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Fußball: Der FC Bayern siegt im Unsinns-Kick gegen die Niederlande 3 -2

Wie geht es einem Fußballer drei Tage nach einem so grausam verlorenem Champions League-Finale? Antworten auf diese rhetorische Frage gab es in dem Bayern-Freundschaftsspiel gegen die Niederlande zwar nicht, doch beide Teams mühten sich zu einem passablen Spiel. Ach ja, verletzt hat sich übrigens niemand.

Wie geht es einem Fußballer drei Tage nach einem so grausam verlorenem Champions League-Finale? Antworten auf diese rhetorische Frage gab es in dem Testspiel gegen die Niederlande zwar nicht, doch sowohl die Bayern als auch die Niederländer mühten sich zu einem passablen Spiel. Ach ja, verletzt hat sich übrigens niemand.

Knapp 70 Stunden nach dem Final-K.o. in der Champions League hat sich der FC Bayern München mit einem 3:2 (2:2) im Testkick gegen die Niederlande versöhnlich in die Sommerpause verabschiedet. 

Toni Kroos (17.), Nils Petersen (28.) und Mario Gomez (87.) trafen im lange Zeit tristen Kompensationsspiel für die Verletzung von Arjen Robben aufseiten der Münchner. Klaas Jan Huntelaar (18.) und Luciano Narsingh (20.) hielten vor 33.000 Zuschauern für den EM-Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft dagegen.

Pfiffe für Robben

Das Publikum munterte Robben beim Warmlaufen zunächst mit Applaus auf, bei seiner Einwechslung in der 76. Minute wurde er mit Sprechchören, aber auch mit vielen Pfiffen empfangen. Einige Fans haben Robben wohl zum Sündenbock für das verlorene Endspiel gegen Chelsea erklärt.

Vor dem Einzug in das Trainingslager der Niederländer in Lausanne darf er in einem kurzen Heimaturlaub bis Freitag weiter regenerieren. "Er kann zur Familie, und ich glaube, er braucht das auch", sagte Bondscoach Bert van Marwijk über seinen Schützling, der sich gegen die Londoner einen fatalen Fehlschuss vom Elfmeterpunkt geleistet hatte.

In Bastian Schweinsteiger fehlte die zweite tragische Figur des Königsklassen-Finals. Der angeschlagene Nationalspieler, der gegen Chelsea den entscheidenden Versuch im Elfmeterschießen an den Pfosten gesetzt hatte, ließ das Bayern-Training vor der Partie ebenfalls aus. Zumindest konnte der Mittelfeldregisseur auf der Ersatzbank aber schon wieder über die Späße seiner Kollegen lächeln.

Kein Spieler verletzt sich

Mit Freude dürfte Bundestrainer Joachim Löw im DFB-Trainingslager vernommen haben, dass sich in dem überflüssigen Testkick augenscheinlich keiner seiner Bayern-Nationalspieler - die bis auf Schweinsteiger und Manuel Neuer alle im Einsatz waren - verletzte. Die acht Münchner Profis im erweiterten EM-Kader werden nach dem Länderspiel gegen die Schweiz am Samstagabend im deutschen Quartier in Südfrankreich erwartet.

Mit der Partie zogen die Bayern und der "Koninklijke Nederlandse Voetbalbond" den Schlussstrich unter den langwierigen Streit wegen der Verletzung von Robben bei der WM 2010. Bayerns Flügelflitzer war ein halbes Jahr nach dem Südafrika-Trip ausgefallen, worauf sich Club und Nationalverband gegenseitig mit Vorwürfen überzogen.

Auf dem Rasen ging es freundschaftlich zu. Zu Beginn zeigten beide Teams noch ein recht munteres Spiel, das allerdings eklatant verflachte und sich zum befürchteten Langweiler entwickelte. Mit einem Knaller aus mehr als 20 Metern überraschte Kroos den niederländischen Keeper Michel Vorm, der den Ball mit einer unglücklichen Abwehr nicht vor der Linie halten konnte.

Abschied für sechs Profis

Auf der anderen Seite offenbarten Münchens Verteidiger Geschwindigkeitsdefizite. Zunächst lief Schalke-Stürmer Huntelaar seinem Gegenspieler Anatolyi Timoshchuk davon und verwandelte eiskalt in die kurze Ecke. Nur zwei Minuten tauchte Narsingh völlig allein vor Jörg Butt auf und überlupfte den Torwart bei dessen letztem Auftritt im Münchner Trikot. Butt wurde ebenso wie Ivica Olic, Danijel Pranjic, Breno, Takashi Usami und Ersatzkeeper Rouven Sattelmaier mit Geschenken verabschiedet.

Auch als Petersen per Kopf nach Flanke von Olic zum 2:2 traf, wollte keine Jubelstimmung in der Arena aufkommen. Zu präsent war bei allen Beteiligten noch das jähe Ende des Champions-League-Traums. "Heute gehts mir auch nicht viel besser, aber es bringt ja nichts, ewig Trübsal zu blasen", meinte auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Erst kurz vor der Entscheidung durch Gomez, der auf Pass des ebenfalls eingewechselten Franck Ribéry traf, schwappte die La Ola durch die Arena.

Um den erneuten Anlauf auf den Königsklassentitel vorzubereiten, arbeitet der Rekordmeister am Kader für kommende Saison. Es sehe "nicht schlecht aus", dass Stürmer Claudio Pizarro von Werder Bremen zu den Münchner komme, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger.

sportal.de / sportal

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