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Champions League: Basel schlägt Manchester United

Es war ein Tag der Schweizer und keiner der Clubs aus Manchester: Der FC Basel schoss das große United mit 2:1 in die Europa League. Und auch Lokalrivale City scheiterte - trotz Sieges über Bayern - an einem Eidgenossen, Napolis Gökhan Inler.

Es war die Sensation dieser Champions League-Saison. Das große Manchester United ist bereits in der Gruppenphase gescheitert und muss in die Europa League absteigen.

Dafür gesorgt hat der FC Basel, der sich mit einem 2:1-Sieg im direkten Duell gegen den Champions League-Finalisten des letzten Jahres den zweiten Achtelfinalplatz der Gruppe C sicherte. Marco Streller (9.) und Alex Frei (84.) trafen für die Schweizer, der Anschlusstreffer durch Phil Jones (89.) kam für United zu spät.

Und auch Lokalrivale Manchester muss sich trotz 2:0-Sieges über Bayern München mit einem Überwintern in der Europa League begnügen. Schuld daran war Gökhan Inler – ebenfalls ein Schweizer –, der seinen Club Napoli beim 2:0-Sieg in Villarreal in Führung geschossen hatte, ehe Marek Hamsik nachlegte und den Italienern in der Gruppe A zum zweiten Tabellenplatz verhalf.

Streller erwischt ManU kalt

Manchester United war im St. Jakobs Park zwar insgesamt die bessere Mannschaft gewesen, wurde aber von den Hausherren kalt erwischt. Xherdan Shapiri hatte den Ball an den Fünfmeterraum gepasst, David de Gea konnte nur nach vorne abwehren, wo Streller stand und durch die Beine von Patrice Evra zum frenetisch bejubelten 1:0 der Hausherren einschoss.

Es sollte die einzige Chance der Gastgeber im ersten Durchgang bleiben. Die Engländer, angeführt von Nani, drückten, rannten immer wieder gegen das Tor der Schweizer an. Ihr Angriffsspiel ließ allerdings die nötige Effektivität vermissen, auch, weil es Basel gelang, mit laufintensivem Spiel die Räume eng zu machen und die Anspielstationen des Gegners geschickt zuzustellen.

Und wenn Manchester dann doch einmal durchgekommen war, fanden sie ihren Meister im starken Basel-Torhüter Yann Sommer, der u.a. Schüsse von Wayne Rooney oder Ashley Young entschärfte. United musste dann noch einen weiteren Nackenschlag hinnehmen. Kapitän Nemanja Vidic verdrehte sich in einem Zweikampf mit Streller im Mittelfeld das Knie und musste kurz vor dem Pausenpfiff gegen Jonny Evans ausgetauscht werden.

Frei macht alles klar

Kurz nach dem Seitenwechsel hätte Manchester dann fast Erfolg gehabt, als Rooney der Abwehr entwischt war, den Ball frei vor Sommer aber neben das Tor setzte. Basel wagte sich aber im zweiten Durchgang auch selbst wieder vermehrt nach vorne – und wurde prompt gefährlich. Shaqiri verfehlte knapp, kurz darauf konnte de Gea einen Freistoß von Alex Frei gerade noch aus dem oberen Eck fischen.

Vorne hatten die Schweizer Pech und hinten Riesenglück, dass Markus Steinhöfer beim Versuch eine Flanke der Gäste mit Vollspann zu klären kein Eigentor erzielte, sondern nur die Querlatte des eigenen Tores traf. Eigene Abschlüsse derart aussichtsreich blieben den Engländern derweil verwehrt, mehr als Distanzschüsse oder Flanken, die keinen Abnehmer fanden, brachten sie nicht zustande.

Und so konnte der unbewachte Frei erneut nach Flanke von Shaqiri zum 2:0 einköpfen. Doch auch wenn der Großteil der 30.000 Zuschauer bereits die vermeintliche Entscheidung feierte, wurde es noch einmal spannend. Nach einem Lattentreffer köpfte Jones einen Ball aufs Tor, den Sommer erst hinter der Linie erwischte. Doch dieser Treffer zum 2:1 blieb letztlich lediglich Ergebniskosmetik und ein zu verschmerzender Schönheitsfleck beim Jubel der Schweizer Fans und Spieler.

Napoli gewinnt Fernduell gegen City

Ebenfalls wie die Schweizer steht der SSC Neapel im Achtelfinale. Der SSC Neapel war in Villarreal das klar bessere Team gewesen, agierte technisch stark und taktisch überlegen, brauchte aber lange, bis sich das auch in Treffern niederschlug.

Erst Mitte der zweiten Hälfte erlöste Inler die Partenopei, die nur mit einem Sieg das Achtelfinale erreichen konnten, mit dem sehenswerten Treffer aus 20 Metern zum 1:0 (65.). Der Bann war gebrochen und elf Minuten später konnte Hamsik nachlegen. Edinson Cavani hatte eine Ezequiel Lavezzi-Ecke verlängert, die der freistehende Slowake dann zum 2:0-Siegtreffer einnetzte.

Malte Asmus

sportal.de / sportal

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