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Von Hertha BSC suspendiert Kalou verteidigt sich nach Corona-Video – und macht auf eklatanten Widerspruch aufmerksam

Salomon Kalou: "Bei uns gab es keine weiteren positiven Testergebnisse. Und da sollen wir uns nicht die Hand geben?"
Salomon Kalou: "Bei uns gab es keine weiteren positiven Testergebnisse. Und da sollen wir uns nicht die Hand geben?"
© Andreas Gora / DPA
Fußball-Profi Salomon Kalou ist nach seinem Live-Video, in dem er sämtliche Corona-Beschränkungen missachtet hat, von Hertha BSC umgehend suspendiert worden. Nun hat der Ivorer Stellung bezogen – und sich nicht nur entschuldigt.

Salomon Kalou hat sich nach seinem brisanten Facebook-Video nochmals bei den Mitspielern von Hertha BSC entschuldigt. "Ich trage die Verantwortung für diesen dummen Fehler", sagte der Offensivspieler in einem Interview mit Sport1. Kalou hatte am Montag mit einem Live-Clip aus dem Kabinentrakt des Berliner Fußball-Bundesligisten offensichtliche Nachlässigkeiten beim Einhalten der Hygienevorschriften dokumentiert und Gespräche mit den Kollegen über Gehaltsabrechnungen aufgenommen.

"Ich bin nicht sauer oder wütend", sagte Kalou über die erfolgte Suspendierung. "Nein. Ich weiß, wer ich wirklich bin. Ich weiß, dass ich ein guter Mensch bin. Ich helfe den Menschen, setze mich gerade auch mit meiner Stiftung für hilfsbedürftige Menschen in Afrika ein", betonte der 34-Jährige.

Kalou legt unfreiwillig Widersprüche im DFL-Konzept offen

In einem weiteren Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" erläuterte Kalou sein Handeln, das demnach vornehmlich aus Freude über die negativen Corona-Tests begründet war. "Seit wir zurück sind aus der Quarantäne, werden wir wöchentlich auf den Erreger getestet", sagte er. "Bei uns gab es keine weiteren positiven Testergebnisse. Und da sollen wir uns nicht die Hand geben?".

Der Ivorer macht damit auch auf die Widersprüche im DFL-Konzept aufmerksam. Während die Spieler in der Kabine strenge Verhaltensregeln befolgen müssen, etwa Abstand halten und getrennt duschen, wird in der Bundesliga bald wieder ohne Beschränkungen mit Vollkörperkontakt trainiert und die Saison wohl fortgesetzt. Abklatschen nein, abgrätschen ja, brachte der "Spiegel" den Widerspruch auf den Punkt.

Salomon Kalou: Bin mehr als diese fünf Minuten 

Dennoch räumte der ehemalige Champions-League-Sieger ein: "Das Video hätte ich niemals machen dürfen. Es war respektlos und dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen. Aber ich bin mehr als diese fünf schlechten Minuten, die man dort von mir in der Kabine sieht." 

Salomon Kalou zeigt Trainingsabläufe in Facebook-Live-Video.

Kalous Vertag bei der Hertha endet am 30. Juni. "Ich habe für einen großartigen Club in einer wundervollen Stadt gespielt. Ich kann sagen, dass ich eine sehr gute Zeit hatte. Wenn ich den Fehler rückgängig machen könnte, würde ich es tun. Ich hoffe auf ein Happy End", sagte er Sport1.

tis DPA

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