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Rücktritt Lukas Podolski spielt nie mehr Nationalmannschaft

Lukas Podolski aus Deutschland vor dem EM 2016
"Ich hoffe, dass ich Euch ein Teil von dem zurückgeben konnte, was ich von Euch erhalten habe!": Lukas Podolski in seinem Abschiedsbrief an seine Fans.
© Marius Becker/DPA
Nach Bastian Schweinsteiger nun auch Lukas Podolski: Der 31-Jährige hat seinen Rücktritt aus der DFB-Elf verkündet. "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen", schrieb Poldi in einem emotionalen Brief an seine Fans.

Lukas Podolski beendet seine Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Das hat der 31-Jährige in den sozialen Netzwerken verkündet. "Bevor die Saison und die Länderspiele bald wieder starten, wollte ich euch etwas mitteilen: Ich habe dem Bundestrainer gesagt, dass ich ab sofort nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde", schrieb Podolski auf seiner Facebookseite an seine Fans. Erst Ende Juli hatte Bastian Schweinsteiger seinen Rücktritt aus der DFB-Elf bekanntgegeben. Mit Podolksi verlässt nun auch der letzte Nationalspieler, der schon beim Sommermärchen 2006 auf dem Platz stand, das deutsche Team.

Im Urlaub nach der Europameisterschaft habe er gespürt, dass sich sein Fokus verschoben habe, erklärte Podolski seinen Rücktritt. Er wolle sich künftig mehr anderen Dingen widmen, vor allem seiner Familie. Die Entscheidung sei ihm "sehr schwer gefallen", schrieb der frühere Bundesligaprofi. "Die Nationalmannschaft war für mich immer Herzenssache, und das wird sie auch immer bleiben."

"Es war gigantisch. Und es war mir eine Ehre!"

Podolski hatte am 6. Juni 2004 noch unter Rudi Völler beim 0:2 gegen Ungarn in Kaiserslautern sein Debüt für Deutschland gegeben. Es folgten vier EM- und drei WM-Teilnahmen - mit der Krönung des Titelgewinns 2014 in Brasilien. Seinen letzten Einsatz im DFB-Trikot hatte Poldi bei der EM in Frankreich beim 3:0 im Achtelfinale gegen die Slowakei, als er in der 72. Minute für Julian Draxler eingewechselt wurde. Schon bei der WM in Brasilien war er nicht mehr erste Wahl von Bundestrainer Joachim Löw gewesen und nur zu zwei Einsätzen gekommen.

Mit 129 Länderspielen steht Podolski an Nummer drei in der ewigen DFB-Länderspielstatistik hinter Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (150) und Miroslav Klose (137). 48 Treffer bedeuten Platz vier in der ewigen Torschützliste des Nationalteams.

"Danke Fans! 129 Spiele, 12 Jahre. Es war gigantisch, es war großartig. Und es war mir eine Ehre!", twitterte Podolski.

Die Rücktrittserklärung von Lukas Podolski im Wortlaut:

Liebe Fans, bevor die Saison und die Länderspiele bald wieder starten, wollte ich euch etwas mitteilen: Ich habe dem Bundestrainer gesagt, dass ich ab sofort nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde. Ich trete kürzer und widme mich mehr anderen Dingen. Am meisten natürlich meiner Familie. Ich bin sicher, dass sie sich nicht beschweren werden, wenn ich künftig mehr Zeit für sie habe. Und darauf freue ich mich sehr.

Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Die Nationalmannschaft war für mich immer Herzenssache, und das wird sie auch immer bleiben. Ich habe aber nach der Euro/Urlaub gespürt, dass sich mein Fokus verschoben hat. Alles hat seine Zeit – und meine Zeit beim DFB ist vorbei. Für mich ist dieser Abschied sehr emotional. Ich bin stolz darauf, was ich mit dem DFB erleben durfte. Nichts kann mir ersetzen, was mir die Zeit mit dem DFB-Team an Freude, Leidenschaft und Zusammenhalt gegeben hat. Vom zweijährigen polnischen Jungen, der quasi nur mit einem Ball unter dem Arm nach Deutschland kam, zum Weltmeister - das ist mehr, als ich mir erträumen konnte.

Mit dem DFB habe ich auf dem Platz große Erfolge gefeiert. Aber nicht nur das. Ich habe auf der ganzen Welt Länder und Städte gesehen, habe auch neben dem Platz viel erlebt. Ich habe tolle Menschen kennen gelernt und viele Freunde gefunden. Es war einfach gigantisch.

Danke an den DFB. Danke an das Team hinter dem Team! Danke an meine Mitspieler. Und Danke Trainer. Danke Rudi Völler. Danke Jürgen Klinsmann. Und ganz besonders: Danke Joachim Löw!

Der größte Dank gilt aber Euch: Ihr Fans habt immer zu mir gehalten, auch in schlechten Zeiten. Auf Euch konnte ich mich immer verlassen, die Verbindung zwischen mir und Euch war mir extrem wichtig. Wenn ich jetzt gehe, wird mir genau das am meisten fehlen: die Nähe zu Euch🙏🏻❤️ Ich hoffe, dass ich Euch ein Teil von dem zurückgeben konnte, was ich von Euch erhalten habe! Für alles: vielen Dank!

Ich wünsche der Nationalmannschaft eine erfolgreiche Zukunft - der Pott soll auch 2018 nach Deutschland gehen. Ich werde ab jetzt die Daumen drücken – als großer Fan dieses tollen Teams.

Machts gut! Es war mir eine Ehre!

Eure Nummer 10 Poldi 🏆⭐️⭐️⭐️⭐️ #danke

mad

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