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Europa-League-Qualifikation: Stuttgart zittert sich in die Playoffs

Verhaltener Saisonauftakt für den VfB: Das erste Pflichtspiel der Stuttgarter im heimischen Stadion war mau und drohte zum Fehlstart zu werden. Erst in der Nachspielzeit gelang gegen den norwegischen Klub FK Molde der Ausgleich - und damit die Qualifikation für die Playoff-Runde.

Der VfB Stuttgart ist nach einer Zitterpartie weiter im Europapokal-Geschäft. Der schwäbische Fußball-Bundesligist schaffte am Donnerstag in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League mit einem 2:2 (0:1) gegen den norwegischen Vizemeister FK Molde das Weiterkommen. Das Hinspiel hatten die Stuttgarter 3:2 gewonnen.

Der VfB Stuttgart machte bei Dauerregen gegen Molde FK erst einmal Druck. Den Schwaben war jedoch anzumerken, dass sie noch mitten in der Saisonvorbereitung stecken. Rund zwei Wochen vor dem Bundesligastart fehlten vielen Aktionen Tempo und Präzision, sodass die Norweger in der ersten Hälfte nur selten in Gefahr gerieten. Die beste Chance in der Anfangsphase besaß Pawel Pogrebnjak, dessen Schuss aus zehn Metern Molde-Keeper Knut Lillebakk gekonnt abwehrte. In der 21. Minute verfehlte Nationalspieler Christian Träsch knapp das Ziel. Ansonsten fiel dem VfB wenig ein.

Abwehr nicht auf der Höhe

Auf der anderen Seite war die VfB-Abwehr gegen die harmlosen Gäste nur selten gefordert. Bei den wenigen Angriffen von Molde leistete sich die VfB-Defensive ohne den noch länger verletzten Kapitän Matthieu Delpierre aber wie schon beim 3:2 im Hinspiel vor einer Woche einige Wackler. Einer davon hätte in der 27. Minute fast zum Rückstand geführt: Zunächst scheiterte Baye Fall an Sven Ulreich, den Abpraller vergab Emil Johansson kläglich. Doch vier Minuten vor der Halbzeitpause führte ein kapitaler Stellungsfehler der Stuttgarter Abwehr doch noch zur Gäste-Führung. Johansson nutzte die Chance aus wenigen Metern zum 1:0 aus.

Die Stuttgarter Verteidiger sahen auch beim 0:2 durch Knut Rindaröy in der 49. Minute schlecht aus. Schon beim Hinspiel hatte sich die Stuttgarter Abwehr ohne Delpierre als äußerst anfällig gezeigt. Erst nach dem 0:2 wachten die Stuttgarter, bei denen sich mit Abstrichen nur Torschütze Pogrebnjak leicht abhob, etwas auf und erhöhten den Druck. Zunächst scheiterte Ciprian Marica freistehend an Lillebakk, ehe Pogrebnjak in der 54. Minute per Kopf nach Freistoß von Timo Gebhart das wichtige 1:2 schoss. Insgesamt fehlten den Aktionen des VfB Tempo, Ideen und Präzision, sodass die Norweger nur selten in Gefahr gerieten. Den Stuttgarter Ausgleich erzielte Timo Gebhart erst in der Nachspielzeit – 30 Sekunden vor Schluss.

Um sich für die Gruppenphase in der Europa League zu qualifizieren, muss das Team von Trainer Christian Gross nun noch die Playoffs am 19. und 26. August überstehen. Die Auslosung für die nächste Runde, in der dann auch die Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen ins Geschehen eingreifen, findet am Freitagmittag statt.

Degen kommt, Ayew bleibt in Marseille

Das war nicht gut, da gibt es nichts zu beschönigen", sagte VfB-Trainer Christian Gross. "Ich verlange mehr." Meint Gross mehr Spieler? Bei der Suche nach Verstärkungen hat der VfB die erste Niederlage einstecken müssen. Der ghanaische WM-Teilnehmer Andre Ayew (20), mit dem sich die Schwaben angeblich schon einig waren, bleibt bei Olympique Marseille. Sportdirektor Fredi Bobic erklärte vor dem Spiel gegen Molde, "dass wir diesen Kampf verloren haben". Dagegen steht der Transfer von Philipp Degen vom FC Liverpool kurz bevor. Der Schweizer Nationalspieler soll für ein Jahr ausgeliehen werden. . Der Schweizer werde am Freitag den Medizin-Check beim Fußball-Bundesligisten absolvieren, sagte Sportdirektor Fredi Bobic am Donnerstag. "Wenn das passt, wird er auch unterschreiben", erklärte Bobic. Auch Ibrahima Traore von Zweitligiust FC Augsburg steht weiterhin auf der Wunschliste des VfB. Beide Klubs konnten allerdings noch keine Einigung über die Ablöse erzielen. Bobic kündigte nach dem geplatzten Ayew-Deal an, Ersatz in der Hinterhand zu haben.

SID/DPA/swd / DPA

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