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International: Inter Mailand und der AS Rom trennen sich unentschieden

Inter Mailand hat das Siegen verlernt. Auch gegen den AS Rom reichte es für die Nerazzurri nur zu einem Unentschieden und der Fehlstart in die Liga ist damit perfekt. Zwar dominierten die Gastgeber die zweite Hälfte, doch zu einem Tor reichte es nicht. sportal.de sah eine ausgeglichene Partie.

Inter Mailand hatte zum Auftakt der neuen Spielzeit eine nicht eingeplante Niederlage in Palermo hinnehmen müssen und mit 3:4 verloren. Zuvor unterlag man schon dem AC Milan im Supercup und der neue Trainer Gian Piero Gasperini musste auch eine 0:1-Pleite in der Champions League gegen Trabzonspor einstecken. Im 3-5-2 sollte nun also ein Heimsieg gegen den AS Rom her.

Die Roma konnte sich ebenfalls nicht unbedingt über viele Erfolgserlebnisse freuen. Im ersten Saisonspiel verlor man im eigenen Stadion mit 1:2 gegen Cagliari Calcio und noch bitterer war sicherlich das Scheitern in der Qualifikation zur Europa League. Slovan Bratislava war dabei eine Nummer zu groß für das Team von Trainer Luis Enrique, der es gegen Inter im 4-3-3 probierte.

Lucio mit bösem Tritt

Die ersten Minuten im Giuseppe-Meazza-Stadion waren von vielen kleineren Fouls geprägt und so gab es eine Vielzahl an Freistößen zu sehen, die allesamt kaum Gefahr brachten. Inter investierte dann ein wenig mehr und die optische Überlegenheit nahm zu – die erste Chance hatte allerdings Pablo Daniel Osvaldo, der aber aus spitzem Winkel an Julio Cesar scheiterte (12.).

Auf der anderen Seite probierte sich Lucio nach einem schönen Konter, traf anstelle des Balls jedoch Roma-Keeper Maarten Stekelenburg mit voller Wucht am Kopf, obwohl dieser die Situation bereits geklärt hatte. Für diesen Einsatz durfte sich der Brasilianer dann die Gelbe-Karte abholen, während der Niederländer umgehend ausgewechselt und durch Bogdan Lobont ersetzt wurde.

Dieser böse Tritt war der Startpunkt zu einer temporeichen Phase und Cesar rettete Sekunden später glänzend gegen Fabio Borini, der aus knapp 18 Metern draufgehalten hatte. Und der neu ins Spiel gekommene Lobont hatte ebenfalls direkt die Gelegenheit, sein Können zu beweisen und parierte gegen Diego Milito (22.). Beide Abwehrreihen hatten sich dann aber relativ schnell wieder gesammelt und so spielte sich das Geschehen wieder vermehrt im Mittelfeld ab.

Keine Freude zur Pause

Auch die Fehlerquote lag auf beiden Seiten über dem üblich Gesehenen und beide Trainer veranstalteten hektische Schattenspiele an der Außenlinie. Zu diesem Zeitpunkt durften sich die Spieler auf eine nicht zwingend mit viel Witz gewürzte Halbzeitansprache freuen. Yuto Nagatomo hatte dann ein Einsehen, doch sein strammer Schuss nach schöner Kombination strich knapp am linken Winkel vorbei (36.). Mit dem 0:0 ging es auch in die Kabine und ohne Wechsel begannen die Teams dann den zweiten Durchgang.

Und während Inter alles andere als gedankenschnell aus den Umkleiden kam, probierte es die Roma überfallartig mit schnellen Bällen. Einzig Cesar reagierte gut und verkürzte geschickt den Winkel gegen Osvaldo (46.) und der anschließende Schuss von Francesco Totti geriet ein Stockwerk zu hoch. Doch die größte Chance hatte Milito nach einem Freistoß von Wesley Sneijder, sein Kopfball aus kurzer Distanz war jedoch schlicht und ergreifend schlecht getimed und strich knapp am Pfosten vorbei.

Keine Tore in Mailand

Beide Trainer reagierten und so kamen Mauro Zárate und Jonathan für Diego Milito und Joel Chukwuma Obi, während bei den Gästen David Pizarro für Fernando Gago weichen musste. Es fehlte an Tempo und Ideen und so probierte es Sneijder mit einem Fernschuss, bei dem Lobont nicht die beste Figur machte (68.). Doch ansonsten war es die sprichwörtliche Spannung, an der sich das Publikum laben durfte.

Doch Inter kam nochmal und die Versuche von Sneijder (74.) und Forlan (77.) verpassten das lange Eck nur knapp. Der Niederländer hatte in der 86. Minute die große Chance zum späten Siegtreffer, doch traf aus elf Metern nur den Gegner - Lobont war bereits geschlagen. Es blieb beim 0:0 und die Roma durfte am Ende ob der guten zweiten Hälfte der Gastgeber froh sein, diesen Punkt noch mit in die ewige Stadt genommen zu haben.

Gunnar Beuth

sportal.de / sportal

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