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FDP-Bundesparteitag Lindner empfiehlt Liberalen "Bescheidenheit im Auftreten"


Christian Lindner, FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, hat seine Partei aufgefordert, sich von schlechten Umfragewerten nicht entmutigen zu lassen.

Kurz vor den wichtigen Landtagswahlen hat die FDP angesichts schlechter Umfragewerte beim Bundesparteitag in Karlsruhe Kampfgeist und Geschlossenheit beschworen. Der Spitzenkandidat für Nordrhein-Westfalen, Christian Lindner, rief seine Partei auf, sich von schlechten Umfragewerten nicht entmutigen zu lassen. Die FDP müsse sich auf ihre "historischen Erfolge" besinnen und Selbstbewusstsein daraus gewinnen. Wolfgang Kubicki werde bei der Wahl in Schleswig-Holstein am 6. Mai der "politische Eisbrecher" sein, der auch der Partei in Nordrhein-Westfalen die Sache leichter machen werde.

Lindner gab zu, dass die FDP zweieinhalb Jahre nach der Bundestagswahl 2009 mit einem "Verlust an Vertrauen" leben müsse. Viele Bürger nähmen seiner Partei ihre Erfolgsbilanzen nicht ab. "In Stil und Substanz unseres Regierungshandelns haben wir manche enttäuscht", sagte Lindner. "Und deshalb empfiehlt sich jetzt eine gewisse Bescheidenheit im Auftreten." Selbstbewusstsein und Bescheidenheit ergäben zusammen jedoch Souveränität.

Kubicki verlangte eine "Neubesinnung" der Partei. Die FDP trage selbst die Verantwortung dafür, dass sich seit der Bundestagswahl 2009 zwei Drittel ihrer Wähler abgewandt hätten. Mit den Plänen für ein besseres Steuersystem sei die Partei "auf ganzer Front stecken geblieben".

Die FDP kann nach den Umfragen in Bund und Ländern derzeit nur mit drei bis fünf Prozent rechnen. Bei den Wahlen in NRW am 13. Mai und eine Woche zuvor in Schleswig-Holstein muss die Partei um den Wiedereinzug in die Landesparlamente bangen.

jwi/AFP/DPA DPA

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