HOME

Witziger Kommentar im Stadionheft: Bayern-Boss Rummenigge fordert Ende der Negativ-Serie

Mit beeindruckender Dominanz beherrscht Bayern München derzeit die Bundesligakonkurrenz. Allein gegen Frankfurt reichte es zuletzt nicht zum Sieg. Vereinsboss Rummenigge forderte nun, "diese Serie" zu beenden.

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge beweist im aktuellen Stadionheft Sinn für Humor

Zehn Siege aus elf Spielen. 31 von 33 möglichen Punkten. Solide fünf Zähler Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund, dazu eine positive Torbilanz von 29 Treffern. Wohl noch nie hat eine Mannschaft die Bundesliga derart dominiert, wie es der FC Bayern München derzeit tut. Für viele Fans und Beobachter steht bereits fest, dass das Starensemble um Trainer Pep Guardiola die Meisterschale in dieser Saison so schnell holen wird wie nie zuvor. Die alte, eigene Bestmarke stammt übrigens aus der Spielzeit 2013/2014. Damals standen die Bayern bereits nach dem 27. Spieltag als Deutscher Meister fest.

Umso größer war der Aufschrei, als es am vergangenen Freitagabend nur zu einem glanzlosen 0:0 gegen Eintracht Frankfurt reichte. Nur ein Unentschieden, kein einziges Tor: Die Bayern in der Krise? Schenkt man dem Vorwort von Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge zur Partie gegen den VfB Stuttgart am kommenden Samstag Glauben, dann offenbar schon. So heißt es im offiziellen Stadionheft: "Nachdem wir in der Bundesliga nun schon ein Spiel sieglos sind, wollen wir diese Serie heute gegen die Stuttgarter beenden und wieder einen Dreier einfahren."

Hat Bayern den Realitätssinn verloren?

Bitte was? Hat der Rekordmeister jetzt völlig den Realitätssinn verloren? Mitnichten. Vielmehr appelliert Rummenigge angesichts kritischer Kommentare zum Frankfurt-Remis humorvoll an die Fans, Siege des Teams nicht als selbstverständlich anzusehen. In Frankfurt sei der Mannschaft "das Normalste der Welt passiert: Wir haben nur unentschieden gespielt!", schreibt Rummenigge, um dann auszuführen: "Die Geschichte des Fußballs lehrt uns seit über 100 Jahren, dass keine Mannschaft alle Spiele gewinnen kann, nicht einmal der FC Bayern in der Form von 2015 - und damit sollten wir sehr, sehr entspannt umgehen."


Dazu gehört für den 60-Jährigen auch, die Spielweise Frankfurts - die Hessen hatten extrem defensiv agiert und so gut wie keine Offensivbestrebungen gezeigt - als "probates Mittel, um den Gegner am Torerfolg zu hindern", zu akzeptieren. "Es ist nicht schön, es mag den Fans nicht gefallen. (...) Aber es ist legitim, es ist erlaubt. Und auch das ist Fußball", schreibt Rummenigge.

Zudem seien derartige Spiele manchmal nicht verkehrt, "um die Demut nicht zu verlieren, um Siege auch wirklich einordnen zu können. Jeder Sieg unserer Mannschaft ist schön, aber nicht selbstverständlich", schließt Rummenigge das Vorwort ab. 

Bleibt zu hoffen, dass künftige Gegner wie das ähnlich sehen und sich den Über-Bayern nicht schon vor Anpfiff geschlagen geben. Andererseits: Vielleicht fällt Rummenigge dann ja erneut ein humorvoller Kommentar ein.


mod

Wissenscommunity