HOME

Mini-WM: Fußballfest in Deutschland

Der Confederations Cup im Juni 2005 in Deutschland galt schlechthin als WM-Generalprobe. Und diese, da waren sich alle Beteiligten und auch die Fachwelt einig, hat der Ausrichter in jeder Hinsicht bestanden.

Spannende Spiele, eine zum damaligen Zeitpunkt schon weitest gehend gute Organisation und vor allem tolle Stimmung in den Stadien: Die so genannte "Mini-WM" war ein voller Erfolg. Aus sportlicher Sicht auch für die deutsche Nationalmannschaft. Das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte seinen Anteil am Gelingen des Cups und war unter anderem auch für die gute Atmosphäre mitverantwortlich. Die Stimmung während der EM in Portugal fand in Deutschland phasenweise schon ihre Fortsetzung.

Das hochkarätig besetzte Turnier hatte dann letztendlich in Brasilien auch einen würdigen Sieger. Der Weltmeister zeigte nach Anlaufschwierigkeiten in der Endrunde teilweise Traumfußball, glänzte vor allem im Finale beim 4:1 über den großen Rivalen Argentinien. Doch auch das DFB-Team unterstrich, dass es in einem knappen halben Jahr durchaus zu den Mitfavoriten zu zählen ist, weil es auch toremäßig für höchste Unterhaltung sorgte: Das 4:3 im "kleinen Finale" über die bemerkenswert starken Mexikaner war ein nachhaltiger Beleg dafür.

Tatsächlich bestätigte sich einmal mehr, dass es keine "Kleinen" mehr gibt im Weltfußball. Bis auf das enttäuschende Auftreten von Europameister Griechenland setzten alle Mannschaften Akzente - auch die vermeintlichen Außenseiter wie Australien, Japan oder Tunesien. Sie brachten die Favoriten ganz schön ins Schwitzen. Man denke nur an die Großchance der Japaner kurz vor dem Abpfiff des Spiels gegen Brasilien (2:2): Fast wäre Japan und nicht der Rekordweltmeister ins Halbfinale eingezogen. Insgesamt lässt sich bilanzieren: Trotz der für nahezu alle Profis langen Saison und der hohen Belastung in ihren Heimatvereinen, wurde leidenschaftlicher Fußball geboten.

Wissenscommunity