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Klare Haltung: Frankfurt-Präsident Fischer fordert von Bundesliga Anti-AfD-Kurs

Die Debatte gibt es schon seit Monaten: Wie verhalten sich Bundesliga-Klubs zur AfD? Der Präsident von Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, hat seinen Klub klar positioniert und bekräftigt seine Haltung.

Eintracht Frankfurt

Peter Fischer auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt

Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, wurde über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, als er in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Ende Dezember sagte: "Wer die AfD wählt, kann bei uns kein Mitglied sein." Er machte diese Aussage im Vorfeld der Jahreshauptversammlung seinen Klubs getan, auf der er mit überwältigender Mehrheit erneut zum Präsidenten gewählt wurde und viel Applaus für seine Worte erhielt.

Er war damit der erste Funktionär eines Bundesliga-Vereins, der sich zur AfD klar positionierte. Die AfD drohte mit einer Anzeige. Jetzt hat Fischer seine Position in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" bekräftigt: "Natürlich wünsche ich mir, dass der ein oder andere Klub jetzt sagt: Jawohl, wir haben verstanden. Jawohl, die AfD passt nicht zu unseren Werten“, sagte er.

Bislang folgt niemand Eintracht Frankfurt

Bislang sei er enttäuscht, dass nicht mehr Vereine dem Anti-AfD-Kurs der Eintracht folgen, erklärte Fischer: "Es hätte mich gefreut, wenn mehr Vereine den Mumm gehabt hätten zu sagen: Das sind unsere Werte, dafür stehen wir und das lehnen wir ab."

In der Fußball-Bundesliga würden viele Klubs aus Angst vor wirtschaftlichen Konsequenzen auf politische Äußerungen verzichten: "Es gibt Investoren, multinationale Konzerne und Sponsoren, die sich sagen: 13 Prozent der Wähler kaufen Autos von VW. 13 Prozent der Wähler trinken Red Bull, 13 Prozent nehmen ab und an eine Tablette Aspirin. Das sind Interessen, die eine klare politische Haltung verhindern“, sagte Fischer. Die AfD hatte knapp 13 Prozent bei der Bundestagswahl erzielt.


tis

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