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Spiel gegen Arsenal: Nach Krawallen: Lukas Podolski feiert Kölner Fans und legt sich mit RTL-Moderator an

Sportlich hat sich der 1. FC Köln im ersten Europacupspiel seit 9115 Tagen gut verkauft. Doch das rückte wegen der Zwischenfälle vor dem Spiel in London in den Hintergrund. FC-Ikone Lukas Podolski kritisiert die einseitige Berichterstattung.

Nach Lob und Schulterklopfen stand beim 1. FC  niemandem der Sinn. Der Schatten über dem langersehnten Europacup-Comeback war zu groß. Sportlich war es ein Tag für die Vereinshistorie, die Leistung war ehrenhaft, die Stimmung während des Spiels einzigartig. Dennoch sah man beim FC nur betrübte Gesichter. Die 1:3 (1:0)-Niederlage beim FC Arsenal, die Verletzung von Nationalspieler Jonas Hector, vor allem aber die Geschehnisse vor dem um eine Stunde verschobenen Anpfiff drückten die Stimmung gehörig.

Mittags hatten rund 15.000 Kölner Fans mit einer friedlichen Party in für beeindruckende Bilder gesorgt. Doch nach den stellenweise chaotischen Szenen vor dem Spiel sah sich der FC Kritik von vielen Seiten ausgesetzt. Die Uefa leitete Ermittlungen gegen beide Clubs ein. Vor allem die britischen Zeitungen übten heftige Kritik. Der "Mirror" schrieb von einem "Rückfall in die beschämende Zeit der Hooligans in den 80ern".

Lukas Podolski: Wortmeldung aus dem fernen Japan

Im fernen Japan konnte der frühere FC-Kapitän über derartige Schlagzeilen nur den Kopf schütteln. Via Twitter meldete sich die Vereinsikone zu Wort und zollte den Kölner Fans seinen Respekt: Es sei lächerlich, dass wegen 50 Leuten im Stadion alles schlecht gemacht werde - die Stimmung im Stadion sei "geil" gewesen.

Der Weltmeister in Diensten des japanischen Erstligisten bekommt für seinen Post in den sozialen Medien viel Applaus, erntet aber auch Kritik - zum Beispiel von -Moderator Florian König. "Aber 50 sind 50 zuviel", schrieb der Formel-1-Experte in einem Tweet. "Leider!"

Lukas Podolski

Daumen hoch aus Japan: Lukas Podolski zollt den Fans seines Heimatvereins Respekt

"Bei jedem Oktoberfest ist es schlimmer"

Das brachte Podolski erst so richtig auf die Palme: "50 von 20.000? Bei jedem Oktoberfest oder anderer Veranstaltung ist es schlimmer. Wo ist da der Aufschrei? Alibi Aussagen!" Daraufhin erwiderte König, dass nicht die Bericherstattung das Problem sei: "Es tut mir halt leid wenn 50 Idioten den FC in Misskredit bringen", schrieb er - und dass er sich jetzt erst mal um die Formel 1 kümmern werde. Darauf gab es ein Daumen-hoch-Emoji von "Poldi", versehen mit einem trockenen "Mach das".

Keine Frage: Schlägt das Herz einmal für den "FC Kölle", dann schlägt es immer für ihn. Auch in über 9000 Kilometern Entfernung.

 

tim mit DPA-Material

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