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Überwintern auf Abstiegsplatz: BVB-Alptraum wird Realität

Gegen Werder Bremen präsentierte sich Dortmund erneut blutleer und überwintert nun in der Abstiegszone. Auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Dennoch gibt sich Trainer Klopp kämpferisch.

Jürgen Klopp gibt sich trotz der dramatischen Situation kämpferisch

Jürgen Klopp gibt sich trotz der dramatischen Situation kämpferisch

Wer hätte das vor der Saison gedacht: Borussia Dortmund überwintert nach einer desolaten Leistung und einer folgerichtigen 1:2-Niederlage gegen Werder Bremen auf einem Abstiegsplatz. Gewinnt der SC Freiburg morgen, droht dem BVB sogar der Absturz auf Rang 18 bis Ende Januar. Sechs lange Wochen, in denen sich in Dortmund jeder fragen kann, woran es liegt.

Nach der guten Leistung gegen den VfL Wolfsburg unter der Woche zeigte sich der BVB gegen Bremen wieder völlig ideenlos und noch schwächer als vergangenes Wochenende gegen Berlin. Zwar hatten sie mehr Ballbesitz, strahlten jedoch kaum Gefahr aus und liefen immer wieder in gefährliche Konter der Bremer, die noch mehr Tore hätten schießen können.

Dortmund präsentiert sich auf dem Rasen wie ein Absteiger, dem entsprechen auch die katastrophalen Leistungsdaten:

- Mit 15 Punkten spielt die Borussia die schlechteste Hinrunde seit der Saison 1987/88.

- Dortmund hat nun schon zehn Niederlagen auf dem Konto. Das ist nicht nur schlechteste Wert der Liga, sondern auch mehr als in jeder der sechs vorangegangenen kompletten Spielzeiten unter Klopp.

- Mit Minus acht Treffern hat der BVB das viertschlechteste Torverhältnis der Liga.

- Nach Rückstand hat Dortmund bislang kein Spiel mehr gedreht

- Gegen Bremen war der BVB darüber hinaus erstmals die ersten 20 Minuten ohne Torschuss.

- Gegen Bremen kassiert die Klopp-Elf bereits zum dritten Mal in der Saison ein Gegentor in den ersten fünf Minuten.

Bei jedem anderen Klub würde der Trainerstuhl bei diesen Horror-Zahlen wahrscheinlich schon mächtig wackeln, nicht so in Dortmund. Jürgen Klopp sitzt immer noch auf dem Lorbeerpuffer der vergangen Jahre und scheint eine Jobgarantie zu haben. Für einen Trainerwechsel müsste er wohl schon persönlich seinen Hut nehmen. Doch danach sieht es auch nicht aus. Nach dem Spiel gab er sich kämpferisch: "Wir werden ein erbitterter Jäger sein, das kann ich jetzt schon versprechen." Genug zu jagen, gibt es jetzt ja.

Finn Rütten

Wissenscommunity