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DFB-Pokal: Kaiserslautern erreicht das DFB-Finale

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern steht zum siebten Mal im Finale des DFB-Pokals. Die krisengeschüttelten Pfälzer gewannen 3:0 gegen SV Werder Bremen.

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern steht zum siebten Mal im Finale des DFB-Pokals und hat den UEFA-Cup- Hoffnungen des SV Werder Bremen einen weiteren Dämpfer versetzt. Die krisengeschüttelten Pfälzer gewannen am Dienstagabend vor 28 335 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion gegen die Norddeutschen mit 3:0 (1:0) durch Tore von Lincoln (8.), Miroslav Klose (52.) und Christian Timm (80.) und sind damit seit sieben Pflichtspielen ohne Niederlage.

Im Endspiel am 31. Mai im Berliner Olympiastadion trifft der Pokalsieger von 1990 und 1996 auf den FC Bayern München oder Bayer Leverkusen, die sich am Mittwoch im zweiten Halbfinale gegenüberstehen. Fehlen wird im Finale Dimitrios Grammoszis, der nach einem rüden Foulspiel an Markus Daun die Rote Karte sah (63.).

Werder schaffte die sportliche Wende nicht

Bremen, in der Bundesliga in diesem Jahr noch ohne Sieg und auf Platz sechs abgerutscht, wollte im Pokal-Wettbewerb die sportliche Wende schaffen. Trainer Thomas Schaaf hatte die Mannschaft nach der 0:3-Pleite in Leverkusen auf vier Positionen verändert. Tim Borowski und der 19-jährige Amateur Christian Schulz durften im Mittelfeld ran. An Stelle von Ailton und Angelos Charisteas stürmten Daun und der Ex-Lauterer Marco Reich.

Der Effekt dieser Maßnahme blieb aus, und die Schwachstellen der Werder-Mannschaft rückten einmal mehr ins Blickfeld. Schon nach zwei Minuten hätten die Gastgeber mit 1:0 in Führung gehen, als Aleksander Knavs nach einer Ecke den Ball aus Nahdistanz dem Bremer Torhüter Jakub Wierzchowski in die Arme köpfte. Der Brasilianer Lincoln machte es in der 8. Minute besser und erzielte mit freundlicher Unterstützung der Bremer Hintermannschaft die 1:0-Führung.

Lincoln darf kein Kopfballtor machen...

Paul Stalteri unterlief genau wie Wierzchowski eine Flanke von Klose - Lincoln hatte keine Mühe, den Ball über die Linie zu drücken. "Bei allem Respekt für Lincoln - der darf kein Kopfballtor machen", schimpfte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs und ihm schwante nichts Gutes: "Gegen Leverkusen haben wir das 0:1 fast genauso bekommen."

Während die Fans der "Roten Teufel" schon nach einer Viertelstunde lauthals sangen "Wir fahren nach Berlin", versäumten es die Pfälzer, in der ersten Halbzeit gegen die harmlosen Bremer nachzulegen, die haarsträubende Fehler in der Defensive machten und selbst kein Mittel fanden, die Lauterer Abwehr zu knacken. Ein Schuss von Daun, der knapp am Tor vorbeistrich (15.), war die beste Werder-Chance vor der Pause.

Schaaf reagierte erst, als es zu spät war. Als Miroslav Klose einen Freistoß über 40 Meter von Dimitrios Grammozis mit der Brust annehmen und unbedrängt zum 2:0 einschieben konnte (52.), brachte der Bremer Coach als letzte Rettung Ailton und Charisteas. Doch selbst gegen zehn Lauterer konnten die Gäste die Partie nicht mehr kippen. und mussten nach einem Abspielfehler von Stalteri sogar noch das 0:3 durch den eingewechselten Christian Timm hinnehmen (80.).

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