Fußball-Bundesliga Deisler rettet Bayern


Ausgerechnet Sebastian Deisler, nach Monaten wieder in der Startelf, erzielte den Münchner Siegtreffer in Freiburg. Rehabilitation gelang den angeschlagenen Dortmundern mit einem Sieg gegen Mainz.

Nach dem einzigen deutschen Europapokal-Erfolg in der vergangenen Woche bleibt der FC Bayern München auch in der Fußball-Bundesliga auf Titelkurs. Bei der erfolgreichen Verteidigung der Tabellenspitze profitierte der allerdings keineswegs überzeugende Rekordmeister von seinem "Edel-Reservisten" Sebastian Deisler, der beim 1:0-Erfolg in Freiburg den Siegtreffer erzielte. "Ich hoffe, dass der Trainer mich weiter aufstellt. Ich habe keine Lust, auf der Bank zu sitzen", meinte der Bayern-Profi. Felix Magath erklärte die schwache Leistung seines Teams mit der hohen Belastung. "Es ist immer schwierig, nach einem Highlight wie gegen Arsenal anschließend in der Bundesliga zu bestehen."

Bremen-Bochum

Meister SV Werder Bremen schoss sich gegen Lieblingsgegner VfL Bochum den Champions-League-Frust von der Seele und liegt mit 43 Punkten auf Rang drei in Lauerstellung. Nach dem glatten 4:0-Erfolg über den Tabellen-16. fiebern die Werder-Profis bereits dem Duell mit dem Rekordmeister am kommenden Wochenende entgegen. "Die Partie ist für alle sehr wichtig. Es kann für beide Teams ein großer Schritt zum Titel sein", sagte Nationalspieler Fabian Ernst. Gegen die Revier- Elf, die noch nie in Bremen gewinnen konnte, trafen Valerien Ismael, Frank Baumann, Nelson Valdez und Johan Micoud.

Berlin-Hamburg

Ein kurioses Spiel erlebten die 40.000 Besucher im Berliner Olympiastadion beim 4:1-Sieg von Hertha BSC gegen den Hamburger SV. "Das war sicherlich eines unserer schwächsten Saisonspiele", befand Berlins Trainer Falko Götz nach dem deutlichen Sieg seiner Elf durch die Treffer von Gilberto (2), Marcelinho und Giuseppe Reina. Der HSV war die bessere Mannschaft, Hertha schoss die Tore und schnuppert wieder an einem UEFA-Pokalplatz. "Unser Defensivverhalten war zu sorglos", meinte HSV-Coach Thomas Doll hinterher.

Dormund-Mainz

Mit dem höchsten Saisonsieg haben die Profis von Borussia Dortmund zumindest sportlich wieder für ein bisschen Ruhe im Umfeld gesorgt. Beim 3:0-Erfolg über den FSV Mainz 05 trafen Ebi Smolarek, Jan Koller und Lars Ricken. "Wir sind zwölf Punkte vom Abstiegsplatz entfernt und können uns nun nach oben orientieren", befand BVB-Kapitän Christian Wörns. Die Rheinhessen hingegen müssen nach neun Spielen ohne Sieg um den Klassenverbleib bangen. "Wir werden dennoch kühlen Kopf bewahren", versprach Torhüter Dimo Wache.

Bielefeld-Nürnberg

Aus der Abstiegszone verabschiedet hat sich Aufsteiger Arminia Bielefeld. Nach dem 3:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg träumen die Ostwestfalen nun vom DFB-Pokal. "Wir wollen diesen Rückenwind mitnehmen und erstmals in der Geschichte des Vereins das Pokal- Halbfinale erreichen", sagte Trainer Uwe Rapolder, dessen Team sich mit 32 Punkten und vier Spielen ohne Niederlage im gesicherten Mittelfeld festgesetzt hat. "Club"-Trainer Wolfgang Wolf, der dagegen seit vier Spielen auf ein Erfolgserlebnis wartet, sagte: "Diese Niederlage wird uns nicht zurückwerfen."

Rostock-Mönchengladbach

Weit abgeschlagen bleibt "Schlusslicht" Hansa Rostock in der Tabelle. Auch im zwölften Heimspiel der Saison gelang den Mecklenburgern beim torlosen Remis gegen Borussia Mönchengladbach kein Sieg. "Mit dem 0:0 kann ich nicht leben", sagte Hansa-Coach Jörg Berger zu dem Negativ-Rekord. Auch die schwarze Auswärtsserie der Gladbacher Elf hielt an. Borussia bleibt das einzige Team ohne Auswärtssieg.

Kaiserslautern-Wofsburg

Keine Tore gab es auch in der Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem VfL Wolfsburg. "Normalerweise ist ein Unentschieden auf dem Betzenberg ein Erfolg. Aber wenn wir die Chance hatten, hier zu gewinnen, dann heute", befand VfL-Trainer Erik Gerets.

Morten Ritter/DPA DPA

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