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EM 2012 Bundestrainer Jogi Löw - Bayern freuen sich auf die Nationalmannschaft


Vor dem Testspiel der DFB-Auswahl gegen die Schweiz spricht Bundestrainer Jogi Löw über das Telefonat mit Bastian Schweinsteiger und spricht über seine Eindrücke beim Trainingslager in Südfrankreich. Zudem spricht Löw über die Bedeutung des Testspiels gegen die Schweiz und verrät Teile seiner Aufstellung.

Bundestrainer Jogi Löw gibt im Interview ein erstes Zwischenfazit zum Trainingslager in Südfrankreich. Zudem berichtet Löw vom Telefonat mit Bastian Schweinsteiger und erklärt, welchen Stellenwert das Testspiel gegen die Schweiz für ihn hat. 

Hatten Sie inzwischen Kontakt mit Bastian Schweinsteiger, der nach dem verlorenen Champions-League-Finale der Bayern gegen Chelsea besonders niedergeschlagen war?

Löw: Ich habe mit allen Bayern-Spielern in den vergangenen Tagen telefoniert. Bastian hat natürlich einen wichtigen Elfmeter verschossen, das hat ihm zugesetzt. Trotzdem sagt er, es gibt wieder neue Ziele. Alle Bayern freuen sich, zur Nationalmannschaft zu kommen. Es gibt ein neues Umfeld, eine neue Zielsetzung. Ich habe gespürt, sie freuen sich, dass es weitergeht, dass die Saison nicht gänzlich zu Ende ist.

Es könnte also positiv sein, dass die Spieler nicht mit diesem Negativerlebnis in die Sommerpause gehen müssen?

Löw: Wenn sie ein bisschen Abstand haben, kann ich mir vorstellen, dass sie am Samstagabend mit frischer Energie kommen. Wenn sie hier mittrainieren, wieder ein Länderspiel bevorsteht, werden Lust und Motivation wieder da sein und die Enttäuschung über die Niederlage im Champions-League-Finale wird zurückgelassen.

Wie fällt - hier in Südfrankreich - Ihr Zwischenfazit bei Halbzeit der Turniervorbereitung aus?

Löw: Die Mannschaft arbeitet wahnsinnig intensiv und fokussiert. Ich spüre, wie ständig Fortschritte gemacht werden. Das letzte Drittel der Vorbereitung - wenn die Bayern-Spieler kommen - wird dann ganz wichtig. Denn bei den Bayern sind ja einige Protagonisten dabei, die bei uns eine ganz wichtige Rolle spielen. Es wird wichtig sein, dass sie schnell integriert werden.

Welche Bedeutung hat das Länderspiel am Samstag in der Schweiz für Sie?

Löw: Ich denke, dass ich aus dem Spiel wichtige Erkenntnisse für die kommenden zwei Wochen ziehen kann. Was klappt, was klappt nicht? Das wird sicherlich offengelegt, auch, weil die Mannschaft körperlich noch nicht auf dem dynamischsten Niveau sein kann. Da muss man Abstriche machen. Wir nehmen im Training aber keine Rücksicht auf das Spiel.

Nehmen Sie alle 19 verfügbaren Spieler mit? Und wie planen Sie mit Miroslav Klose?

Löw: Ich nehme alle 19 Spieler mit. Wenn die nächsten zwei Tage bei Miro Klose normal verlaufen, wovon ich ausgehe, dann wird er auch spielen.

Per Mertesacker war wie Miroslav Klose lange verletzt, macht aber im Training einen guten Eindruck. Brauchen Sie die beiden Testspiele in Basel und dann noch gegen Israel in Leipzig als letzte Gewissheit bei Ihrem Abwehrchef?

Löw: Die Testspiele brauche ich, die braucht natürlich auch er. Er hat länger keinen Wettkampf bestritten. Aber ich habe ihn körperlich nicht häufig so gut gesehen. Die Reha-Arbeit hat ihm gut getan. Aber klar, jetzt muss der letzte Schritt passieren. Wettkampfpraxis ist nochmal eine Stufe höher als Training. Es ist wichtig für ihn selber: Er muss wieder im richtigen Moment in die Zweikämpfe gehen, muss die Abwehr organisieren. Von daher sind die Spiele für ihn wichtig.

Im Training haben Sie bei der Abwehrschulung Julian Draxler rechts im Mittelfeld agieren lassen und Ilkay Gündogan auf der Position von Bastian Schweinsteiger neben Sami Khedira. Könnte das auch gegen die Schweiz so sein?

Löw: Jeder Spieler muss die Laufwege und Aufgaben kennen. Der Julian Draxler muss wissen, wenn er am Samstag spielt oder ins Spiel kommt, was wir von ihm erwarten. Und Gündogan spielt ja auf dieser Position neben Schweinsteiger oder Khedira auch in Dortmund. Natürlich will ich mir nochmal ein Bild machen von dem einen oder anderen Spieler. Er kann sich nochmal bewähren in einer Halbzeit gegen die Schweiz.

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