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DFB-Pokal: Dämpfer für Stuttgarts Himmelsstürmer

Zwei faustdicke Überraschungen in der dritten Runde des DFB-Pokal: Die Überflieger des VfB verloren in Gladbach sang- und klanglos mit 2:4, desolate Leverkusener schieden nach einem peinlichen 2:3 gegen Regionalligist TSG Hoffenheim aus.

Mit einer blamablen Vorstellung hat sich Bayer Leverkusen in der dritten Runde aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Auch für den VfB Stuttgart, der ohne Torwart Hildebrand und mit vielen SPielern aus der zweiten Garnitur antrat, ist der Tanz auf drei Hochzeiten beendet. Die Schwaben verloren am Dienstagabend im Achtelfinale bei Borussia Mönchengladbach mit 2:4 (1:0).

Borussia M'Gladbach - VfB Stuttgart 3:2

DIe Schützlinge von Felix Magath erlitten damit die erste Niederlage in einem nationalen Wettbewerb seit dem 17. Mai. Matchwinner für die Gladbacher vor 22 600 Zuschauern war der 20-jährige Tscheche Vaclav Sverkos, der den VfB mit seinen Treffern in der 48., 54. und 71. Minute praktisch im Alleingang besiegte. Das vierte Tor steuerte der eingewechselte Arie van Lent (74.) bei. Kevin Kuranyi (42.) und Imre Szabics (60.) trafen für den Bundesliga-Tabellenführer, der den Bökelberg erstmals seit achteinhalb Jahren als Verlierer verließ.

TSG Hoffenheim - Bayer Leverkusen 3:2

Eine handfeste Sensation schaffte der schwäbische Regionalligist TSG Hoffenheim gegen das "Top-Five"-Team aus Leverkusen: 3:2 gewannen die Amateure gegen den Bundesliga-Dritten. Bayer Leverkusen bot eine desolate Leistung. Nationalspieler Jens Nowottny meinte frustriert nach dem Spiel, mit einer solchen Darbietung hätte man selbst in der Regionalliga nichts zu suchen. Stefan Sieger (7./Foulelfmeter), Heiko Throm (30.) und Kai Herdling (77.) schossen die Nordbadener vor 6400 Zuschauern im ausverkauften Dietmar-Hopp- Stadion als einzigen Amateurclub ins Viertelfinale. Tore von Lucio (55.) und Dimitar Berbatow (67.) waren für die nahezu in Bestbesetzung angetretene Elf von Klaus Augenthaler zu wenig. Es war die erste Pflichtspiel-Niederlage der Leverkusener seit dem 23. August.

Eintracht Braunschweig - Alemannia Aachen 0:5

Alemannia Aachen beendete vor 18 000 Zuschauern die Pokal- Erfolgsserie der Braunschweiger Eintracht, die in den beiden ersten Runden mit dem 1. FC Kaiserslautern und Hannover 96 zwei Bundesligisten ausgeschaltet hatte. Der dreifache Torschütze Emmanuel Krontiris (30./54./59.), Karlheinz Pflipsen (48.) und Erik Meijer (63.) sorgten mit ihren Toren zum 5:0 (1:0) dafür, dass die Alemannia nach den Negativ-Schlagzeilen durch den Spielabbruch gegen Nürnberg und den Dopingfall Gomez wieder sportlich auf sich aufmerksam machte.

Jahn Regensburg - MSV Duisburg 2:4 n. E.

Im Elfmeterschießen setzte sich der MSV Duisburg mit 4:2 beim Liga-Konkurrenten Jahn Regensburg durch, der nach zwei Toren des Albaners Altin Rraklli (25./47.) zum zwischenzeitlichen 3:1 bereits wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Doch Abdelaziz Ahanfouf machte dem Liga-Neuling vor 8500 Zuschauern einen Strich durch die Rechnung und schoss die "Zebras" mit seinen Treffern (66./90.+1) zum 3:3-Endstand in die Verlängerung. Die Duisburger Führung durch Miroslav Spizak (14.) hatte Andras Tölcseres (15.) postwendend zum 1:1 ausgeglichen.

Die restlichen Pokalspiele der Dritten Runde, u.a. Bayern gegen Hamburg, finden am heutigen Mittwoch statt. Das Viertelfinale wird am kommenden Sonntag im Rahmen der ARD-Sportschau ausgelost.

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