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Europa League Schalke will durch Sieg gegen Steaua vorzeitig in die K.o.-Runde


Nach der Derby-Niederlage kommt die Aufgabe in der Europa League gegen Steaua Bukarest den Schalkern gerade recht. Ein Erfolg gegen die Rumänen, die den einzigen Sieg gegen ein deutsches Team 1957 verbuchen konnten, soll die schlechte Stimmung wegspülen und die K.o.-Runde sichern.

Huub Stevens war an seinem 58. Geburtstag wenig in Feierlaune schließlich hatte die Niederlage beim Erzrivalen Dortmund im richtig die Stimmung vermiest.

Angreifer Klaas-Jan Huntelaar versprach dem Trainer ein nachträgliches Geschenk - und stellte auch dem nicht minder verärgerten Anhang Wiedergutmachung in Aussicht: "Wir waren alle sehr enttäuscht. Mit einem Sieg können wir unsere Fans wenigstens ein bisschen versöhnen."

Die dürftige Vorstellung beim 0:2 in Dortmund hat Spuren hinterlassen. Von den positiven Ansätzen, die das Team seit der Amtsübernahme von Stevens Ende September gezeigt hatte, war in den vorigen Tagen kaum noch die Rede. Vielmehr pflegte der niederländische Coach seine schlechte Laune.

Auch Raúl bekam den Unmut von Stevens zu spüren. "Er spielt in dieser Saison bislang schwankend." Ebenso kritisch ging der Trainer mit Jungstar Lewis Holtby ins Gericht: "Lewis muss sich mehr präsentieren und in die Häuptlings-Rolle hineinwachsen", klagte er in der Bild.

Bukarest-Spiel als Stimmungsaufheller

Angesichts der knisternden Stimmung kommt das Duell mit den Rumänen gerade recht. "Es ist gut, dass schon das nächste Spiel auf dem Programm steht", sagte Huntelaar voller Hoffnung auf eine Rückkehr des Teams in die Erfolgsspur. Mit einem Sieg könnten die Schalker, die in der Gruppe J die Tabelle mit acht Zählern vor Maccabi Haifa (6 Punkte), Bukarest (5) und AEK Larnaca (2) anführen, den Einzug in die K.o.-Runde perfekt machen. "Das haben wir beim 0:0 daheim gegen Larnaca verpasst und wollen es nun nachholen", sagte Manager Horst Heldt.

Die mäßige Bilanz des Tabellen-7. der rumänischen Liga gegen deutsche Clubs macht dabei Mut: Von 13 Partien gewann Steaua lediglich eine - ausgerechnet gegen Schalkes Erzrivalen Borussia Dortmund im Dezember 1957.

Endspiel nicht erwünscht

Ein Endspiel am letzten Gruppenspieltag Mitte Dezember in Haifa soll allen Beteiligten erspart bleiben. Deshalb strebt Stevens eine forschere Gangart an als beim wenig ansehnlichen 0:0 zum Auftakt der Gruppenphase gegen Bukarest in Cluj. Zudem hofft der Coach auf eine ähnliche Effizienz wie in den bisherigen Partien seiner Mannschaft auf internationalem Parkett: Beachtliche acht der 15 Torschüsse landeten seit Beginn der Gruppenphase in den Maschen.

Auf die rechtzeitige Genesung von Benedikt Höwedes kann Stevens jedoch nicht hoffen. Der Nationalspieler, der sich im Länderspiel gegen die Niederlande eine Außenbandverletzung im rechten Knie zugezogen hatte, ist zwar ins Lauftraining zurückgekehrt, steht aber noch nicht zur Verfügung.

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