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Premier League: Lehmann zwischen Genie und Wahnsinn

Dieses Londoner Derby war Leidenschaft pur. Arsenal holte in einem packenden Duell ein 1:1-Unentschieden bei Chelsea. Während Michael Ballack eher unauffällig spielte, stand "Gunners"-Torwart Jens Lehmann mehrfach im Brennpunkt des Geschehens.

Ausgerechnet beim Lehmann-Club FC Arsenal hat der FC Chelsea mit Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack die Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung so gut wie verspielt. Nach dem 1:1 (0:0) am Sonntag im Londoner Stadtderby hat Meister Chelsea zwar ein Spiel Rückstand, aber bereits acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Manchester United. "ManU" baute mit dem 3:1 im Lokalderby gegen Manchester City die Tabellenführung auf 44 Punkte aus. Als Tabellensiebter spielt Arsenal nach dem 17. Spieltag im Titelrennen ebenso keine Rolle mehr wie der FC Portsmouth und Rekordmeister FC Liverpool auf den Plätzen drei und vier.

Ohne Sieger endete das deutsch-deutsche Duell in der englischen Premier League zwischen Torhüter Jens Lehmann und Kapitän Ballack. Dank des verdienten Ausgleichs von Michael Essien (84.) behielt Chelsea im 164. Derby der beiden Clubs vor 42.000 Zuschauern immerhin seine weiße Heimweste unter Trainer José Mourinho, der seitdem 21. Februar 2004 nicht mehr an der Stamford Bridge verloren hat. Mathieu Flamini (78.) hatte die bis dahin unterlegenen "Gunners" in Führung gebracht. Ballack ließ sein Können nur bei einem gefährlichen Schuss in der 17. Minute aufblitzen, fiel ansonsten kaum auf und stand deutlich im Schatten von Frank Lampard. Lehmann stand drei Mal das Glück zur Seite. Bei Schüssen von Lampard (18./90.+3) rettete der Pfosten, und Francesc Fabregas (39.) klärte nach einem Schuss von Michael Essien auf der Torlinie.

ManU ist das Maß aller Dinge

Manchester United ist im englischen Fußball zur Zeit das Maß aller Dinge. Mit dem 3:1 im Stadtderby gegen Manchester City unterstrich das Team von Alex Ferguson seine Vormachtstellung auf der Insel. Nur 65 Stunden nach dem 3:1-Erfolg gegen Benfica Lissabon, mit dem der Gruppensieg in der Champions League perfekt gemacht worden war, feierte "ManU" am Samstag den 14. Saisonsieg in Englands höchster Spielklasse.

"Alle Achtung vor meinen Spielern. Sie haben ihre Sache gut gemacht, obwohl am Ende die Müdigkeit spürbar war", lobte Teammanager Ferguson die Einstellung seiner Mannschaft, die trotz schwerer Beine durch Tore von Wayne Rooney (6.), Louis Saha (45.) und Cristiano Ronaldo (84.) bei einem Gegentreffer von Trabelsi (72.) zu einem verdienten Sieg kam.

Liverpool ist gut in Schuss

Gut in Schuss präsentierte sich auch der FC Liverpool, der den FC Fulham mit 4:0 abfertigte und in der Tabelle auf Platz vier kletterte. Steven Gerrard (54.), Jamie Carragher (61.), Luis Garcia (86.) und Mark Gonzalez (90.) schossen den klaren Erfolg gegen den Tabellen-13. heraus. Der Ex-Leverkusener Dimitar Berbatow demonstriert bei Tottenham Hotspur immer häufiger seine Qualitäten als Torjäger. Beim 5:1-Sieg seines Clubs gegen Charlton Athletic war der Bulgare erneut zwei Mal erfolgreich und markierte seine Saisontore vier und fünf.

DPA / DPA

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