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P. Köster: Kabinenpredigt: Teamgeist dringend gesucht

Wenn die Nationalelf die Gruppenphase überstehen will, muss sich vieles ändern: die taktische Ausrichtung und die Aufstellung. Vor allem aber: Die Spieler müssen zu einer Mannschaft werden, meint stern-Stimme Philipp Köster.

Die deutsche Mannschaft zeigte beim WM-Auftakt gegen Mexiko, dass es ihr an Teamgeist fehlt

Die deutsche Mannschaft zeigte beim WM-Auftakt gegen Mexiko, dass es ihr an Teamgeist fehlt

DPA

Am 2. Juli um 16 Uhr wird das siebte Achtelfinale der Weltmeisterschaft ausgetragen. Der wahrscheinlich Erstplatzierte der Gruppe E wird auf den wahrscheinlich Zweitplatzierten der Gruppe F treffen, das ist dann Deutschland. Wenn alles gut geht.

Denn nach dem deprimierenden 0:1 gegen Mexiko im Auftaktspiel, zustande gekommen durch einen behäbigen Auftritt und taktische Fehlleistungen, erscheint nicht mal mehr sicher, dass die deutsche Mannschaft die Vorrunde übersteht. Die Schweden mögen in der Breite nicht das spielerische Niveau der Mexikaner erreichen und die Südkoreaner das Ziel haben, die Vorrunde anständig zu überstehen. Schafft es die deutsche Mannschaft jedoch nicht, die rätselhafte Lethargie abzuschütteln, die in der ersten Hälfte nahezu zwangsläufig zur Pausenführung der Mexikaner führte, könnte es sogar bedeuten, dass Löws Team schon nach der Vorrunde die Koffer packen muss – es wäre der epochale Absturz einer Mannschaft, die immer noch das goldene Emblem des amtierenden Weltmeisters auf dem Trikot trägt.  

Es besteht Grund zu Alarmismus

Die Gefahr, tatsächlich erstmals seit 1938 schon in der Vorrunde auszuscheiden, wird im deutschen Lager womöglich gesehen, angesprochen wurde sie gestern jedoch allenfalls in vernuschelten Nebensätzen. Im Bestreben, bloß keine Panik aufkommen zu lassen, wirkte die Truppe und ihr Trainer fast so lethargisch wie auf dem Spielfeld. Löws beinahe gelangweilt vorgetragene Binse, wonach man sich nun auf eine neue und ungewohnte Situation einstellen müsse, wirkte auf den Betrachter daheim eher merkwürdig. 

Denn es besteht ja durchaus Grund zu Alarmismus. Denn allzu viel von dem, was 2014 den Weg zum Titel ebnete, wurde gegen Mexiko schmerzlich vermisst. Die defensive Stabilität – die schnellen mexikanischen Konter stürzten die deutsche Defensive in Verlegenheiten, wie man sie sonst im Drittliga-Abstiegskampf sieht. Die Passsicherheit als Grundlage des Ballbesitzspiels – es war kaum zu zählen, wie häufig eroberte Bälle in Windeseile wieder verloren wurden. Vor allem aber der Korpsgeist, der sich 2014 ja im legendär motzigen Eistonnen-Interview von Per Mertesacker manifestierte – im Spiel gegen die Mexikaner suchte man mannschaftliche Geschlossenheit vergeblich. Es war stattdessen fast schon brüskierend, wie sehr der spät ins Team gerutschte Marvin Plattenhardt von seinen Kollegen übersehen wurde.

Jogi Löw steht vor schwierigen Entscheidungen

Und was nun? Löw steht vor einigen schwierigen Entscheidungen: Soll er das Mexiko-Spiel als konjunkturelle Delle interpretieren oder personell umplanen? Zu solch einem Schwenk würde gehören, den zuvor als unverzichtbar eingestuften Khedira durch lkay Gündogan zu ersetzen, der gegen pressende Mannschaften mit einer Körperlichkeit gegenhalten kann, die Khedira derzeit abgeht. Und findet sich endlich doch ein Startplatz für Marco Reus, der ja in der zweiten Hälfte endlich Schwung und Torgefahr in die zögerlichen Aktionen brachte und dessen Einwechslung im Moskauer Stadion wie vor den Fernsehern in Deutschland euphorisch begrüßt wurde? 

Viel wichtiger jedoch ist etwas anderes: Die Mannschaft muss sich mit voller Leidenschaft in dieses Turnier stürzen. Wer zwei Tage zuvor gesehen hatte, mit welchem Engagement und welchem Tempo sich Spanier und Portugiesen bekämpft hatten und wer nun sah, mit welcher Entschlossenheit die Mexikaner ihre Konter fuhren, der bekam die Ahnung, dass auch jenseits taktischer Pläne etwas im deutschen Team nicht stimmt. Es fehlt jener Spirit, der die Mannschaft durchs Turnier trug und der sie schon im Auftaktspiel gegen die überforderten Portugiesen ein machtvolles Zeichen setzen ließ.
 
Dieser Geist kann sich noch herausbilden. Das Turnier ist noch jung. Allzu viel Zeit hat die Mannschaft aber nicht mehr dafür. Sonst ist das Turnier auch schon zu Ende.

Thomas Müller war im Spiel gegen Mexiko kaum zu sehen

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.