HOME

EM 2016: Darum fallen diesmal so viele späte Tore

Extrem viele Spiele kippen in letzter Sekunde. Der Rekord später Tore ist bei der EM 2016 schon nach der ersten Woche eingestellt. Drei Gründe für das Phänomen.

Daniel Sturridge

In der Nachspielzeit erzielte Daniel Sturridge den 2:1-Siegtreffer für England in der Partie gegen Wales.

Dem Waliser Superstar Gareth Bale entglitten die Gesichtszüge, der Franzose Dimitri Payet trat vor Freude eine Eckfahne um: Extrem späte Tore lösen bei der Fußball-EM in Frankreich die unterschiedlichsten Emotionen aus. Das entscheidende 1:0 des Italieners Eder gegen Schweden war am Freitag bereits das elfte Tor nach der 85. Minute, sechs davon fielen sogar erst in der Nachspielzeit. Damit ist bereits zum frühen Zeitpunkt der EM-Rekord von 2004 und 2008 eingestellt: Auch bei diesen beiden Turnieren - allerdings mit nur 16 Teams - wurden jeweils elfmal Spiele spät entschieden.

Als "Könige der Nachspielzeit" wurde die EM-Gastgeber gefeiert, nachdem sie ihre Siege im Auftaktspiel gegen Rumänien (2:1) und im Duell mit Albanien (2:0) erst in der Schlussphase perfekt machten. Der Treffer von Payet gegen die Albaner in der 96. Minute ging zudem als bisher spätestes Tor in die EM-Geschichte ein.

"Die Konzentration lässt nach"

"In den letzten Minuten lässt einfach die Konzentration nach, wenn man so leidenschaftlich kämpft und fightet", erklärte Deutschlands Stürmer Mario Gomez das Phänomen. "Oftmals kommt in letzten Minuten noch Hektik hinzu oder eine Unachtsamkeit und dann ist es passiert." Bundestrainer Joachim Löw wundert das nicht: "Für einige Mannschaften ist es hier das Turnier ihres Lebens. Sie werfen alles rein, sie wehren sich mit Händen und Füßen."

Professor Jens Kleinert vom Psychologischen Institut der Sporthochschule Köln stellte dazu fest: "Das Phänomen ist auffällig." Es gebe für die späten Tore drei Erklärungsansätze. "1. Es liegt ausschließlich am Körperlichen, die Puste fehlt, die Spieler werden müde. 2. Es liegt an den rationalen Fähigkeiten, die wegen der Müdigkeit eingeschränkt sind. 3. Es liegt an der emotionalen Beanspruchung", sagte er.

Gegen Ende des Spiels hätten die Akteure logischerweise weniger Zeit, einen Rückstand aufzuholen. "Eine Entscheidung, die Ende des Spiels fällt, ist immer weniger rückführbar. Wenn ich als Profi daran denke: 'Wenn jetzt ein Gegentor fällt, dann wird es kribbelig' - dann habe ich höheren emotionalen Druck, dann habe ich Stress. Denn Stress ist einfach emotionale Überbeanspruchung."

"Das Denken an Konsequenzen ist tödlich"

Diese Gründe werden nach Auffassung des Experten dadurch verstärkt, dass das Leistungsgefälle zwischen den Teams geringer denn je ist. "Je größer die Ungewissheit, wie etwas ausgeht, je größer ist der emotionale Stress", erklärte Kleinert. Von entscheidender Bedeutung sei daher, wer am Ende mehr Körner und mehr rationale Fähigkeiten habe. Die Frage laute: "Wie viel steht auf dem Spiel und wie viel kann ich da kontrollieren? Wie bedeutsam ist es, dass ich verliere? Am Ende des Spiels habe ich immer weniger Zeit, das zu kontrollieren, wenn ich jetzt in Rückstand gerate."

Dann sei es umso wichtiger, "den Fokus nur auf die Aufgabe zu richten und nicht an Konsequenzen zu denken. Die große Fähigkeit ist es, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Das Denken an Konsequenzen ist tödlich im Hochleistungssport", betonte Kleinert.

Frank Thomas, DPA

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(