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Champions League: Schweres Los für Schalke

Die Schalker müssen in der dritten Runde zur Qualifikation für die Champions League gegen Atletico Madrid ran. Manager Andreas Müller spricht vom "schwerstmöglichen Gegner". Stuttgart und Hertha BSC erwischten in der Uefa-Cup-Quali hingegen lösbare Aufgaben.

Auf dem Weg in das Geldparadies Champions League muss der FC Schalke 04 eine hohe Hürde nehmen. Wie die Auslosung der dritten Qualifikationsrunde für die millionenschwere europäischen Königsklasse in Nyon ergab, bekommt es der Dritte der vergangenen Bundesliga-Saison um den neuen Trainer Fred Rutten mit Atletico Madrid zu tun.

Die Tatsache, dass die Königsblauen am 13. August zunächst vor heimischer Kulisse und zwei Wochen später in Madrid antreten, macht die Aufgabe gegen den neunmaligen spanischen Meister nicht leichter. Manager Andreas Müller beklagte das fehlende Glück: "Das ist ein Hammer-Los, der schwerstmögliche Gegner für uns. Aber ich bin sicher, auch Madrid hätte sich einen anderen Gegner gewünscht."

Kapitän Bordon schöpft Mut

Ohne eine starke Leistung droht der Verlust der erhofften Zusatzeinnahmen. Denn nur der Sieger des Duells zieht in die Gruppenphase ein, der Verlierer muss mit dem weniger lukrativen Uefa-Cup vorlieb nehmen. Kapitän Marcelo Bordon schöpft Mut aus den passablen Auftritten der Schalker in der vorigen Saison, als sein Club bei der insgesamt dritten Champions-League-Teilnahme erstmals die Gruppenphase überstanden hatte und erst im Viertelfinale gegen den FC Barcelona ausgeschieden war. "Wir haben bewiesen, was wir in der Königsklasse leisten können. Für uns ist die Partie gegen Madrid ein super Spiel und auch sicherlich für unsere Fans schon zu Beginn der Saison ein Höhepunkt", sagte der Brasilianer.

Das Traditionsteam aus der Primera Division aus Madrid gilt als eine der stärksten Mannschaften aus dem Topf der ungesetzten Teams. Zudem sind die Erinnerungen der Schalker an den Gegner, der seine Spiele im knapp 55.000 Zuschauer fassenden Stadion Vicente-Calderón austrägt, nicht die Besten. Im bisher einzigen Duell beider Mannschaften auf internationaler Ebene zogen die Königsblauen in der Saison 1958/59 im Viertelfinale des Landesmeister-Pokals den Kürzeren (0:3/1:1). Star des von dem Mexikaner Javier Aguirre trainierten Teams ist der Argentinier Sergio Aguero, der 2006 für 23 Millionen Euro von Independiente Buenos Aires nach Spanien gewechselt war.

Ähnlich wie Manager Müller kommentierte auch Trainer Rutten das Geschehen in der Uefa-Zentrale am Genfer See wenig euphorisch: "Es hätte für uns bei der Auslosung sicherlich besser laufen können. Atletico ist eine gute Mannschaft, die in der sehr starken spanischen Liga im letzten Jahr Vierter geworden ist und über starke Spieler verfügt." Neben dem FC Schalke waren 15 weitere Vereine gesetzt worden. Deshalb blieben dem Bundesligaclub Hochkaräter wie der FC Liverpool, Arsenal London, FC Barcelona oder Juventus Turin erspart.

Stuttgart und Hertha mit lösbaren Uefa-Cup-Losen

Der VfB Stuttgart und Hertha BSC erhielten für die zweite Runde der Uefa-Pokal-Qualifikation hingegen lösbare Aufgaben. Die Schwaben spielen zunächst zu Hause gegen den ungarischen Vertreter Györy ETO, die Berliner treten zuerst auswärts bei NK Ljubljana in Slowenien an. Die Spiele der zweiten Qualifikationsrunde werden am 14. und 28. August ausgetragen. Die Sieger erreichen die erste Runde des Uefa-Pokals, die am 18. September und 2. Oktober über die Bühne geht.

Die Auslosung zur CL-Quali:


Anorthosis Famagusta/Rapid Wien - Olympiakos Piräus
Vitória Guimarães - IFK Göteborg/FC Basel
Schachtjor Donezk - NK Domzale/Dinamo Zagreb

FC Schalke 04

- Atletico Madrid
Aalborg BK/FK Modrica - Glasgow Rangers/FBK Kaunas
FC Barcelona - Beitar Jerusalem/Wisla Krakau
Levski Sofia - RSC Anderlecht/BATE Borissow
Standard Lüttich - FC Liverpool
Inter Baku/Partizan Belgrad - Fenerbahce Istanbul/MTK Budapest
Twente Enschede - FC Arsenal
Spartak Moskau - Drogheda United/Dynamo Kiew
Juventus Turin - Tampere United/Artmedia Bratislava
Brann Bergen/FK Ventspils - Olympique Marseille
AC Florenz - Slavia Prag
Galatasaray Istanbul - Steaua Bukarest
Panathinaikos Athen/Dynamo Tiflis - Sheriff Tiraspol/Sparta Prag

DPA / DPA

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