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FUSSBALL: Bayern-B-Elf erneut souverän

Die Bundesliga ist berechenbar geworden. Nach einem Drittel der Saison thront im Fußball-Oberhaus wie erwartet Rekordmeister FC Bayern München (28 Punkte) an der Spitze.

Die Bundesliga ist berechenbar geworden. Nach einem Drittel der Saison thront im Fußball-Oberhaus wie erwartet Rekordmeister FC Bayern München (28 Punkte) an der Spitze. Dahinter ist mit der bislang einzigen ungeschlagenen Mannschaft, Bayer Leverkusen (27), nur ein ernsthafter Konkurrent im Titelrennen in Sicht.

Mit dem Dritten, dem 1. FC Kaiserslautern (25) sowie den Revier-Clubs Borussia Dortmund (22) und FC Schalke 04 (18) rangeln trotz mäßiger Leistungen drei weitere »Etablierte« um die internationalen Plätze.

Stuttgart überraschend stark

In die Phalanx der »Großen« konnte bislang nur Stuttgart eindringen. Nach einem 2:0 gegen St. Pauli steht der VfB mit einem sehr jungen Team auf Rang fünf besser als erwartet.

Den Anschluss an die vorderen Plätze hat auch Hertha BSC mit einem 3:1 (1:0) im Sonntagsspiel beim 1. FC Nürnberg wieder hergestellt. Die Treffer für Berlin erzielten Marcelinho (20./90.) und Bart Goor (74.). Für den Tabellenletzten traf Frank Wiblishauser (60.).

Mit einem überraschenden 1:0 (1:0)-Auswärtssieg hat sich Hansa Rostock im zweiten Spiel am Sonntagabend beim Hamburger SV Luft im Abstiegskampf verschafft und HSV-Trainer Kurt Jara die erste Niederlage beigebracht. Den Treffer des Tages erzielte Markus Beierle in der 42. Minute.

Bayern überzeugte erneut

Sportlich überzeugen konnte am 11. Spieltag einmal mehr nur der FC Bayern. Für Gesprächstoff im Müngersdorfer Stadion sorgte aber weniger der glanzlose 2:0-Sieg beim 1. FC Köln durch zwei Tore von Claudio Pizarro als vielmehr die Trikot-Posse.

»Es ist doch schön, dass so ein hoch organisierter Club wie der FC Bayern auch noch menschliche Fehler macht«, kommentierte Manager Uli Hoeneß das Vergessen der Auswärts-Trikots. Doch auch in den vor Anpfiff schnell zurechtgeschnittenen weißen Leibchen war der achte Punktspielsieg in Serie der stark dezimierten Münchner B-Elf nie ernsthaft in Gefahr.

Lienens Job weiter sicher

Kölns Coach Ewald Lienen nahm Abwehrspieler Moses Sichone, der beide Gegentore verschuldete, in Schutz und muss sich auch nach der fünften Niederlage in Folge nicht um seinen Arbeitsplatz sorgen.

»Wir werden gemeinsam mit Lienen da unten raus kommen«, versicherte Manager Hannes Linßen. »Die Frage nach dem Trainer braucht uns keiner mehr zu stellen.«

Leverkusen weiter ungeschlagen

Zwölf gute Minuten genügten dem ansonsten mäßigen Verfolger Leverkusen, um nach der Gelb-Roten Karte für Lucio (68.) trotz Unterzahl aus dem 1:1 beim TSV 1860 München noch ein lockeres 4:1 u machen.

Klaus Toppmöller geriet nur wegen Lucios Feldverweis, den der Brasilianer durch ungebührliches Verhalten provoziert hatte, in Rage. Deshalb will sich der Coach den Brasilianer noch vorknöpfen.

Schalke überzeugte trotz Remis

Nach dem blamablen Champions-League-Aus wäre Schalke beim 1. FC Kaiserslautern fast die perfekte »Wiederauferstehung« gelungen. Trainer Huub Stevens verteilte nach dem 0:0 auf dem Betzenberg Komplimente an die ersatzgeschwächte Mannschaft.

»So wie sie gespielt und gekämpft hat, hat sie Werbung für den Fußball und für Schalke betrieben.« Halbwegs versöhnt war auch Manager Rudi Assauer, der allerdings dem ausgebliebenen Lohn nachtrauerte: »Es besteht die Gefahr, dass uns die anderen weglaufen. Mit einem Sieg hätten wir wunderbar angreifen können.«

BVB im Spargang zum Sieg

Froh über den glanzlosen 2:0-Erfolg bei Energie Cottbus war Matthias Sammer. »Man kann nicht immer erwarten, dass in unserem Spiel immer alles leuchtet und den Leuten der Mund offen stehen bleibt«, sagte der BVB-Trainer. »Wichtig sind solche Siege, die erkämpft wurden.« In der Lausitz geht nach furiosem Saisonstart und fünf Niederlagen in Folge der Fahrstuhl ungebremst in den Keller.

Schlechte Stimmung bei Werder

Trotz des 1:0 im Nordderby gegen den VfL Wolfsburg hängt bei Werder Bremen der Haussegen schief. Trainer Thomas Schaaf kündigte ein »interessantes Gespräch« mit Ailton an, weil der Brasilianer wegen einer Unbeherrschtheit die 5. Gelbe Karte sah und zudem als zuvor gefoulter Spieler einen Elfmeter verschoss.

Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, musste nach dem Sieg in Nürnberg vor einer Woche Borussia Mönchengladbach feststellen: Zum fünften Mal in Folge gelang kein Heimsieg. Dagegen freut sich der SC Freiburg über das 2:2 auf dem Bökelberg. Trainer Volker Finke: »Wir haben vier Punkte aus zwei Auswärtsspielen geholt. Damit kann ich gut leben.«

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