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FUSSBALL: Elbers Ärger mit der Nationalmannschaft

Der brasilianische Fußball-Verband ist mächtig sauer auf den FC Bayern München. Die Brasilianer wollen nach eigenen Worten bei der FIFA »energische Strafmaßnahmen« gegen die Bayern beantragen.

Der brasilianische Fußball-Verband ist mächtig sauer auf den FC Bayern München. Die Brasilianer wollen nach eigenen Worten bei der FIFA »energische Strafmaßnahmen« gegen die Bayern beantragen. Stein des Anstoßes ist Stürmerstar Giovane Elber, den Bayern für das WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien nicht freigegeben hat. Selbst wenn Elber verletzt sei, müsse er sich in Brasilien präsentieren, meinte Nationalelf-Koordinator Antonio Lopes. Die Berufung des Stürmers für die beiden letzten Qualifikationsspiele bei Bolivien und am 14. November gegen Venezuela werde aufrecht erhalten.

»Nie versteckt«

In einem Telefon-Interview mit dem Fernsehsportsender ESPN-Brasil hatte der am Knie verletzte Elber die Entscheidung des FC Bayern, die Freigabe zu verweigern, gerechtfertigt. »Es ist eine komplizierte Verletzung, die eine längere Ruhephase nötig macht«, sagte er. Die Beschuldigungen von einigen Fans und Medien in Brasilien, er habe vor den schwierigen Qualifikationsspielen Angst gehabt, wies Elber zurück. »Ich habe mich vor wichtigen Entscheidungen nie versteckt und zum Beispiel mit Bayern alles gewonnen«, fügte er an.

»Er weiß, worum es geht«

Nach Mutmaßung von südamerikanischen Medien könnte Elber im Kampf um einen Platz im brasilianischen WM-Kader gegenüber den vielen Sturm-Konkurrenten wie Denilson, Rivaldo, Ronaldo, Ronaldinho Gaucho, Edilson, Luizao, Marcelinho, Romario und Franca entscheidend in »Rückstand« geraten, wenn er nicht zumindest in der nächsten Woche gegen Venezuela aufläuft. »Ich habe sechs Mal mit Elber telefoniert, er weiß, worum es geht«, meinte auch Lopes.

Brasilien noch nicht qualifiziert

Zwei Spieltage vor Ende der südamerikanischen WM-Qualifikation muss der viermalige Weltmeister Brasilien noch um das WM-Ticket bangen. Das Team von Coach Luiz Scolari belegt zur Zeit mit 27 Punkten noch den vierten Tabellenplatz, der das letzte direkte Ticket zum Weltturnier in Japan und Südkorea bedeutet. Konkurrent Uruguay liegt mit 25 Punkten dicht dahinter auf Platz fünf. Der Fünfte Südamerikas bekommt eine letzte Qualifikationschance in zwei Ausscheidungsspielen gegen Australien.

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