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Bundesliga im stern-Check: Bayern "wieder Tabellenführer"? Uli Hoeneß kann die Tabelle nicht lesen

Borussia Dortmund gewinnt wieder und ist weiterhin Erster. Nur Uli Hoeneß hat offenbar eine exklusive Tabelle vorliegen, die etwas anderes behauptet. Außerdem: Auflösungserscheinungen auf Schalke und ein bitterer Neun-Minuten-Einsatz.

Uli Hoeneß

Mia san mia: Uli Hoeneß wähnt seine Bayern schon an der Spitze der Tabelle, obwohl die etwas anderes behauptet.

DPA

So liefen die Spiele in der Fußball-Bundesliga

Alle Ergebnisse des 23. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Gewinner des Spieltags

Der BVB kann's doch noch! Nach fünf sieglosen Pflichtspielen holte Borussia Dortmund endlich wieder einen Dreier. In einem umkämpften Spitzenspiel rangen die Dortmunder ein starkes Bayer Leverkusen mit 3:2 nieder, schafften damit die dringend benötigte Trendwende und bleiben mit drei Punkten Vorsprung vor den Bayern Tabellenführer.

Das muss dann auch Uli Hoeneß einsehen, wenn er sich die Tabelle ganz genau anschaut - was er vor seinem Auftritt im Fußball-Talk "Doppelpass" offenbar nicht getan hat. Dort erklärte er am Sonntagmorgen überraschenderweise, die Bayern stünden nicht nur in DFB-Pokal und Champions League gut da, sondern seien auch in der Bundesliga schon "wieder Tabellenführer". Zum Zeitpunkt der Aussage waren Bayern und Dortmund zwar punktgleich, weil das BVB-Spiel noch ausstand. Da die Borussia aber das bessere Torverhältnis hat, standen die Bayern zu keinem Zeitpunkt des Wochenendes an der Tabellenspitze. 

Die Aussage passte jedenfalls zu Hoeneß' markigem TV-Auftritt, in dem er unter anderem spektakuläre Neuverpflichtungen für die nächste Saison ankündigte, ohne jedoch einen einzigen Namen zu nennen ("Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison...").

Verlierer des Spieltags

Schalke 04 bekommt einfach nicht die Kurve. Der mit hohen Ansprüchen in die Saison gestartete Vizemeister (!) holte sich in Mainz nach schlimmer Leistung eine 0:3-Klatsche ab und musste sich von den eigenen Fans bepöbeln lassen. Es war bereits die zwölfte Niederlage in der laufenden Runde (gesamte Vorsaison: nur sieben Niederlagen).

Auflösungserscheinungen gibt es bei den Knappen auch abseits des Rasens: Sportvorstand Christian Heidel, immerhin Architekt der Vizemeistermannschaft,  kündigte wegen der sportlichen Talfahrt und dem zunehmenden Druck der Medien seinen Abschied für den Sommer an. Ob sich der von ihm protegierte Trainer Domenico Tedesco noch lange halten kann, erscheint äußerst fraglich.

Aufreger des Spieltags

Das ging in die Hose: Nach einem harten Einsatz gegen sich, revanchierte sich Nürnbergs Matheus Peirera abseits des Spielgeschehens mit einem beiläufigen Schlag in die Weichteile seines Gegenspielers. Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte die fiese Aktion nicht mitbekommen, doch Videoassistentin Bibiana Steinhaus wies ihn auf den Eier-Zupfer hin, der daraufhin zu Recht mit Rot vom Platz flog. Und das alles bereits in der vierten Spielminute.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Geholfen hat es den Nürnbergern am Ende zwar nichts: Doch der zwischenzeitliche Führungstreffer beim 1:2 in Düsseldorf zeigte, wie einfach das Toreschießen auch für einen Tabellenletzten doch eigentlich ist. Nach langem Abschlag und zu kurzer Kopfballabwehr schweißte Eduard Löwen den Ball aus 25 Metern ebenso kompromisslos wie unhaltbar in die Maschen. Keine Traumkombination, kein Super-Dribbling, einfach nur ein Schuss von schlichter Schönheit.

Bild des Spieltags

Schon wieder verletzt: Eigentlich wollte Niko Kovac seinen verletzungsanfälligen Flügelflitzer Kingsley Coman ein wenig schonen, brachte ihn deshalb erst in der 58. Minute. Doch nach neun Minuten war Comans Arbeitstag schon wieder beendet. Diesmal: Muskelfaserriss im Oberschenkel. Coman droht damit auch im Champions-League-Rückspiel gegen Liverpool am 13. März auszufallen.

Schon wieder verletzt: Eigentlich wollte Niko Kovac seinen verletzungsanfälligen Flügelflitzer Kingsley Coman ein wenig schonen, brachte ihn deshalb erst in der 58. Minute. Doch nach neun Minuten war Comans Arbeitstag schon wieder beendet. Diesmal: Muskelfaserriss im Oberschenkel. Coman droht damit auch im Champions-League-Rückspiel gegen Liverpool am 13. März auszufallen.

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