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Das Wunder von Bern: Das Spiel ist niemals aus

Vor bald 50 Jahren stellte ein Sportereignis Nachkriegsdeutschland auf den Kopf: Das Wunder von Bern, jetzt neu erzählt im Kino, war immer schon mehr als ein Fußballfinale. Für Ungarns Torwart Gyula Grosics war es der Beginn einer lebenslangen Tragödie.

Mein Name ist György Szepesi, ich berichtete als Radioreporter über die Tragödie, und ganz Ungarn hörte mir zu. Und wenn Sie wissen wollen, was diese Niederlage für uns bedeutete, warum wir Ungarn immer noch weinen, wenn wir an dieses Fußballspiel denken, hören Sie die Geschichte, die ich Ihnen jetzt erzähle.

Sie geschah in Siebenbürgen, also in Rumänien. Es war am 5. Juli 1954, einen Tag nach dem Endspiel von Bern. Eine Schauspielertruppe reiste durch Siebenbürgen, um dort für das einfache ungarische Volk, das außerhalb der Heimat leben musste, zu spielen. Sie kamen in ein Dorf und sahen, dass die Männer und Frauen allesamt Schwarz trugen. Die Schauspieler stiegen von der Bühne und fragten: Warum trauert ihr? Eine alte Frau sagte: Weil wir gestern das Spiel verloren haben. Da fragte ein Schauspieler: Ja, hast du denn je in deinem Leben ein Fußballspiel gesehen? Nein, sagte sie, noch nie. Und warum trauert ihr alle dann so sehr?, fragte der Schauspieler. György Szepesi macht eine Pause. Wischt eine Träne aus dem Auge. Sie sagte: Weil alle hier gesagt haben, dass Siebenbürgen mit Ungarn wiedervereinigt wird, wenn wir nur noch dieses eine Spiel gewinnen; dann können wir alle heimkehren nach Ungarn.

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Schwarzer Anzug, schwarzes Hemd, grüne Augen, der alte Herr ist seinem Namen treu geblieben. "Der schwarze Panter" taufte ihn Szepesi, und so nennen sie ihn noch heute. Immer stand Gyula Grosics in schwarzem Dress auf dem Platz, groß, elegant, schön, eine Erscheinung. Es hat ihm nichts genutzt. Er sah nicht gut aus bei den Toren der Deutschen, auch das hat Szepesi gesagt. Alle sagen das. Der 77-Jährige ist der Mann, dem sie die Schuld gaben. Der Torwart. Hätte er die Bälle nicht halten können? Müssen? "Ich stelle mir diese Frage selbst jeden Tag, wirklich jeden Tag. Als Torwart bist du der einsamste Mensch auf dem Spielfeld. Nach dem Spiel war ich auch im Leben der einsamste Mensch. Dieses eine Spiel hat mein ganzes Leben aus der Bahn geworfen."

Nüchtern betrachtet, war das Spiel, das als Triumph, als Tragödie, ja als Wunder in die Geschichte einging, nicht mehr und nicht weniger als der Kampf der Mannschaften aus Deutschland und Ungarn um die Fußballweltmeisterschaft. Er fand statt am 4. Juli 1954 im Berner Wankdorfstadion, und noch heute, fast 50 Jahre später, ranken sich Geschichten um dieses Spiel, hört man immer wieder die Radioreportage von Herbert Zimmermann, der mit sich überschlagender Stimme den Sieg herausschrie: "Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister!"

Der Sieg wurde zum Sinnbild für das Schicksal zweier Nationen, zur Metapher für die Zukunft zweier Länder, zweier Systeme. Überhöhte sich zur "eigentlichen Geburtsstunde" der Bundesrepublik und nahm gleichzeitig den Abstieg Ungarns vorweg, der im niedergeschlagenen Volksaufstand von 1956 endete. Der Westen besiegt den Osten. Und Deutschland ist auf der richtigen Seite, auch ein Wunder.

"Nichts war wie vorher"

, sagt Gyula Grosics. "Es war eine Tragödie. Für den Fußball, für das ganze Land. Für mich. In der Halbzeit schon saßen wir alle schweigend in der Kabine. Es war totenstill." Da saßen sie, die Fußballer der "goldenen Mannschaft", wie sie bis heute in Ungarn heißt, mehr als vier Jahre hatten sie nicht verloren, waren 1952 in Helsinki Olympiasieger geworden. Ferenc Puskas war damals der beste Spieler der Welt, auch Nandor Hideguti, Jozsef Bozsik und Sandor Kocsis waren Genies am Ball. Es stand 2 : 2, und zum ersten Mal spürten sie, dass es vielleicht nicht reichen könnte. Dass sie verlieren. Gegen eine deutsche Mannschaft, mit der keiner gerechnet hatte.

Ungarns Vertretung in Bern schickte einen Tag vor dem Endspiel an 150 Personen Einladungen: "Die ungarische Gesandtschaft gibt sich die Ehre, Sie am Tage nach dem Finale der Weltmeisterschaft, am Montag, dem 5. Juli 1954, als ihren Gast begrüßen zu können" - sicherlich nicht, um die Niederlage zu feiern. Und es stand in diesem Endspiel ja auch schon nach gerade mal acht Minuten 2:0, alles sah nach einem klarem Sieg aus. "Ich sehe noch heute, wie der Ball zehn Zentimeter an meinen Fingerspitzen vorbeifliegt, hinter mir ins Netz. Rahn schoss aus ungefähr zwölf Metern mit dem linken Fuß in die rechte Ecke. Als der Ball hinter mir im Tor lag, ging für mich die Welt unter. Das Spiel war sechs Minuten später vorbei. Ich war wie betäubt."

Der Abpfiff. Er hat ihn im Ohr bis heute, und wenn er die Augen schließt, sieht er alles wieder vor sich. Noch mal Angriff der Ungarn. Über die rechte Seite, der Ball wird ins Aus gespielt, der ungarische Spieler sucht den Ball, wirft, der Ball ist in der Luft. Dann der Pfiff. Der Ball fällt auf den Boden. "Ich fühle nichts in diesem Moment. Gar nichts."

Horst Eckel

ist ein nüchterner alter Herr, der sich bis heute wundert, dass man immer noch darüber redet, was an diesem Sonntag im Wankdorfstadion geschah. Er war der Jüngste in der Mannschaft der Unterschätzten. Ein Läufer, Kämpfer, was man so deutsche Tugenden nennt. Die Genies, das waren andere.

Er verstand erst, was passiert war, als er zurückkam nach Deutschland, am nächsten Tag. "Wir saßen im Zug und kamen nach Singen, und dann all diese Menschen. Sie jubelten uns zu, es waren Tausende. Egal, wo wir gehalten haben, sind die Leute die Fenster hoch, Kinder, Greise, Leute, die ihr ganzes Leben noch kein einziges Fußballspiel gesehen hatten. Niemand sagte: Die Fußballer sind Weltmeister geworden. Sie sagten: Wir sind Weltmeister! Wir, die Deutschen!"

Eckel mag es nicht, wenn man ihn fragt, ob er sich als Held gesehen hat, damals. Da winkt der 71-Jährige ab, fast verärgert. Alle haben sie so genannt, die "Helden von Bern", schon da war klar, dass es um Fußball nur am Rande ging.

Es war der 30. Juni 1954, die Deutschen hatten im Halbfinale die Österreicher mit 6:1 besiegt, da erreichte der Sport die Politik. Bundesinnenminister Gerhard Schröder, zuständig für Fragen des Sports, hatte der Mannschaft seine Glückwünsche zum Erreichen des Finales telegrafiert. Auch sein Kabinettskollege Franz Blücher, Vizekanzler und Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, hatte Glückwünsche in die Schweiz übermittelt, was zu Verstimmungen unter den Politikern führte. Seit wann gehörten nationale Siege ins Ressort des Marshall-Plans, ereiferte sich Schröder.

Aber beim Finale von Bern

war kein einziger deutscher Minister im Stadion, Kanzler Adenauer hatte die Fußballer die ganze Zeit ignoriert - und dann doch genug Gespür für die Stimmung im Land. Sein nüchternes Glückwunschtelegramm erreichte als erstes die Mannschaft. Trainer Joseph Herberger, den alle Sepp nannten, verlas es beim Abendessen im Hotel. Die Politiker konnten am Fußball nicht mehr vorbei, jetzt wollten sie, mussten sie mit den Siegern sein.

Das Land wurde von einer nationalistischen Welle erfasst. Schon als ihre Landeshymne nach dem Finale ertönte, schmetterten die deutschen Zuschauer: "...von der Maas bis an die Memel..." Der DFB-Präsident Dr. Peco Bauwens, NSDAP-Mitgliedsnummer 2103982, gab kund, die Mannschaft sei "mit der deutschen Fahne im Herzen" auf den Gegner losgestürmt. Als Bauwens bei der Siegerfeier im Münchner Löwenbräukeller das "Führerprinzip" bemühte, stoppte der Bayerische Rundfunk die Radioübertragung.

Dem "Wunder von Bern" folgte das "Wirtschaftswunder", man sprach vom "Wundergreis" Adenauer, vom "Fräuleinwunder". Wunder überall in einer überschwänglichen Zeit, in der die Begeisterung ein bedrohliches Nebengeräusch bekam.

Schon vor der WM hatte der Sport mit seiner Vergangenheit die Gegenwart belastet. So konnte das, was war, nicht ausgeblendet werden, als die Deutschen am 5. Oktober 1952 in Paris gegen die Franzosen spielten und verloren. Und auch 1954, als die Deutschen wiederum 3:1 verloren, diesmal als Weltmeister, hatte das Spiel mehr als eine sportliche Bedeutung. Adenauer plante, wenige Wochen später nach Paris zu reisen, um die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik zu verhandeln, und fürchtete, ein Sieg könnte die Verhandlungen belasten. Erleichtert sagte der Kanzler nach der Niederlage: "Der Herr Herberger hat mich diesmal nicht im Stich gelassen."

Horst Eckel saß beim ersten dieser Spiele 1952 in Paris auf der Ersatzbank. Zwei Jahre später war er Weltmeister. Was hat sich damals geändert für ihn? "Ich stand wieder morgens um sieben bei Pfaff. Feinmechaniker für Nähmaschinen. Neun Stunden am Tag. Wie zuvor auch. Wir hatten acht Tage Urlaub im Jahr und mussten unbezahlten Urlaub nehmen, wenn wir mit der Nationalmannschaft zu Länderspielen fuhren. Gleich nach der WM kamen Angebote aus dem Ausland. Ich hätte nach England gehen können. 150 000 Mark Einmalzahlung und 6000 Mark im Monat. Fritz Walter boten sie 350 000 Mark und 10 000 im Monat. Aber es ist keiner gegangen, weil ja der Fritz abgelehnt hat. Es war die einzige Möglichkeit, großes Geld zu verdienen.

In Kaiserslautern verdiente ich damals 320 Mark. Ich weiß, das versteht heute niemand, dass ich nicht gewechselt habe. Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen. Ich bin mit 17 zu Kaiserslautern gekommen, wurde Stammspieler, zum ersten Mal Deutscher Meister mit 19 und mit 22 Weltmeister. Was will man mehr. Ich habe alles erreicht, was ein Fußballer erreichen kann.

Die Menschen haben sich zum ersten Mal gesagt: Es kann aufwärts gehen. Die ganze Welt hat nicht an uns geglaubt. Wir waren politisch, wirtschaftlich und sportlich am Boden. Es war eine große Genugtuung, als krasser Außenseiter zu sagen: Wir sind Weltmeister."

In Budapest zogen nach dem Spiel Hunderttausende enttäuschter Menschen durch die Straßen, warfen Straßenbahnen um, schlugen Schaufenster ein, verwüsteten die Wohnung des Nationaltrainers Sebes. Aus der Randale entwickelte sich schnell die erste politische Demonstration nach Ende des Krieges.

Die Ungarn litten

unter der kommunistischen Führung von Moskaus Gnaden. Während des Regimes von "Stalins bestem Schüler", Matyas Rakosi, von 1948 bis 1953 mussten nahezu 1,3 Millionen Ungarn vor Gericht - mehr als jeder zehnte. Von der Geldbuße bis zur Todesstrafe wurden fast 700 000 Urteile gesprochen. Die Gefängnisse waren so überfüllt, dass Verurteilte monatelang warten mussten, ehe sie ihre Strafe antraten. Doch das Volk hielt still, bis zur Niederlage. Sie war das Vorspiel der Unruhen, die im Herbst 1956 im Volksaufstand mündeten. Sowjetische Panzer walzten ihn nieder.

Solange die Fußballer erfolgreich waren, siegte die ganze Nation mit, hing an den Radios, erlebte, wie die "goldene Mannschaft" am 25. November 1953 mit 6:3 die seit 90 Jahren zu Hause ungeschlagenen Engländer im Wembley-Stadion besiegte - bis heute in Ungarn "das Spiel des Jahrhunderts". Der Fußball hielt das Land im Zaum. In 32 Spielen ohne Niederlage siegten die Ungarn 28-mal, mit einem Torverhältnis von 144:33. Die "goldene Mannschaft" spielte im westlichen Ausland nie mit der Unterstützung des Publikums, auch in der Schweiz waren außer den Spielerfrauen keine Ungarn in den Arenen - abgesehen von den Staatspolizisten, die die Spieler bewachten.

Der kommunistische Staat kontrollierte den Fußball.

Der Trainer, Gusztav Sebes, war stellvertretender Sportminister und stand dem Fußballverband vor. Die Spieler Puskas, Bozsik und Grosics waren Sportsoldaten im Majorsrang. "Wir fuhren mit dem Zug nach Hause", sagt Grosics. "Wenige Kilometer vor Budapest mussten wir gegen Mittag plötzlich aussteigen, wurden in ein Trainingslager gebracht und durften es den ganzen Tag nicht verlassen. Abends kamen die höchsten Politiker - Rakosi, der Generalsekretär der Kommunistischen Partei, auch der Innenminister und der Militärminister sowie Leute der ungarischen Stasi. Rakosi hielt eine Rede, auch der zweite Platz sei ein schönes Ergebnis, und dann sagte er noch: Niemand von euch soll Angst haben, bestraft zu werden für dieses Spiel. Ich habe den Klang seiner Stimme noch im Ohr. Als dieser Satz fiel, wusste ich, dass er genau das Gegenteil bedeutet. Ich wusste, dass etwas Schlimmes passieren würde. Ich war oft mit der Staatssicherheit AVH aneinandergeraten, jetzt hatte ich das Gefühl, in Gefahr zu sein. Ich wusste, sie hatten es auf mich abgesehen. Ich behielt Recht.

Zunächst war es die Ruhe vor dem Sturm. Dann kam der Dezember 54, die schlimmste Zeit meines Lebens begann. Auf einmal wurde ich angeklagt wegen Landesverrats. Niemand sagte, für welches Land ich spioniert haben sollte, ich erinnere mich, wie einer sagte: Nimm zur Kenntnis, dass andere Leute bei bloßem Verdacht gehängt werden."

Grosics kann eine Weile nicht weitersprechen. Hat Tränen in den Augen, wendet sich kurz ab. "Der Prozess dauerte 13 Monate und wurde schließlich aus Mangel an Beweisen eingestellt, ich blieb aber weiter unter Bewachung. Während des Prozesses durfte ich meine Wohnung nicht verlassen, vor der Tür stand die Staatssicherheit. Ich musste die Nationalmannschaft verlassen, kam erst zwei Jahre später wieder zurück, ich wurde auf Befehl der Regierung von meinem Verein Honved Budapest strafversetzt nach Tatabanya. Mein Vater verlor seine Stelle als Schichtleiter in einem Bergwerk. Wir alle wurden bestraft.

Es war eine schreckliche Degradierung, nach Tatabanya zu gehen. In Ungarn sagen wir nicht: eine gute Mannschaft, eine schlechte. Wir sagen: eine große Mannschaft, eine kleine. Honved war damals die größte Mannschaft der Welt. Tatabanya war ein Nichts. Ich blieb bis zum Ende meiner Karriere dort. Spielte nie wieder für Honved in Ungarn."

Dachte er an Flucht?

"Nach der Niederschlagung des Aufstands erhielt ich Ende November 56 einen Anruf aus Wien, Emil Österreicher war am Apparat. Er war Manager von Honved, die Mannschaft war auf Tournee in Westeuropa. Komm zu uns, sagte er, wir brauchen einen Torwart. Eine Stunde nach meiner Ankunft stand ich im Tor von Honved gegen FC Barcelona, wir reisten später nach Frankreich, Österreich, Italien, Ende Januar 57 nach Brasilien. Dort bekam ich ein Angebot. Von Flamengo Rio des Janeiro."

Grosics muss lachen

, kurz und rau. Rio! Er weiß, er kann niemandem begreiflich machen, warum er nicht blieb. Puskas ging zu Real Madrid, Czibor und Kocsis nach Barcelona - Vereine, die schon damals ihre Spieler zu schwerreichen Männern machten. "Sie haben mir unglaublich viel Geld geboten für einen Dreijahresvertrag. Sie haben mir die Wohnung gezeigt, Blick auf die Copacabana und die Christusstatue. Doch als ich die Statue auf dem Berg sah, musste ich sofort an das Gellert-Denkmal in Budapest denken. Und was sind die zwölf Kilometer Sandstrand der Copacabana gegen den Strand der Donau! Meine Frau und meine beiden Töchter warteten in Wien auf meine Entscheidung. Im Juni 57 kehrten wir nach mehr als sechs Monaten zurück nach Ungarn.

Der Schlagbaum an der österreichischen Grenze senkte sich hinter mir, da sah ich schon den Gefängniswagen. Sie hatten mich erwartet. Forderten mich auf auszusteigen. Ich stieg nicht aus, verschloss von innen den Wagen. Sie ließen mich hinterherfahren, zum Staatssicherheitsgebäude, man wolle mich verhören. Es solle drei Tage dauern. Ich weigerte mich. Der Oberbefehlshaber kam heraus, ich konnte es kaum glauben, es war ein Freund aus Grundschultagen. Gabor. Meine Töchter schrien die ganze Zeit vor Angst. Rund um den Wagen standen zwei-, dreihundert Menschen. Ich fragte Gabor: Was wollt ihr von mir?

Ich sollte angeben, was ich im Ausland gemacht hatte, wen ich getroffen hatte, warum ich zurückkam, ob ich einen Auftrag hätte. Sie schrieben ein Protokoll, und als ich herauskam, war der Wagen leer, meine Familie weg. Ich packte einen Soldaten: Gebt mir meine Familie wieder! Wo sind sie? Er sagte: Im Keller. Ich wollte ihn schlagen, da sagte er: Die Mädchen mussten auf die Toilette. Er hatte mir Angst machen wollen, einen Scherz. Ich hätte ihn beinahe erschlagen." Grosics hält inne. "Ja, alles wäre anders gekommen", sagt er dann, "wenn wir gewonnen hätten. Ich hätte bei Honved bleiben können, der Prozess hätte nicht stattgefunden. Das Gefühl der Verbitterung wird mich immer begleiten. Immer."

Oliver Link / print

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