HOME

Champions-League: Lehmann verpasst mit Arsenal Halbfinale

Favoritensterben in der Champions League: Jens Lehmann patzte wieder und schied mit Arsenal London durch ein 1:2 gegen den FC Chelsea aus der Champions League raus. Sensationell verabschiedete sich auch Real Madrid aus der Königsklasse.

Jens Lehmann hat mit Arsenal London das Halbfinale der Champions League verpasst und damit den zweiten Titel innerhalb von vier Tagen verspielt. Der Tabellenführer der Premier League verlor am Dienstag überraschend sein Viertelfinal-Rückspiel gegen den Lokalrivalen Chelsea London mit 1:2 (1:0). Chelsea schaffte damit im 18. Vergleich seit 1998 den ersten Sieg gegen Arsenal. Das Hinspiel endete 1:1. Im Halbfinale trifft Chelsea überraschend auf AS Monaco, das im zweiten Duell des Abends Rekordsieger Real Madrid sensationell mit 3:1 (1:1) bezwang. Damit machten die Monegassen die 2:4- Niederlage aus dem Hinspiel wett. Die Halbfinalspiele finden am 20. April und 5. Mai statt.

Die "Gunners" bestimmten in London von Beginn an die vom Unparteiischen Markus Merk (Kaiserslautern) sicher geleitete Partie. Chelsea sah sich oft in die Defensive gedrängt, war jedoch mit seinen schnellen Vorstößen gefährlich. Damien Duff bot sich die größte Chance für die Gäste, doch der irische Nationalspieler verzog frei vor Lehmann in aussichtsreicher Position (21.). Danach lief das feine und schnelle Kurzpassspiel der Hausherren wie am Schnürchen. Robert Pires hatte die Führung auf dem Kopf, doch der Franzose setzte die Flanke von Ashley Cole neben das Tor (39.). Reyes machte es in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten besser und erzielte die verdiente Führung.

Schwerer Patzer von Lehmann

Ein schwerer Fehler von Lehmann brachte Chelsea wieder ins Spiel. Einen 22-m-Schuss von Claude Makelele faustete der deutsche Nationaltorhüter direkt vor die Füße des frei stehenden Frank Lampard, der aus Nahdistanz keine Probleme hatte und sich mit dem Ausgleich bedankte (51.). Wayne Bridges erzielte in der 87. Minute den Siegtreffer für den Außenseiter.

Monaco zeigte gegen den Favoriten aus Madrid anfangs viel Respekt. Das Starensemble, das ohne den gesperrten David Beckham antrat, kam daher nur selten in die Bredouille. Dennoch erarbeitete sich der Gastgeber im Stade Louis II Chancen. Die beste vergab der ehemalige Real-Spieler Fernando Morientes, der mit einem Freistoß an Madrids Torhüter Iker Casillas (28.) scheiterte. Real war bis dahin nur durch einen Schlenzer von Zinedine Zidane gefährlich geworden. Ein Geniestreich der Gäste genügte dann zur Führung: Torjäger Raul nutzte ein Zuspiel von Sturmpartner Ronaldo und erzielte seinen 45. Treffer in der Königsklasse (36.). Doch Ludovic Giuly schaffte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den umjubelten Ausgleich.

Madrid nach dem zweiten Gegentor wie gelähmt

In der zweiten Hälfte deckte Monaco die Abwehrschwächen der Gäste gnadenlos auf. Patrice Evra flankte präzise in die Strafraummitte, wo sich Morientes am höchsten schraubte und die Führung für den Außenseiter erzielte (48.). Madrid war danach sichtlich geschockt und ließ sich immer mehr den Schneid abkaufen. Giuly brachte den Underdog mit einem feinen Hackentrick mit 3:1 in Front (66.) und versetzte dem neunfachen Europacup-Sieger damit den endgültigen K.o.

DPA / DPA

Wissenscommunity