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Frankfurt zerlegt den FCB: Kovac nach 1:5-Klatsche unter Druck – das sagt der Bayern-Coach

Die Chefetage des FC Bayern will sich nach dem blamablen 1:5 in Frankfurt nicht äußern. Der Chefcoach stellt sich selbst der Presse – und gibt sich kämpferisch. In sieben Tagen steht die nächste Bewährungsprobe für ihn an.

Bayern-Trainer Niko Kovac: "Ich bin nicht naiv oder blauäugig. Ich gebe aber nicht auf."

Bayern-Trainer Niko Kovac: "Ich bin nicht naiv oder blauäugig. Ich gebe aber nicht auf."

DPA

Es war die höchste Pleite des FC Bayern in der Bundesliga seit mehr als zehn Jahren – und damit natürlich auch die höchste für Trainer Niko Kovac. Vermutlich war es auch seine bitterste. Mit 1:5 ging der deutsche Rekordmeister bei Eintracht Frankfurt regelrecht unter. Zwar spielte sein Team mehr als 80 Minuten in Unterzahl, Jerome Boateng war frühzeitig mit glatt Rot vom Platz geflogen. Dennoch, das sagt Kovac selbst, darf man danach nicht so auftreten wie sein Team. Den frühen Platzverweis will er explizit nicht als Entschuldigung für die schwache Leistung angeführt wissen. "Wir machen einfach zu viele einfache Fehler", sagt Kovac unmittelbar nach der Partie am Sky-Mikrofon. "Das ist enttäuschend und ärgerlich." 

Tatsächlich hatte Robert Lewandowski nach zwei Toren der überlegenen Frankfurter noch vor der Pause den Anschluss markiert und damit Hoffnungen geschürt, dass für den FC Bayern auch in Unterzahl noch was gehen könnte an diesem Samstagnachmittag. Diese Hoffnungen zertrümmerte eine starke Frankfurter Mannschaft nach der Pause, legte die Treffer drei, vier und fünf nach.

Die Bayern am bisherigen Tiefpunkt angekommen

Es war der bisherige Saisontiefpunkt, nachdem es seit der Gala gegen Tottenham Anfang Oktober steil bergab gegangen war mit den Leistungen der Bayern. Niederlage gegen Hoffenheim, Unentschieden gegen Augsburg, zwei knappe Siege über Olympiakos und Union, dann unter der Woche die Fast-Blamage gegen Zweitligist Bochum im Pokal und jetzt die Demontage durch Frankfurt. Kovac dürfte bereits mit dem Rücken zur Wand stehen. Sollte er nächsten Samstag in München gegen den Rivalen aus Dortmund verlieren, könnte sein Engagement bei den Bayern ein jähes Ende finden.

Auf seine Zukunft beim FC Bayern angesprochen, reagiert er nach der Partie leicht bockig. "Das müssen Sie die fragen, die das entscheiden." Wie denn sein Gefühl sei, hakt der Reporter nach. "Mein Gefühl ist nicht wichtig", entgegnet Kovac trocken. Die Bosse wiederum wollten nicht gefragt werden. Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic hüllten sich alle drei in Schweigen. 

Niko Kovac: "Ich gebe nicht auf"

Auf der Pressekonferenz nach der Partie ging Kovac dann etwas mehr auf die Kritik an seiner Person ein. Er habe damals nicht aufgegeben und gebe auch jetzt nicht auf, so Kovac. In solchen Situationen müsse man ruhig bleiben. "Man muss an den Dingen, an die man glaubt, festhalten." Dann schiebt er nach: "Ich kenne das Geschäft. Ich bin nicht naiv oder blauäugig. Ich gebe aber nicht auf. Einfach kann jeder. Wir müssen jetzt zusehen, die schwierigen Sachen zu regeln."

Am Mittwoch geht es gegen Olympiakos im aktuellen Lieblingswettbewerb der Bayern weiter. In der Champions League ist Kovac Team mit drei Siegen in drei Spielen voll auf Kurs. Vermutlich eine willkommene Abwechslung für den gebeutelten Coach.

Quellen: Sky / ZDF

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