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Ronaldo-Skandal: Freundin weg, Werbeverträge in Gefahr

Brasilianischen Medienberichten zufolge spürt Fußballstar Ronaldo die Folgen seines Sexskandals mit einem Transvestiten. Der Spieler des AC Mailand soll von seiner Freundin Beatriz Antony verlassen worden sein - und millionenschwere Werbeverträge sind wohl auch in Gefahr. Das sieht Ronaldos Management ganz anders.

Wegen eines Sexskandals mit Transvestiten soll Brasiliens Fußball-Idol Ronaldo nach Medienberichten einen Millionen-Werbevertrag und dazu auch noch seine Freundin verloren haben. Wie die Zeitung "O Globo" unter Berufung auf Quellen des brasilianischen Mobilfunkanbieters TIM berichtete, wurde der Vertrag von TIM einseitig gekündigt. Offiziell teilte das Unternehmen unterdessen nur kurz mit, die Situation werde "noch besprochen". Der Weltmeister von 2002 werde allein bis Dezember drei Millionen US-Dollar (1,94 Millionen Euro) verlieren, schrieb "O Globo". Der Vertrag sei mit 4,8 Millionen Dollar jährlich dotiert gewesen.

TIM habe eine Klausel des Vertrags geltend gemacht, die ein Ende der Zusammenarbeit bei "imageschädigendem Verhalten" vorgesehen habe, hieß es. Ronaldos Pressesprecher versicherten dagegen, es gebe (zumindest bislang) keine Kündigung. "Ronaldo müsste in einem Prozess verurteilt werden, damit irgendeiner seiner Verträge einseitig gekündigt werden kann", meinte Sprecher Felipe Bruno. "O Globo", das größte Blatt Brasiliens, veröffentlichte am Sonntag das Dementi nicht und blieb bei seiner Version.

Nach Berichten brasilianischer Medien läuft Ronaldo Gefahr, mehrere Millionenverträge unter anderem mit Sportartikel- und Bierunternehmen zu verlieren. Die Kündigung des Vertrags mit TIM würde für den 31-Jährigen die erste "geschäftliche" Folge des Skandals von vergangener Woche in Rio de Janeiro sein.

Abserviert von der Freundin

Eine private Konsequenz hat der Stürmer des AC Mailand bereits zu verkraften. Nach brasilianischen Medienberichten hat seine Freundin Bia Antony ihm den Laufpass gegeben. Die beiden seien seit Januar 2007 liiert gewesen und hätten sowohl in Mailand als auch in Rio zusammen gewohnt. Ronaldo ist seit dem Skandal "untergetaucht". Er habe sich im Haus seiner Mutter Sonia im Badeort Angra dos Reis südwestlich von Rio verbarrikadiert, heißt es.

Ronaldo hatte vergangenen Sonntag in einem Stundenhotel in Rio de Janeiro Ärger mit Transvestiten, die ihr Geld als Prostituierte verdienen. Der Fußballer, der in seiner Heimatstadt eine Verletzung auskuriert, musste zur Klärung des Sachverhalts auf die Wache. Die drei Prostituierten warfen Ronaldo vor, die vereinbarte Zahlung verweigert und Drogen konsumiert zu haben. Einer der Transvestiten filmte die Diskussion im Stundenhotel und stellte das Video ins Internet.

Ronaldos Pressesprecher zufolge wurde der Spieler Opfer eines Erpressungsversuchs. Bei der Polizeibefragung versicherte der Weltstar, der zweimal geschieden ist, er habe sich mit weiblichen Prostituierten vergnügen wollen und sei von den Transvestiten getäuscht worden. Er sei von den Männern, die 50.000 Real (knapp 20.000 Euro) verlangt hätten, erpresst worden.

DPA / DPA

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