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Fußball-Bundesliga: Mchitarjan schießt BVB zum Sieg

Der Neue hat zugeschlagen: Henrich Mchitarjan hat Dortmund mit zwei Toren zum Sieg über Frankfurt geschossen - der BVB bleibt damit Tabellenführer. Stuttgart feierte einen Kantersieg gegen Hoffenheim.

Der 25-Millionen-Mann Henrich Mchitarjan hat Borussia Dortmund mit seinen ersten beiden Bundesliga-Toren zurück an die Tabellenspitze geschossen. Der BVB siegte am Sonntag mit 2:1 (1:1) bei Eintracht Frankfurt und ist nun die einzige Mannschaft, die in dieser Saison bislang alle ihre Spiele gewonnen hat. Mchitarjan sorgte in der 10. und 56. Minute für den Erfolg in einer sehenswerten Partie. Während die Borussia nun zwei Punkte vor Uefa-Supercup-Sieger FC Bayern liegt, hat Frankfurt nach vier Partien weiter nur drei Zähler. Der erste Bundesliga-Treffer von Neuzugang Vaclav Kadlec (36.) zum 1:1 war trotz eines leidenschaftlichen Auftritts zu wenig.

Ein Jahr nach dem 3:3-Spektakel sahen die 51.500 Zuschauer in der ausverkauften Arena erneut von Beginn an ein sehr unterhaltsames Spiel mit vielen Torszenen. Und dies, obwohl die Gastgeber den Einzug in die Europa League teuer bezahlen mussten. So fehlten Top-Torjäger Alex Meier wegen Oberschenkelproblemen und Sebastian Rode.

Frankfurt hält gut dagegen

Trainer Armin Veh nahm gleich fünf Umstellungen im Vergleich zum 2:1 über Karabach am Donnerstag vor, sah aber schon nach vier Minuten die erste Chance seines Teams: Takashi Inui scheiterte mit einer Direktabnahme an BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller. Beim nächsten Angriff des Vizemeisters parierte Eintracht-Keeper Kevin Trapp gegen den durchgebrochenen Jakub Blaszczykowski.

Nach einem Ballgewinn bedient der Pole kurz darauf mit einem feinen Zuspiel Mchitarjan, und der Armenier vollendete flach. Robert Lewandowski hätte nur vier Minuten später erhöhen können, doch Trapp nahm dem Torjäger den Ball vom Fuß. Die Frankfurter leisteten sich zu viele Fehler im Spielaufbau und hatten gegen das hohe Tempo des Vizemeisters zunächst oft Probleme.

Die Hessen hielten jedoch gut dagegen und schafften es ihrerseits, die Dortmunder Defensive in Verlegenheit zu bringen. Kadlec stiftete beim ersten Auftritt im heimischen Stadion viel Unruhe und übersah frei vor dem rettenden Weidenfeller den besser postierten Inui (21.). Nach einem Kopfball von Stefan Aigner an den Pfosten staubte der Tscheche zum nicht unverdienten Ausgleich ab. Aigner war Nationalspieler Marcel Schmelzer zuvor entwischt.

Hummels muss zur Pause raus

Mats Hummels sah kurz vor dem Wechsel nach einem Foul an Kadlec die erste Gelbe Karte der Dortmunder in dieser Saison. Der nicht immer sicher wirkende Auswahlverteidiger blieb zur Pause in der Kabine, dafür kam Sokratis.

Trainer Jürgen Klopp wirkte manchmal ziemlich aufgebracht und unzufrieden an der Seitenlinie. Seine Schützlinge hatten ihre Linie verloren, ehe Mchitarjan den Favoriten mit einer Einzelaktion wieder auf Kurs brachte. Der Götze-Nachfolger entwischte Johannes Flum und schoss aus 17 Metern mit links ein.

Die Eintracht zeigte sich davon nicht geschockt und hatte Pech, dass Anderson mit einem Kopfball an den Pfosten den schnellen Ausgleich verpasste (62.). Die letzte Chance hatte der fleißige Inui mit einem abgeblockten Schuss (82.). Am Ende blieb es beim 38. Dortmunder Sieg gegen die Frankfurter. Gegen keine andere Mannschaft haben die Westfalen in der Bundesliga häufiger gewonnen.

Stuttgart nimmt Hoffenheim auseinander

Im zweiten Sonntagsspiel hat sich der VfB Stuttgart den Frust von der Seele geschossen und mit einer beherzten Vorstellung im baden-württembergischen Derby die Sieglosserie beendet. Schon eine halbe Stunde bevor der beeindruckende 6:2 (3:1)-Sieg am Nachmittag über 1899 Hoffenheim feststand, sangen die Fans: "Oh wie ist das schön". Und Neu-Trainer Thomas Schneider zeigte sich nach seinem gelungenen Trainerdebüt in der Fußball-Bundesliga einfach nur glücklich. "Das ist natürlich überragend, dass die Mannschaft so eine Reaktion gezeigt hat nach dem Spiel am Donnerstag", sagte er mit Blick auf das bittere Aus in der Europa League: "Das war so nicht zu erwarten."

Der Ex-TSGer Vedad Ibisevic brillierte mit einem Dreierpack (19. Minute/47./63.), zwei Treffer steuerte der nicht minder überragende Alexandru Maxim (28./55.) bei. Eröffnet hatte Antonio Rüdiger (12.) den Torreigen für die Stuttgarter vor allerdings nur 42 450 Zuschauern im eigenen Stadion.

tis/DPA / DPA

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