieler von Borussia Dortmund feiern mit ihren Fans den Last-Minute-Sieg gegen Berlin

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So liefen die Spiele in der Fußball-Bundesliga

Alle Ergebnisse des 26. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Aufreger des Spieltags

Das Aufreger-Spiel schlechthin stieg am Samstagabend: fünf Tore, zwei Platzverweise, mehrfache Führungswechsel. Berlin liegt gegen den BVB gleich zweimal in Front, die Dortmunder gehen dank eines Reus-Tores in der Nachspielzeit dennoch als Sieger vom Platz. Wer solche Spiele gewinnt, wird auch Meister, heißt es dann gern. Das Problem des BVB: Sie werden es trotzdem nicht. Paradoxerweise liegt der Grund dafür in eben solchen Spielen wie am Samstag in Berlin. Dortmund hat bereits zu viele davon in dieser Saison absolviert. Der BVB erkämpft sich jeden Sieg, immer ist es knapp, immer ist es spannend. Rekordmeister Bayern hingegen ist (zumindest national) wieder im Unbesiegbar-Modus angekommen, fliegt durch die Liga. 6:0, 6:0, 5:1. Was aussieht, wie eine drohende Klatsche im Herrentennis, sind die letzten drei Siege des FC Bayern. Der BVB wird bis zum Schluss noch Punkte lassen, dafür sind die Spiele zu eng. Bayern hingegen marschiert durch die Liga, wie in den Hochzeiten der vergangenen Jahre. Selbst wenn Dortmund Anfang April in München punkten oder gar gewinnen sollte. Bayern wird ansonsten kein Spiel mehr verlieren, der BVB schon.

Gewinner des Spieltags

Der FC Augsburg hat sich in drei Spielen vorerst der ganz akuten Abstiegsgefahr entledigt. Nach dem überraschenden Sieg über Borussia Dortmund vor etwas mehr als zwei Wochen, sammelte der FCA fleißig weiter Zähler, sieben aus den letzten drei Spielen. Weil der FC Schalke 04 so gar nichts auf die Kette bekommt im Moment, springen damit der 14. Platz und fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz raus.

Verlierer des Spieltags

Borussia Mönchengladbach legte bereits am Freitagabend (unzureichend) vor und musste dann tatenlos mitansehen, wie Eintracht Frankfurt bedrohlich nachkam. Gladbach gewann von den vergangenen sechs Partien lediglich eine und hat nun nur noch einen Zähler Vorsprung vor den Frankfurtern. Die Qualifikation für die Champions League ist in akuter Gefahr. Vergleicht man die Formkurven der beiden Klubs, geht die Tendenz ganz klar in Richtung der Hessen.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Kaan Ayhan von Fortuna Düsseldorf feiert seinen sehenswerten Treffer zum 1:0 gegen Wolfsburg

Kaan Ayhan von Fortuna Düsseldorf feiert seinen sehenswerten Treffer zum 1:0 gegen Wolfsburg

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Ja, am Ende ging seine Mannschaft mit 2:5 gegen Wolfsburg unter und sein schönes Tor hat nichts gebracht. Trotzdem sollte man sich den Freistoß von Düsseldorfs Kaan Ayhan noch einmal geben. Der Mann ist schließlich im Hauptberuf Innenverteidiger. Da vermutet ja kaum einer einen derartigen Zauberfuß.

Bild des Spieltags

Das Dauer-Diskussionsthema Handspiel kam auch am 26. Spieltag wieder zur Sprache. Julian Weigl riss den Arm unglücklich vor den Körper, wurde aus nächster Nähe angeschossen, der Schiedsrichter entschied auf Handspiel, im Tweet oben wird erklärt, warum. BVB-Coach Lucien Favre hatte da eine sehr eindeutige Meinung zu. "Wer hat das erfunden? Die Leute haben keine Ahnung vom Fußball. Als Fußballspieler kannst du das nicht akzeptieren."

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