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Internationaler Fußball: Manchester United kurz vor Titelgewinn

Der erste Titel ist zum Greifen nah: Manchester United siegte im Nachholspiel bei Wigan Athletic und führt die Tabelle der Premier League zwei Spieltage vor Saisonende mit sechs Punkten Vorsprung an. Champions-League-Finalgegner FC Barcelona hat sich im Pokalendspiel für den entscheidenden Saisonteil schon einmal warm geschossen.

Manchester United fehlt nur noch ein Punkt zur erfolgreichen Titelverteidigung in der englischen Fußball-Premier-League. Der Champions-League-Sieger kam im Nachholspiel bei Wigan Athletic am Mittwochabend zu einem 2:1 (0:1)-Erfolg. Bei sechs Punkten Vorsprung auf Verfolger FC Liverpool kann das Team von Erfolgstrainer Sir Alex Ferguson mit einem Remis in der Heimpartie gegen den FC Arsenal am vorletzten Spieltag am Samstag den 18. Meistertitel vorzeitig perfekt machen. Damit würde United mit Liverpool als englischer Rekordmeister gleichziehen.

Hugo Rodallega hatte Wigan im heimischen JJB-Stadium in der 28. Minute überraschend in Führung gebracht. Der eingewechselte Carlos Tevez (61.) und der englische Nationalspieler Michael Carrick (86.) wendeten für Manchester aber im zweiten Abschnitt noch das Blatt. Sollte das Meisterstück am Samstag gegen Arsenal nicht gelingen, hätte United eine weitere Chance beim Auftritt beim abstiegsbedrohten Hull City zum Saisonabschluss am 24. Mai. Drei Tage später steht für Manchester das Finale in der Champions League in Rom gegen den FC Barcelona auf dem Programm.

Barcelona zum 25. Mal Pokalsieger

Barca hat den entscheidenden Saisonteil indes erfolgreich eingeleitet und mit einem 4:1-Sieg im Finale über Athletic Bilbao den spanischen Fußballpokal gewonnen. Mit dem Erfolg am Mittwochabend im Mestalla-Stadion in Valencia sicherten sich die Katalanen zum 25. Mal den Landespokal. Die Blauroten können am kommenden Wochenende in der Liga obendrein zwei Spieltage vor Saisonschluss spanischer Meister werden.

Im Pokalfinale traf Gaizka Toquero für Außenseiter Bilbao in der 8. Minute zur Führung. Danach übernahm jedoch Barça das Kommando. Yaya Touré (30.) erzielte für den Favoriten noch vor der Pause den Ausgleich. Lionel Messi (55.), Bojan Krkic (58.) und Xavi (64.) schossen nach dem Wechsel für die Katalanen einen ungefährdeten 4:1-Erfolg heraus.

Lazio Rom triumphiert im Elfer-Krimi

In Italien hat Lazio Rom das italienische Pokalfinale in einem Elfmeter-Krimi gegen Sampdoria Genua mit 6:5 gewonnen und sich damit zum fünften Mal in der Vereins-Geschichte den nationalen Cup geholt. Mit seiner entscheidenden Parade gegen den Argentinier Hugo Campagnaro stieg Torwart Fernando Muslera vor 70.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion in Rom am Mittwochabend zum Pokalhelden bei Lazio auf. Nach Musleras Glanztat verwandelte Dabo den 14. Elfmeter des Abends zum Triumph der Römer. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.

Dabei hatten sich beide Teams 120 Minuten lang praktisch neutralisiert. Nach dem fulminanten Auftakt durch Mauro Zarates Führungstor für Lazio (4.) glich Giampaolo Pazzini (31.) aus. Stürmer Antonio Cassano trieb Sampdoria zwar immer wieder an, Lazio aber behielt die Genueser fest im Griff.

Während die Genueser enttäuscht zu Boden sanken, ließ Lazio-Coach Delio Rossi seinen Freudentränen freien Lauf. "So ein hart erkämpfter Erfolg ist eben doch noch schöner", meinte er. Rossi bejubelte den Cup-Sieg als "Lohn für die Arbeit der vergangenen vier Jahre." Sampdorias Coach Walter Mazzarri zeigte in der bitteren Niederlage Größe und gratulierte seinen "hervorragenden Spielern" und Cup-Sieger Lazio zugleich: "Es war ein würdiges Finale", meinte Mazzarri.

DPA / DPA

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