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Langer Rechtsstreit droht: Nazi-Klub will sich gegen Ausschluss wehren

Nicht weniger als 15 Spieler des FC Ostelbien Dornburg stuft der Verfassungsschutz als rechtsextrem ein. Der Landesfußballverband Sachsen-Anhalt will den Verein los werden. Doch der wird sich gegen einen Ausschluss wehren.

Vereinsfarbe Braun: Der FC Ostelbien Dornburg

Braun ist die dominierende Vereinsfarbe beim FC Ostelbien Dornburg

Im Fall des FC Ostelbien Dornburg, gegen den es rechtsextremistische Vorwürfe gibt, drohen langwierige Rechtsstreitigkeiten. "Sollte der Fußballverband Sachsen-Anhalt tatsächlich ein Ausschlussverfahren beim Landessportbund beantragen, wird der Verein mit Sicherheit dagegen vorgehen", sagte der Präsident des Kreisfachverbandes Fußball im Jerichower Land, Horst Wichmann.

Wichmann verwies dabei darauf, dass der Club auch gegen Urteile des FSA-Sportgerichts in Berufung gegangen war. Dies betraf seinen Angaben zufolge Geldstrafen und die sechsmonatige Sperre eines Spielers, die nach Ausschreitungen von Ostelbien-Spielern verhängt worden waren. Er rechnet fest damit, dass der FC Ostelbien Dornburg in der Ende August beginnenden Kreisliga-Saison antreten werde.

Club kündigt rechtliche Schritte an

Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) will am Dienstag über sein Vorgehen im Zusammenhang mit dem FC Ostelbien Dornburg informieren. Der Club hat bereits angekündigt, bei einem möglichen Ausschluss durch den FSA rechtliche Schritte einzuleiten.

Bei einem Verfahren würde sich der Fußballverein "umfassend zu den dann vorgebrachten Gründen des Verfahrens positionieren", sagte ein nicht namentlich genannter Sprecher des Kreisligisten der "Magdeburger Volksstimme". Den Vorwurf, dass eine größere Gruppe der Spieler und auch von Vereinsmitgliedern als rechtsextrem einzustufen sei, wies der Sprecher laut der Zeitung als "haltlos und unbegründet zurück".

Der Chef des Landesverfassungsschutzes, Jochen Hollmann, hatte am Donnerstag allerdings gesagt: "Wir haben schon vor Jahren festgestellt, dass sich dort viele Rechtsextremisten tummeln."

tim/DPA
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