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Primera Division: Real feuert Ancelotti - Kroos und Co. verstehen Entscheidung nicht

Ein Jahr ohne Titel ist für Real Madrid nicht zu akzeptieren. Die Konsequenz: Carlo Ancelotti muss gehen. Die Spieler sind enttäuscht über die Entscheidung - Toni Kroos bedankt sich beim Trainer.

Die Zeit von Carlo Ancelotti als Real-Trainer ist beendet.

Die Zeit von Carlo Ancelotti als Real-Trainer ist beendet.

Einer der begehrtesten und zugleich schwierigsten Arbeitsplätze im Welt-Fußball ist wieder frei: Nach der Trennung von Carlo Ancelotti sucht Real Madrid einen neuen Trainer. Die Anforderungen an den künftigen Coach sind klar: Titel, Titel, Titel. "Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass jetzt der Moment gekommen ist, neue Impulse zu geben", sagte Real-Präsident Florentino Pérez am Montagabend auf einer Pressekonferenz.

Wer diese Impulse geben soll, will er in der kommenden Woche verraten. Als Kandidaten werden einige gehandelt: Rafael Benítez vom italienischen Serie-A-Club SSC Neapel ist einer, auch Unai Emery vom Europa-League-Titelverteidiger und -Finalisten FC Sevilla wird der Posten zugetraut.

Gleiches gilt für den Noch-Dortmunder Jürgen Klopp. Bei einer Umfrage der Sportzeitung "Marca" hatten sich 44 Prozent der Fans für den 47-Jährigen dafür ausgesprochen, dass er die Mannschaft um Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Weltmeister Toni Kroos wieder führen soll.

Real stellt immer "allerhöchste Ansprüche"

Wer auch immer den Zuschlag erhält, er steht von Beginn an unter genauer Beobachtung des Real-Präsidenten. Wer sein Soll - sprich: viele Titel - nicht erfüllt, den kann Pérez' Bannstrahl schnell treffen. Ancelotti ist schon der neunte Trainer, von dem sich der allmächtige Real-Chef in den bisherigen zwölf Amtsjahren trennt.

Auch Verdienste in der jüngsten Vergangenheit nutzen da nichts. Immerhin hatte Real 2014 im ersten Amtsjahr von Ancelotti die Champions League gewonnen. Doch diese Saison blieb titellos. Statt dessen ist Reals Erzrivale FC Barcelona auf dem besten Weg zum Triple.

"Ancelotti hat mit dem Gewinn des zehnten Europacups einen Platz in der Geschichte von Real eingenommen", meinte Pérez über seinen "persönlichen Freund". Doch Real "stelle immer die allerhöchsten Ansprüche". Auch die öffentlichen Bekenntnisse etlicher Spieler retteten Ancelotti nicht vor dem Aus ein Jahr vor Ende seines Vertrages.

Der Italiener wird sich nun vorerst wohl nicht mehr auf Jobsuche begeben. Er hatte bereits angekündigt, dass er im Fall einer Trennung erst einmal ein Sabbat-Jahr einlegen will. "Entweder ich bleibe bei Real oder ich mache ein Jahr Pause."

Spieler enttäuscht über Entscheidung

Die Superstars von Real Madrid trauern Ancelotti derweil nach. Ronaldo und Co. hatten stets einen guten Draht zum Trainer. Toni Kroos bedankte sich via Twitter für die Zusammenarbeit, schrieb "Gracias Mister". Es sei eine Freude gewesen, mit Ancelotti zu arbeiten und er wünsche ihm alles Gute für die Zukunft. Dazu stellte Kroos ein Bild, das die beiden zusammen zeigt. Auch Cristiano Ronaldo hatte sich schon vor Wochen für Ancelotti stark gemacht. Er ist ein großer Trainer", sagte er. "Ich hoffe, dass wir in der nächsten Spielzeit wieder zusammenarbeiten werden." Diese Hoffnung wird nun nicht in Erfüllung gehen.

feh/DPA / DPA

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