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Klose-Rücktritt aus der Nationalelf: "Danke für alles, Miro!"

Der zweite Fußball-Weltmeister macht Schluss: Nach Kapitän Philipp Lahm wird auch Miroslav Klose nicht mehr für Deutschland spielen. Die Fußballwelt verneigt sich.

Das war's: 137 Länderspiele, 71 Tore, 16 Treffer bei vier WM-Turnieren - so lautet die Bilanz von Miroslav Klose nach über 13 Jahren in der deutschen Fußballnationalmannschaft. Dass er jetzt seinen Abschied verkündet hat, kommt nicht ganz unerwartet. Zum Abschied bekommt er von allen Seiten Anerkennung und Respekt.

Joachim Löw (Bundestrainer): "Als ich mich in der vergangenen Woche mit Miro getroffen habe, sagte er mir, dass er sich viele Gedanken gemacht und sich auch mit der Familie besprochen habe. Ich habe sofort gespürt, dass seine Entscheidung steht, dass sie unumkehrbar ist, dass ich ihn nicht mehr umstimmen kann. Auf Miro Klose ist und war immer Verlass, sein Wort gilt. Das war auch bei der WM in Brasilien so, ich wusste, Miro wird topfit sein, wenn es darauf ankommt. Als ich 2004 als Assistenztrainer zum DFB kam, war Miro schon da, uns verbinden zehn Jahre in der Nationalmannschaft. Miro Klose ist ein Weltstar, er ist einer der größten Stürmer, die der Fußball hervorgebracht hat."

Oliver Bierhoff (Nationalmannschaftsmanager): "Es ist eine merkwürdige Vorstellung, dass Miro künftig nicht mehr bei der Nationalmannschaft sein wird. Bei der WM 2002 habe ich ihn als Mitspieler erlebt, ab 2004 dann aus der Perspektive der Sportlichen Leitung. Mit seiner Einstellung, mit seinem Einsatz, mit seinem Charakter und seinen sportlichen Qualitäten war und ist Miro auf und neben dem Platz ein Musterprofi und ein Vorbild an Professionalität und Menschlichkeit. Seine Erfolge und seine Tore sprechen für sich, seine Konstanz ist einzigartig. Nach 13 gemeinsamen Jahren bleibt mir nur zu sagen: Danke für alles, Miro!"

Auch Sebastian Kehl von Borussia Dortmund huldigte dem Ausnahmestürmer. Dieser habe "die Nationalmannschaft stets bereichert und nun den richtigen Zeitpunkt gefunden aufzuhören." Kehl freue sich, dass "er am Ende nochmal belohnt wurde."

"Bescheiden und bodenständig"

Wolfgang Niersbach (Präsident des Deutschen Fußball-Bundes): "Miro ist nicht nur ein herausragender Spieler, sondern auch menschlich ein absolutes Vorbild. In all den Jahren ist er immer bescheiden und bodenständig geblieben. Mit seinen 71 Länderspieltoren und 16 WM-Treffern hat er zwei phänomenale Rekorde aufgestellt, die ihm einen Ehrenplatz in den Geschichtsbüchern sichern."

Auch die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt meldete sich via Twitter zu Wort.

til/kup/DPA / DPA

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