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Relegations-Hinspiel Kiel mit einem Bein in der Bundesliga: Kampfstarke "Störche" schocken den 1. FC Köln

Die Spieler von Holstein Kiel beim Jubel
Die Spieler von Holstein Kiel beim Jubel über ihren Siegtreffer in Köln
© Ina Fassbender / POOL / AFP
Der 1. FC Köln steht vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga: Der Tabellen-16. der regulären Saison verliert das Relegationshinspiel gegen den Zweitligadritten Holstein Kiel mit 0:1.

Der 1. FC Köln steht nach einem Blitz-Jokertor vor dem siebten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga, für Holstein Kiel ist der erstmalige Aufstieg derweil zum Greifen nahe. Der Zweitligist, der der erste Bundesligist aus Schleswig-Holstein werden könnte, gewann das umkämpfte Relegations-Hinspiel am Mittwoch in Köln mit 1:0 (0:0) und hat damit eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag in Kiel.

Den Treffer für die nach einem Mammutprogramm in Folge zweier Corona-Quarantänen körperlich arg strapazierten Störche erzielte Abwehrspieler Simon Lorenz mit seinem ersten Ballkontakt 20 Sekunden nach der Einwechslung (59.). Die Kölner hatten nach dem gerade noch gesicherten Sprung auf Rang 16 nach außen Selbstvertrauen demonstriert, ließen dem aber kaum Taten folgen.

Rund ums Stadion in Köln bleibt es ruhiger als am Samstag

Rund ums Stadion war es diesmal zunächst ruhiger als vor dem Schalke-Spiel am Samstag. Obwohl während des Spiels Sirenen, Hubschrauber und Durchsagen via Megafon zu hören waren und vereinzelt Pyrotechnik gezündet wurde, blieb es nach Polizeiangaben bis zum Schlusspfiff insgesamt friedlich.

Bei Kiel rutschte die Kölner Leihgabe Niklas Hauptmann im Spiel bei seinem Stammverein für den gesperrten Alexander Mühling in die Startelf. Zudem stellte Trainer Ole Werner wieder Ioannis Gelios ins Tor. Der eigentliche Stammkeeper war sechs Spiele wegen einer Corona-Infektion ausgefallen und in den beiden Spielen danach zunächst nicht wieder ins Tor zurückkehrt, "weil wir einen guten Rhythmus hatten", so Werner im Streamingdienst DAZN. Nun wechselte er doch, "weil wir zuletzt das Spielglück nicht mehr hatten".

Bei Köln schaffte der an dauerhaften Kniebeschwerden leidende Stürmer Sebastian Andersson in den Kader. Laut Sportchef Horst Heldt hatte der FC den Plan, "von Anfang an Gas zu geben". Doch der Favorit kam zunächst überhaupt nicht in die Gänge, wirkte nervös und fahrig und agierte viel zu passiv. Der Zweitligist war besser und hatte durch Finn Porath (12.) und Hauptmann (18.) auch die ersten Chancen.

Es war wieder Kapitän Jonas Hector, der die Kölner aus der Lethargie weckte. Erst wurde sein Schuss aus spitzem Winkel nach eigener Balleroberung aufs Tornetz abgefälscht (30.). Bei der nachfolgenden Ecke hatten die Kieler Glück, dass Schiedsrichter Felix Zwayer beim Zweikampf zwischen Hector und Gelios ein Foulspiel sah. Ebenso wie bei einem rotwürdigen Foul von Aleksandar Ignjovski gegen Ondrej Duda (45.). Nun drückte Köln, Duda (45.+2) kam dem Tor am nächsten.

Auch nach dem Wechsel schien Köln erst am Drücker, doch dann brachte Werner Lorenz und der traf nach der direkt folgenden Ecke per Kopf. Nach 65 Minuten brachte FC-Coach Friedhelm Funkel dann Andersson. Doch Kiel blieb weiter gefährlich. In der 78. Minute köpfte Janni Serra den Ball an die Latte des Kölner Tores. Anschließend verteidigte der Zweitligist vielbeinig den knappen Vorsprung.

tim/Holger Schmidt, dpa

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