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EUROPAPOKAL: Auf in die nächste Runde

Fünf deutsche Teams verbleiben im internationalen Wettbewerb. Bei der Auslosung für die nächsten Runden haben sie unterschiedlich schwere Aufgaben zu bewältigen.

Und auf geht es. Von den sieben deutschen Teams, die in die europäischen Wettbewerbe gestartet sind bleiben noch fünf übrig. Schalke 04 und Union Berlin haben die internationale Bühne verlassen. Bayern und Bayer ziehen in die Hauptrunde der Champions League ein. Hertha, Freiburg und Dortmund treten in der 3. Runde des UEFA-Cups an. Bei der Auslosung für die nächsten Runden erwischten die Teams unterschiedlich schwere Aufgaben.

FCB wieder gegen ManU

Bayern-Präsident Franz Beckenbauer musste schmunzeln: Die Münchner treffen in der Gruppe A auf ihren alten Bekannten Manchester United. Für die Bayern kein Grund zur Angst. »Wir sind Titelverteidiger,« stellte Kaiser Franz klar. »Unser Ziel ist es, ins Viertelfinale zu kommen. Ich bin mir sicher, dass wir das erreichen werden.«

Weitere Gegner sind Boavista Porto und der FC Nantes. Trainer Ottmar Hitzfeld gibt sich siegessicher. »Das ist eine Gruppe mit Mannschaften, die man schlagen kann. Manchester United ist der absolute Knüller und unser stärkster Konkurrent«, so der Bayern-Coach. »Ich hoffe und gehe davon aus, dass ManU und wir weiter kommen.« Nationaltorwart Oliver Kahn spricht sogar von einer Pflicht, sich »in dieser Gruppe durchzusetzen.«

Der Hammer für Bayer

»Wir haben drei Granaten zugelost bekommen.« Bayer Leverkusens Trainer Klaus Toppmöller trifft den Nagel auf den Kopf. Juventus Turin, Deportivo La Coruna und Arsenal London sind als Konkurrenten um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League, sicher keine leichte Aufgabe.

Aber Toppi nimmt die Herausforderung gerne an. »Wir sind krasse Außenseiter, doch im Hinterkopf rechnet man sich immer eine Chance aus. Auf jeden Fall können sich die Fans auf große Stars und tolle Spiele freuen.« Der Werksclub hat als Underdog eben nichts zu verlieren hat.

Lösbare Aufgabe für Berlin

Im UEFA-Cup erwischte Hertha BSC dagegen eine lösbare Aufgabe. Gegen den vermeintlich leichten Gegner Servette Genf gehen die Hauptstädter als Favorit ins Rennen. Allerdings ist sich Trainer Jürgen Röber der Stärken von Servette sehr wohl bewusst. »Genf spielt seit Jahren einen guten Ball«, warnte der Trainer.

Freiburg jetzt gegen Feyenoord

Die Youngstars vom SC Freiburg bekommen es mit Rotterdam zu tun. Gegen Feyenoord gibt es für die Breisgauer allerdings nichts zu verlieren. Das nicht nur, weil sie gegen den Vorrundengegner der Bayern klarer Außenseiter sind. Für das Team ist das erreichen der 3. Runde ohnehin der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Außerdem hätte Trainer Volker Finke lieber eine andere Mannschaft im Dreisamstadion empfangen. »Ich bin ganz ehrlich: Inter Mailand oder auch Paris St. Germain wären die angenehmsten Optionen gewesen. Doch auch Rotterdam ist attraktiv und zählt zu den Top-Teams in Europa. Schließlich hat Feyenoord in Holland Ajax den Rang abgelaufen«, so Finke.

Respekt in Dortmund

In Dortmund wird nach dem Ausscheiden in der Champions League der Ball erst mal flach gehalten. Auch wenn die Borussen im UEFA-Cup-Spiel gegen den FC Kopenhagen Favorit sind, zollt Matthias Sammer den Dänen Respekt. »Wir haben es mit keinem leichten Gegner zu tun. Ich habe Kopenhagen während der Champions-League- Qualifikation zwei Mal gesehen, ich weiß wie stark die sind«, sagte der Trainer. »Das ist keine leichte, aber eine lösbare Aufgabe«, pflichtet Präsident Gerd Niebaum bei.

Die Begegnungen im UEFA-Cup werden am 22. November und 6. Dezember stattfinden. Die ersten Spiele der Champions League Hauptrunde am 20. und 21. November.

Christian Meyer

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