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DFB-Pokal: Mainz zwingt Bayern in die Verlängerung

Nach einem starken Kampf unterlag der FSV Mainz 05 den schwachen Bayern. Die Magath-Elf gewann nach der Verlängerung mit 3:2 und zog damit ins Halbfinale des DFB-Pokals ein.

Claudio Pizarro hat dem FC Bayern München zum Start ins WM-Jahr die Chance auf drei Titel erhalten. Durch einen unhaltbaren 20 Meter-Schuss des Peruaners in der 115. Minute kam der Rekord-Cupsieger am Dienstagabend zu einem glücklichen 3:2 (1:1,.0:1)-Sieg nach Verlängerung gegen den FSV Mainz.05 und zog zum 19. Mal ins Halbfinale des DFB-Pokals ein.

Vor 53.000 Zuschauern im "Eisschrank" Allianz Arena hatte die frech aufspielende Elf von Trainer Jürgen Klopp den hohen Favoriten zuvor an den Rand einer Niederlage gebracht. Das vermeintliche Bayern-Siegtor durch "Joker" Paolo Guerrero (94.) beantwortete Petr Ruman (106.) mit dem Treffer zum 2:2. Erst neun Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Pizarro die Gäste-Führung durch einen von Mohamed Zidan verwandelten Foulelfmeter (21.) ausgeglichen und damit die Verlängerung erzwungen.

Mainz dominiert erste Halbzeit

Bei eisiger Kälte um minus 10 Grad benötigten die Münchner weit mehr als eine Stunde, um einigermaßen auf Betriebstemperatur zu kommen. Erst mit der Einwechslung von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger und Guerrero als drittem Stürmer brachten die Bayern ihren Gegner in der Schlussphase in echte Bedrängnis. Lohn war der Ausgleich neun Minuten vor Schluss durch Pizarro, der eine Kopfball- Vorlage von Michael Ballack verwertete.

Die erste Halbzeit stand zur Überraschung der Fans im erstmals bei einem Bayern-Auftritt nicht ausverkauften Stadion klar im Zeichen des FSV, der die Gastgeber mit hohem läuferischen Aufwand nicht zur Entfaltung kommen ließ. Die Magath-Elf wirkte dagegen pomadig wie in einem Testspiel und allzu sorglos in der Rückwärtsbewegung. Ballack spielte im Mittelfeld weit unter Normalform und auch Roy Makaay knüpfte nahtlos da an, wo er vor der Winterpause aufgehört hatte: Der Niederländer blieb ohne Tormöglichkeit.

Bayern kommen spät in Fahrt

Im ersten Pflichtspiel nach 33 Tagen wären die Münchner von den kessen Mainzern beinahe schon nach fünf Minuten eiskalt erwischt worden. Mit einem Reflex verhinderte Oliver Kahn gegen Michael Thurk einen drohenden Rückstand, nachdem Owen Hargreaves den Ball gegen Zidan vertändelt hatte und der Ägypter ungehindert flanken konnte. Nicht nur in dieser Szene wirkte der Engländer, der überraschend den Vorzug vor Martin Demichelis erhalten hatte, unsicher. Auch dem Strafstoß, den Valerien Ismael gegen Nikolce Noveski verschuldete und Zidan sicher verwandelte, ging ein Schnitzer von Hargreaves voraus.

Erst eine Standardsituation brachte nach 39 Minuten erstmals Gefahr für das Tor von Christian Wetklo, der den am Meniskus operierten Dimo Wache gut vertrat. Doch Ze Roberto, bis dahin auffälligster Bayern-Akteur, scheiterte an der Latte. Danach bewahrte Wetklo seine Mannschaft gegen den frei auf ihn zulaufenden Claudio Pizarro (43.) vor dem drohenden Ausgleich. Mit Demichelis für Hargreaves und mehr Laufbereitschaft starteten die Bayern mit Beginn der zweiten Hälfte das Unternehmen Aufholjagd. Nach Flanke von Karimi köpfte Ballack (55.) knapp vorbei. 16 Minuten vor Schluss rettete Wetklo gegen den eingewechselten Guerrero, ehe Pizarro die frierenden Bayern-Fans doch noch jubeln ließ.

Klaus Bergmann/DPA / DPA

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