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Europa League Hannover siegt 2 -1 in Kopenhagen


Sie waren überlegen, kassierten einen unverdienten Rückstand, aber kämpften sich zurück und drehten mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten das Spiel. Hannover 96 bleibt nach dem 2:1-Sieg in der Europa League weiter ungeschlagen und hat beste Chancen auf die Zwischenrunde.

Für die rund 10.000 aus Hannover mitgereisten 96-Fans hat sich der Trip gelohnt. Ihre Mannschaft feierte einen 2:1-Sieg über den FC Kopenhagen und bleibt damit auf Kurs in Richtung Zwischenrunde.

Die Niedersachsen waren über weite Strecken überlegen, kassierten durch Dame N'Doye (67.) aber trotzdem einen unverdienten Rückstand. Doch die Antwort darauf war sensationell. Jan Schlaudraff (71.) und Lars Stindl (74.) mit einem Traumtor brachten mit ihrem Doppelschlag binnen drei Minuten die insgesamt stärkeren Niedersachsen nach dem unglücklichen Rückstand wieder auf Siegkurs und sorgten dafür, dass Hannover auch im vierten Europa League-Spiel dieser Saison unbezwungen blieb.

"Das Gegentor hat nicht dazu geführt, das jemand nervös wurde. Wir haben noch eine Schippe draufgelegt", analysierte Sportdirektor Jörg Schmadtke nach Schlusspfiff bei Sky und fand vor allem für Siegtorschütze Stindl lobende Worte: "Er hatte in letzter Zeit ein bisschen Pech. Wenn er sich dann den schwersten Versuch aussucht, um das Tor zu machen, ist es besonders schön.“ Schön aus Hannoveraner Sicht ist auch, dass man punktgleich mit Standard Lüttich (je 8) in der Gruppe B auf Rang zwei steht und bereits vier Zähler Vorsprung auf Kopenhagen aufweist.

Weitgehend ereignislose erste Hälfte

Den 35.000 Zuschauern im Parken zu Kopenhagen bot sich eine zähe erste Hälfte mit wenigen Höhepunkten, in der die Hausherren zunächst den besseren etwas Eindruck hinterließen und Hannover zu viele leichte Ballverluste unterliefen. Mit zunehmender Dauer fanden die Gäste zwar besser ins Spiel, wirkten aber unsicher, sobald Kopenhagen etwas das Tempo anzog.

Da der überraschte Cesár Santin eine Unsicherheit von Ron-Robert Zieler, der einen Pass von Johnny Thomsen direkt vor die Füße des Kopenhageners abgeklatscht hatte, nicht nutzte, brannte aber hinten nichts an. Nach vorne tat sich Hannover schwerer, brauchte bis zur 40. Minute, um vor dem gegnerischen Tor für Gefahr zu sorgen. Nach Mohammed Abdellaoues Flanke, köpfte Lars Stindl jedoch einen Meter über das Tor und vergab die beste Möglichkeit vor der Pause.

Richtige Antwort auf unverdienten Rückstand

Die zweite Hälfte bestimmte Hannover. Die Niedersachsen spielten deutlich aktiver und wurden gefährlicher. Abdellaoue verpasste einen Mix aus Schuss und Pass von Stindl nur knapp, der kurz darauf einen Freistoß aus 25 Metern ans Außennetz und einen Distanzschuss von der Strafraumgrenze neben dem Tor platzierte. Die Führung schien eigentlich nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch dann verlängerte Abdellaoue eine Ecke unglücklich direkt vor die Füße von N'Doye, der aus 14 Metern unbedrängt zum unverdienten 1:0-Führungstreffer einschoss.

Hannover steckte aber nicht auf und drehte mit einem Doppelschlag das Spiel. Erst verlängerte Abdellaoue eine Hereingabe – diesmal von Sofian Chahed und auf der richtigen Seite. Schlaudraff profitierte und versenkte den Ball aus 12 Metern im langen Eck. Drei Minuten später hob Stindl eine Chahed-Vorlage mit rechts an Ragnar Sigurdsson vorbei und verwerte mit links zum 2:1. In der Schlussviertelstunde brannte nichts mehr an, Hannover brachte anders als beim 2:2 im Hinspiel diesmal den Erfolg routiniert über die Bühne.

Malte Asmus

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